Zurück zur Übersicht
25. Januar 2019

Weg mit dem § 219a

Pressemitteilung: Köln, 25 Januar 2019. "Das juristisch verbriefte Selbstbestimmungsrecht von Frauen auf ihren Körper ist ein Gradmesser für die demokratische Verfasstheit einer Gesellschaft, und dafür, wie wichtig ihr Geschlechtergerechtigkeit ist. Es gibt keinen Kompromiss zur Abschaffung des § 219a." Dr. Monika Hauser, Gynäkologin und Gründerin der Frauenrechtsorganisation medica mondiale, kritisiert das sogenannte Eckpunktepapier zur ‚Verbesserung der Information und Versorgung in Schwangerschaftskonflikten‘ der Bundesregierung. Es zeige, dass es nicht um die Rechte von Frauen geht, sondern um ihre Bevormundung.

Es sollte selbstverständlich sein, betont die Aktivistin, dass ÄrztInnen ungewollt schwangeren Frauen in dieser Notlage sämtliche Informationen zur Verfügung stellen und sie umfassend beraten können, ohne sich strafbar zu machen. Seit Jahrzehnten gehöre dies zum Repertoire ärztlichen Handelns in europäischen Ländern.

Am 26. Januar 2019 sind bundesweit Aktionen gegen den § 219a Werbung für den Abbruch der Schwangerschaft geplant. „Jetzt, wo rechtspopulistische und anti-feministische Menschen zuneh-mend die Politik vor sich hertreiben, werden Aufklärung und Fortschritt gekippt und Frauenrechte als erstes beschnitten“, erklärt Hauser. „Frauen, geht auf die Barrikaden, es muss ihnen endlich wehtun!“

Autorin: Mechthild Buchholz, Pressesprecherin bei medica mondiale

Infos zum bundesweiten Aktionstag:

https://www.sexuelle-selbstbestimmung.de/11077/aufruf-keine-kompromisse/

Verwandte Themen:

Vorschlag der Bundesregierung zur Verbesserung der Information und Versorgung in Schwangerschaftskonfliktlagen (PDF, 12.12.2018)

Pressemitteilung von pro familia (23.01.2019): Jetzt erst recht! Sexuelle Selbstbestimmung ist nicht verhandelbar