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Wir unterstützen Frauen und Mädchen in Kriegs- und Krisengebieten.

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Konflikte werden seit jeher auf dem Rücken von Frauen und Mädchen ausgetragen. Auch gegenwärtig gibt es Grund genug, wütend zu sein. Sexualisierte Gewalt ist längst nicht gebannt – ob im Irak, in Syrien, Afghanistan, im Ostkongo oder hierzulande.
Doch unser Einsatz zeigt, was solidarische Unterstützung bewegen kann. Mehr als 150.000 Frauen haben wir in den letzten 25 Jahren neue Kraft und Perspektiven gegeben. Machen Sie mit! Zeigen Sie sich solidarisch und helfen, dass Frauen und Mädchen weltweit sagen können: Kein Krieg auf meinem Körper!

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Von Dezember 2017 bis März 2018 führten die internationale Evaluationsexpertin Charlemagne Sophia Gomez und ihre afghanische Kollegin Shaheen Bibi Sultani eine Evaluation des Rechtshilfeprojektes von Medica Afghanistan durch. Ihre Ergebnisse zeigten: Medica Afghanistans Unterstützungsangebot ist einzigartig und wird von vielen Gewaltüberlebenden dringend benötigt. Im Bereich der Rechtshilfe wurden mehr als 2.400 Frauen über ihre Rechte aufgeklärt und zum weiteren Vorgehen beraten. Dadurch konnten viele – ob als Klägerinnen oder Angeklagte – vor Gericht nachvollziehbare Urteile erwirken. Auch vermittelten Medica Afghanistans Mediatorinnen erfolgreich bei Streitigkeiten innerhalt der Familie und ermöglichten so gewaltbetroffenen Frauen alternative Schlichtungs- und Aussöhnungsverfahren, die in ihrer Kultur akzeptiert sind.
Die Anerkennung des erfahrenen Unrechts sowie die Auseinandersetzung mit Recht und Gesetz erhöhten das Wissen über Frauenrechte bei den individuellen Frauen, aber auch auf gesellschaftlicher und institutioneller Ebene. Mit Informationsveranstaltungen bei SchlüsselakteurInnen trug Medica Afghanistan außerdem dazu bei, dass sich der soziale und rechtliche Status von Frauen verbesserte. Über die Dauer des Projekts erhielten mindestens 5.000 Frauen und Mädchen Zugang zu einer oder mehreren Dienstleistungen von Medica Afghanistan.

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Ob in Bosnien, im 2. Weltkrieg oder aktuell in Syrien und im Irak– Kriege und Konflikte werden seit jeher auf dem Rücken von Frauen und Mädchen ausgetragen. Jeden Tag werden weltweit Unzählige in Konflikten vergewaltigt, gefoltert, verschleppt und versklavt. Mit den schmerzlichen Folgen bleiben die Überlebenden meist allein – ein Leben lang.
Unter dem Titel »Kein Krieg auf meinem Körper.« startet medica mondiale zum 25. Jubiläum eine Kampagne, um auf diese Menschenrechtsverletzungen aufmerksam zu machen und aufzuzeigen, wie Frauen in Kriegsgebieten geschützt werden können.

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Umgesetzt von medica mondiale und ihren Partnerorganisationen
Hinter direkt ausgeübter Gewalt liegen oft nicht unmittelbar wahrnehmbare Gewaltformen: Strukturelle Gewalt, durch die Menschen ungleich behandelt und fundamentaler Menschenrechte beraubt werden, und symbolische Gewalt, die etwa über diskriminierende Erzählungen direkte und strukturelle Gewalt legitimiert. Alle drei Gewaltformen sind Nährboden für sexualisierte Kriegsgewalt. Die Graphik zeigt, auf welchen Ebenen medica mondiale wie ansetzt, um dagegen vorzugehen.

