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„701 Tonnen Solidarität“ Magazin – eine Beilage in der tageszeitung taz vom 13.12.2019


Jessica Mosbahi, Referentin für Menschenrechte und Politik bei medica mondiale, spricht im Interview über frauenspezifische Fluchtgründe wie sexualisierte Gewalt und Mängel in der Durchsetzung des Asylrechts.
Autorin:
Nora Noll
Erschienen in:
"701 Tonnen Solidarität"; Sonderbeilage von Sea-Watch e.V. in der taz (13.12.2019), Interview auf S. 2

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"Warum wollte ich diesen Frauen helfen? Diese Frauen sind absolut schuldfrei. Wenn das weitergeführt werden kann unter dem Namen medica mondiale, dann bin ich ganz stolz, wenn ich dazu beitragen kann mit einer testamentarischen Verfügung."
Adelheide, eherenamtliche Mitarbeiterin bei medica mondiale


Auch Sie möchten mit ihrem Testament eine gute Sache unterstützen, die Ihnen bereits zu Lebzeiten am Herzen liegt? Und damit dem Wunsch folgen, Ihr jetziges Engagement weiter in die Zukunft wirken zu lassen?

Mit Ihrem Nachlass zugunsten von medica mondiale können Sie über Ihren Tod hinaus Frauen und Mädchen in Kriegs- und Krisengebieten solidarisch unterstützen und unseren Ansatz stärken, Projekte mit langfristiger Wirkung aufzubauen. Wie andere gemeinnützige Organisationen ist medica mondiale von der Erbschafts- und Schenkungsteuer befreit. Der Wert des Vermögens kann also ohne steuerlichen Abzug in den "guten Zweck" fließen.

Weitere Informationen und ihre persönliche Ansprechpartnerin finden Sie hier.



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Zur Verwundbarkeit von Frauen im Ostkongo.

"Von Félix Tshisekedi, dem neuen Präsidenten der Demokratischen Republik Kongo, der trotz massiven Wahlbetrugs bei den Präsidentschaftswahlen im Dezember 2018 erster Oppositioneller an der Regierung der DR Kongo ist, kam ein positives Signal. Am internationalen Frauentag im März 2019 erklärte er, die Lebenssituation von Frauen und Mädchen verbessern zu wollen, berichten die Partnerinnen der Frauenrechtsorganisation medica mondiale im Ostkongo. Gleichzeitig fragen sie sich, ob das möglich ist, ohne die patriarchalen Strukturen im Land zu hinterfragen. Eine von vielen Herausforderungen, denen sich das neue Staatsoberhaupt stellen muss."


Autorinnen: Laura Fix (Projektreferentin Große Seen bei medica mondiale), Mechthild Buchholz (Pressesprecherin von medica mondiale), Sophia von Merzljak (Werkstudentin für die Region Große Seen bei medica mondiale)
Erschienen in: Afrika Süd (2019/04)

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Das Buch "I am Anemone" ("Ich bin Anemone") enthält die Berichte von 24 Frauen und einem Mann, die während des Kosovokriegs sexualisierte Gewalt überlebten. Im Kosovo ist es das erste veröffentlichte Buch dieser Art. Es wurde anlässlich des Jubiläums „20 Jahre medica mondiale im Kosovo“ von Medica Gjakova veröffentlicht.


Mit Vorworten von:
Dr. Monika Hauser (Gründerin und Vorstandsvorsitzende von medica mondiale e.V.)
Atifete Jahjaga (Präsidentin der Republik Kosovo, 2011-2016)
Salie Gajtani-Osmankaq (Co-Autorin des Buchs)


Die Veröffentlichung des Buches wurde unterstützt von medica mondiale und dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).

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News zum Evaluationsbericht: Gewaltprävention nachhaltig umsetzen
Stärkung und Ausweitung lokaler Solidaritäts- und Schutznetzwerke zur Reduzierung von Gewalt gegen Frauen und Mädchen


medica Liberia hat dazu beigetragen, dass Frauen und Mädchen besser vor sexualisierter Gewalt geschützt sind. Ein wesentlicher Grund dafür: Solidargruppen in den Dorfgemeinschaften wissen mehr über sexualisierte geschlechtsbasierte Gewalt (SGBV) und sprechen das Problem zunehmend an. Nun muss Medica Liberia erreichen, dass dies auch so bleibt.

