Frauen
stärken
in Afghanistan
Zeigen Sie
Ihre Solidarität,
schenken Sie
Zuversicht!
Jetzt spenden

"Ihr lasst mich wieder hoffen"

„Bevor ich mit euch über meine Probleme sprechen konnte, dachte ich, ich wäre verloren, nur noch ein seelenloser Körper. Ich hielt mich für arm, schwach und unfähig, irgendetwas an meiner Situation zu ändern. Ihr lasst mich wieder hoffen.“

Das Zuhause als gefährlichster Ort für Frauen

Häusliche Gewalt innerhalb der Familie gehört bei den meisten Frauen in Afghanistan zum Alltag. Vier von fünf Ehen sind arrangiert, jede zweite Frau ist bei der Hochzeit jünger als 16 Jahre. Der Druck aus der eigenen Familie, die Unterdrückung hinzunehmen, um die eigene Ehre und den Familienfrieden zu wahren, ist stark. Es gibt zwar Frauenhäuser, doch sie bedeuten Armut und meist auch die Trennung der Mütter von ihren Kindern. Frauen, die ihren Mann verlassen oder sexualisierte Gewalt erfahren haben, werden häufig als Straftäterinnen kriminalisiert und vor Gericht gestellt.

Zurückgedrängt in eine Schein-Sicherheit

Es erfordert stets neue Wege, wenn unsere afghanischen Kolleginnen Frauen und Mädchen erreichen wollen. Die instabile Situation zwingt Frauen und Kinder noch weiter zurück in die Schein-Sicherheit ihrer Häuser und engsten Nachbarschaft. Trotz aller Hindernisse erreichen die Mitarbeiterinnen betroffene Frauen und Mädchen und schaffen es sogar, deren gesamtes soziales Umfeld positiv zu beeinflussen. Immer wieder vermitteln die Beraterinnen von Medica Afghanistan Frauen in Ausbildungs- und Anstellungsverhältnisse. Das selbst verdiente Geld ermöglicht den Frauen, sich zu emanzipieren oder gar sich mit dem Beistand von Medica Afghanistan aus von Gewalt beherrschten Beziehungen zu lösen.

Für Frauenrechte kämpfen

Humaira Rasuli, Direktorin von Medica Afghanistan: "Mich persönlich motiviert, wenn Frauen ohne Hoffnung, teils stark traumatisiert, die zum Beispiel häusliche Gewalt erlebt haben, zu uns kommen. Nachdem diese Frauen eine Zeit lang an unseren Programmen teilgenommen haben, sieht man eine Veränderung. Sie haben wieder Hoffnung, sie bauen Widerstandskräfte auf. Das motiviert mich, weiterzumachen. 

Meine Kolleginnen und ich wissen, dass wir nicht alles ändern können. Aber wir wollen kämpfen. Und wir müssen unsere Leben riskieren, für einen Wandel für die nächste Generation."

Ihre Spende – Ihr Beitrag

Bitte engagieren Sie sich mit Ihrer Spende für Frauen in Afghanistan und weltweit. Wir kämpfen dafür, dass sexualisierte Gewalt gegen Frauen endlich ein Ende hat und brauchen Ihre solidarische Unterstützung.

Jeder Euro, jede Spende ist ein Baustein für die Zukunft.
Vielen Dank!

Mit 66 Euro sorgen Sie für sichere Räume. Eine Frau in Afghanistan kann damit drei Monate lang psychosozial betreut werden.

Mit 106 Euro verhelfen Sie Frauen zu ihrem Recht. Sie ermöglichen die traumasensible Rechtshilfe für eine Klientin in Afghanistan.

Mit 225 Euro stärken Sie Selbsthilfekompetenzen. Sechs Monate lang können fünf Frauen an den Treffen einer Solidargruppe teilnehmen.

Hintergrund: Wie leben Frauen und Mädchen in Afghanistan?

Die Studie des afghanischen Gesundheitsministeriums zeichnet folgendes Bild: Eine afghanische Ehefrau unter 49 Jahren hat durchschnittlich mit 18 Jahren geheiratet, mit großer Wahrscheinlichkeit minderjährig und unter Zwang. Jede achte von ihnen bekommt das erste Kind vor ihrem 20. Geburtstag. Zuvor hat diese Frau im Regelfall keine Schulbildung bekommen (84 Prozent). Sie lebt in einem Haushalt mit insgesamt acht Personen, wovon die Hälfte unter 15 Jahren alt ist. Eine durchschnittliche afghanische Ehefrau hat fünf Kinder, wobei die Anzahl der Kinder sinkt, wenn die Mutter zur Schule gehen konnte. Lediglich 13 Prozent der Frauen waren zum Zeitpunkt der Studie berufstätig, während fast alle befragten Männer einer Arbeit außerhalb des Haushalts nachgingen.

 

 

Laut Zahlen aus 2008 erleben 87 Prozent aller Frauen mindestens eine Form von Gewalt: körperliche, sexualisierte, psychische oder Zwangsheirat. Zwei von zehn Gewaltbetroffenen suchen sich Hilfe, die meisten innerhalb der Familie (80 Prozent). Wichtige externe Anlaufstellen für Überlebende sexualisierter Gewalt sind stets die Krankenhäuser und Praxen. Ein Grund dafür, dass Medica Afghanistan die Beratungsstellen in Krankenhäusern derzeit in Kabul und Mazar-i-Sharif ausweitet. Doch selbst eine ärztliche Behandlung muss bei mehr als der Hälfte der Frauen vom männlichen Familienoberhaupt genehmigt werden. Insgesamt haben 90 Prozent der Frauen Probleme, die einer gesundheitlichen Versorgung entgegenstehen.

Zum Interview mit Humaira Rasuli zur Situation von Frauen in Afghanistan

Video: Die Arbeit von Medica Afghanistan – gewaltbetroffene Frauen in Afghanistan unterstützen, fördern und stärken Video anschauen
Stimmen Überlebender
Ihr Spenden-Service

Ihre Spende kommt den Frauen in Afghanistan und unserem weltweiten Einsatz gegen Gewalt zugute. Vielen Dank!

Wir verpflichten uns den Anforderungen der Initiative Transparente Zivilgesellschaft und dem VENRO-Kodex (Verband Entwicklungspolitik Deutscher Nichtregierungsorganisationen). Im Rahmen der Initiative Transparente Zivilgesellschaft legt medica mondiale zentrale Zahlen und Fakten offen.

In unseren Spenden-FAQ finden Sie außerdem einen Überblick über häufig gestellte Fragen rund um das Thema Spenden an medica mondiale. Dort erfahren Sie beispielsweise, wie Sie Ihre Spende an uns von der Steuer absetzen können, da wir als gemeinnützig anerkannt sind.