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Liebe Leserinnen, liebe Leser,
25 Jahre ist es her, dass ich ins Kriegsgebiet auf dem Balkan aufbrach, angetrieben von der Empörung über die massenhaften Vergewaltigungen von Frauen und Mädchen und die Sensationsberichte der Medien. Als angehende Frauenärztin wusste ich, dass die Überlebenden unmittelbare Hilfe benötigten. Doch schon damals war mir klar, dass es ihnen nur mit langfristiger Begleitung möglich sein würde, ihre traumatischen Erfahrungen zu bewältigen und ins Leben zurückzukehren. Denn das Leid der Betroffenen ist nicht nach kurzer Zeit vorbei, sondern wirkt – wie wir aus dem 2. Weltkrieg wissen – ein Leben lang, bis weit in die nächste Generation.
Schon früh war mir bewusst, dass das nur gemeinsam mit Frauen vor Ort zu schaffen ist. Unser Einsatz zeigt, was Solidarität bewirken kann. Mehr als 150.000 Überlebenden haben wir mit mittlerweile rund 30 Partnerorganisationen seither durch medizinische, psychosoziale und juristische Unterstützung neue Kraft und Perspektiven geben können. medica mondiale hat sich zu einer professionellen Organisation entwickelt, mit hohen Standards für nachhaltige Projektarbeit und einem eigenen stress- und traumasensiblen Ansatz.
Genauso war mir bereits damals klar, dass es sich im Balkankrieg nicht um einzelne Gewaltexzesse handelte, sondern um ein Kontinuum der Gewalt, das tief in patriarchalen Denkweisen und Strukturen verwurzelt ist. Sexualisierte Gewalt – ob in Syrien, Afghanistan, im Ostkongo oder hierzulande, ob durch Soldaten, Milizionäre, Nachbarn oder Ehemänner – ist ein weltweites Phänomen. Solange es hierarchische Geschlechterverhältnisse gibt, sind Frauen selbst in Friedenszeiten nicht sicher.
Ein Problem ist die anhaltende Straflosigkeit, sowohl in Kriegs- und Nachkriegsgebieten als auch in hoch entwickelten Ländern. Auch in Deutschland wird nur ein Fünftel aller Vergewaltigungen angezeigt, nur ein Bruchteil der Täter verurteilt. Was fehlt, ist der politische Wille, bestehende Gesetze tatsächlich umzusetzen. Geschlechterungerechtigkeit macht sexualisierte Gewalt erst möglich, zeigt sich aber schon bei Bildung oder Einkommen.
Um diese Strukturen aufzubrechen, braucht es Ausdauer und Beharrlichkeit. Wir werden deshalb nicht nachlassen, Widerstand zu leisten, wo Diskriminierung und Gewalt herrschen. Wir werden weiter Menschenrechtsverletzungen aufzeigen und von den Verantwortlichen Rechenschaft fordern. Dazu gehört auch ein Ende der zerstörerischen Rüstungsexporte. Vielmehr braucht es friedliche Konfliktlösungen, an denen Frauen aktiv mitwirken.
Zum 25-jährigen Bestehen von medica mondiale starten wir 2018 eine Kampagne mit dem Titel „Kein Krieg auf meinem Körper“. Sie will darauf aufmerksam machen, dass Frauen und Mädchen tagtäglich Diskriminierung und Gewalt ausgesetzt sind – im Krieg, auf der Flucht und selbst in scheinbaren Friedenszeiten. Wir zählen auf Ihre Unterstützung, damit Frauen und Mädchen weltweit sagen können: Kein Krieg auf meinem Körper!
Dr. Monika Hauser

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Persönliche Eindrücke Monika Hausers und exklusive Details zu den Anfängen von medica mondiale vor 25 Jahren werden mittels kunstvoller Zeichnungen der Grafikerin und Illustratorin Anna Mahendra neu erzählt.
"Ich fasse den Entschluss, in der zentralbosnischen Stadt Zenica, 30 km von der Front entfernt, ein Therapiezentrum für vergewaltigte Frauen aufzubauchen. Ich begegne vielen kritischen Stimmen, die mich von meinem Vorhaben abhalten wollen." (Monika Hauser)
Weitere Fotos, Videos, Interviews und Hintergründe zu 25 Jahre medica mondiale finden Sie unter: www.medicamondiale.org/25-jahre

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