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„Wir wollen Sicherheit“ leuchtet die Entwicklungen im Bereich genderspezifischer Ankunfts- und Aufnahmepolitiken mit Blick auf die Praxis sowie auf die rechtliche und politische Situation kritisch aus. So werden sowohl Missstände und strukturelle Defizite aufgezeigt, als auch bestehende Strukturen und AkteurInnen in ihrer wertvollen, unersetzlichen Arbeit sichtbar gemacht und unterstützt. Die Broschüre möchte durch interprofessionelle Kooperationen und partizipative Arbeitsweisen Wege für eine gendersensible, sicherere Ankunfts- und Aufnahmepolitik aufzeigen.


Ausgangspunkt sind Gesprächsrunden mit geflüchteten Frauen* über ihre Lebenssituation, insbesondere zu geschlechtsspezifischen Aspekten von Sicherheit und Schutz. Prägnant war hier die vielschichtige Definition der geflüchteten Frauen* von „Sicherheit“: Sie thematisierten den Begriff nicht nur in Bezug auf den konkreten Alltag in Gemeinschaftsunterkünften und der Öffentlichkeit, sondern erweiterten ihn unter dem Aspekt der „Aufenthaltssicherheit“: „Wir können erst anfangen, uns sicher zu fühlen, wenn es auch sicher für uns ist, dass wir hier sein dürfen.“ Zentral ist die Forderung nach staatlicher, rechtlich verankerter und nachhaltig geförderter Sicherheit und Teilhabe für alle geflüchteten Menschen, inklusive einer gendersensiblen Herangehensweise.


Herausgegeben vom Forschungsprojekt „Gender, Flucht Aufnahmepolitiken“ der Universität Osnabrück, dem Niedersächsischen Flüchtlingsrat e.V. und dem Bundesverband Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe e.V (bff).

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Die Jahrestagung der IGT (Internationale Gesellschaft für Tiefenpsychologie) wurde am 27. Oktober 2019 in Lindau unter dem Thema „Respekt – von Grenzen, Gräben und Brücken“ veranstaltet.


Monika Hauser eröffnete die Veranstaltung mit Ihrem Vortrag „Von Würde, Anerkennung und Solidarität. Über das Engagement von medica mondiale.“ Sie berichtete aus 26 Jahren engagiertem und erfolgreichem Einsatz für traumatisierte Frauen in Kriegs- und Krisengebieten und betonte, wie wichtig die Aufarbeitung von sexualisierter Kriegsgewalt für Betroffene sowie nachfolgende Generationen ist:
"Für alle Nachkriegsgesellschaften ist es essentiell, dass langfristige Folgen von Gewalt bewältigbar werden und Friedensbildung und Gewaltprävention auch für die zweite und dritte Generation möglich sind. [...] [Dies ist] besonders auch mit Blick auf die deutsche Geschichte wichtig, wo auch 75 Jahre nach Kriegsende Kriegstraumata noch unzureichend aufgearbeitet oder sogar verdrängt werden."

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Character im Porträt: Dr. Monika Hauser über persönliche Wendepunkte und den Kampf für Menschenrechte


"Ein gesichtsloses graues Bürogebäude im Kölner Agnesviertel. Hier arbeitet eine Frau, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, Gesicht zu zeigen: Dr. Monika Hauser, eine der streitbarsten Menschenrechtlerinnen Deutschlands. In den Räumen ihrer Organisation medica mondiale herrscht bunter Pragmatismus. Aus einem Blumentopf ragt eine Sonnenblume aus Stoff. Die Billy-Regale sind vollgestellt mit Büchern über Geschlechterverhältnisse, Rechtsfragen und Folter. Ein hellblauer Helm, wie ihn Angehörige der UN-Friedenstruppen bei Einsätzen tragen, verstaubt in einer Vitrine.


An die Raufaserwände hat jemand großformatige Frauenfotos gehängt. Und etwas schief, aber immerhin gerahmt: den Right Livelihood Award, auch Alternativer Nobelpreis genannt. Monika Hauser hat ihre Jacke aus Afghanistan über den Stuhl geworfen. Sie ist gerade aus dem Nordirak zurückgekehrt."


Autorin: Jessica Braun
Erschienen in: Character – Das Gesellschaftsmagazin der Bethmann Bank (2019/02)

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