Afghanistan: „Das bescheidene Wunder eines normalen Lebens“

Kommentar zur Bonner Afghanistan-Konferenz: "Von Transition zur Transformation“, so lautete der vielversprechende Titel der Afghanistan-Konferenz, die am 5. Dezember genau zehn Jahre nach der Petersberger-Konferenz zu Afghanistan in Bonn stattgefunden hat. Viel wurde im Vorfeld über die rund 1000 Delegierte zählende Zusammenkunft spekuliert: Würden Vertreter der Taliban anwesend sein? Würde Pakistan, dessen Rolle doch als so wesentlich für die Befriedung der gesamten Region angesehen wird, teilnehmen? Welches Mitspracherecht würde diesmal der afghanischen Zivilgesellschaft eingeräumt werden?

Vernachlässigung des zivilen Aufbaus spielt Taliban in die Hände

Pressemitteilung: Wenige Tage vor der internationalen Afghanistan-Konferenz in Bonn weist die Frauenrechts- und Hilfsorganisation medica mondiale auf die Dringlichkeit hin, das Engagement der internationalen Gemeinschaft endlich auf die Bedürfnisse der afghanischen Bevölkerung und einen verstärkten zivilen Aufbau auszurichten. Dessen jahrelange Vernachlässigung hat das Wiedererstarken ultrakonservativer Kräfte mit begünstigt.

Wichtiges Signal für Frauenaktivistinnen weltweit!

Pressemitteilung: Die Frauenrechts- und Hilfsorganisation medica mondiale freut sich über die Entscheidung des Friedensnobelpreis-Komitees, in diesem Jahr drei Persönlichkeiten auszuzeichnen, die sich für Frauenrechte einsetzen. Die Organisation wertet die Vergabe des Friedensnobelpreises an Liberias Präsidentin Ellen Johnson Sirleaf, die liberianische Aktivistin Leymah Gbowee und die Bürgerrechtlerin Tawakkul Karman aus dem Jemen als bedeutsamen Schritt und würdigt das Signal des Komitees, dass Frauen in Friedens- und Demokratieprozessen gestärkt werden müssen.

Vorwürfe zu Vergewaltigungen in Libyen „Massenhysterie“?

Pressemitteilung: Vor dem Hintergrund der jüngsten Vorwürfe gegen den libyschen Präsidenten Muammar al-Gaddafi, Massenvergewaltigungen veranlasst zu haben, erinnert die Frauenrechtsorganisation medica mondiale an die Verpflichtung der Staatengemeinschaft zum Schutz von Frauen und Mädchen vor sexualisierter Gewalt. Am 19. Juni jährt sich zum dritten Mal die Verabschiedung der UN-Sicherheitsresolution 1820, die alle Mitgliedsstaaten sowie alle an Kampfhandlungen beteiligte Personen dazu auffordert, mit sofortiger Wirkung jegliche sexualisierte und sonstige geschlechtsspezifische Gewalt gegen Frauen und Mädchen zu beenden.

medica mondiale Liberia hilft geflohenen Frauen und Mädchen aus der Elfenbeinküste

Nach den blutigen Auseinandersetzungen um den rechtmäßigen Nachfolger im Präsidentenamt sind in der Elfenbeinküste noch immer mehr als eine Million Menschen auf der Flucht. Mehr als 165.000 IvorerInnen haben sich in das Nachbarland Liberia geflüchtet. Allein in der Provinz Grand Gedeh, in der medica mondiale Liberia seit 2006 aktiv ist, sind knapp 62.000 Flüchtlinge – oft unter sehr schwierigen Bedingungen – über die Grenze geflohen. Ihre Zahl steigt mit 1.500 pro Woche kontinuierlich an.

Prozess gegen FDLR-Führer: Vergewaltigung und sexuelle Versklavung muss bestraft werden!

Pressemitteilung: Im Vorfeld des Prozesses gegen den ruandischen Führer der FDLR (Forces Démocratiques de la Libération du Rwanda), Ignace Murwanashyaka, und seinen Stellvertreter, Straton Musoni, weist medica mondiale auf die Notwendigkeit der Strafverfolgung bei sexualisierter Gewalt im Krieg hin. medica mondiale verleiht ihrer Sorge Ausdruck, dass die Verbrechen zu Vergewaltigung und Verschleppung zum Zweck der sexuellen Versklavung nicht angemessen berücksichtigt werden könnten.

„Nicht aufhören anzufangen“ – Lesung aus der Biografie über Monika Hauser im Oberlandesgericht Köln

„Wer an diesem Tag in Zenica sein Radio einschaltet, bekommt eine brisante Neuigkeit zu hören: In dem Anliegen, Frauen und Mädchen, die Opfer von Kriegsvergewaltigungen in Bosnien-Herzegowina geworden sind, medizinische und psychologische Unterstützung zu geben, teilen wir mit, dass diese Frauen in der Institution Medica Zenica aufgenommen werden.“ Mit einem Auszug aus dem Kapitel „An diesem Tag fiel der Strom aus“, beginnt die Schauspielerin Heidrun Grote mit einer Lesung aus der Biografie „Monika Hauser – Nicht aufhören anzufangen“ der Journalistin Chantal Louis.

3.000 Euro für medica mondiale – Mirjam Müntefering siegt im „NRW-Duell“

medica mondiale „spielend“ unterstützen – wie das geht, hat nun auch Mirjam Müntefering im WDR Fernsehen gezeigt. Beim „NRW Duell“ am 16. März traf die Buchautorin auf ihre KollegInnen Hatice Akyün, Käthe Lachmann und Michel Birbæk. Moderator Bernd Stelter präsentierte Mirjam Müntefering am Ende als strahlende Siegerin. Die Gewinnsumme von 3.000 Euro will sie an medica mondiale spenden und damit ihr langjähriges Engagement für die Kölner Frauenorganisation fortsetzen. Dafür ein ganz herzliches Dankeschön – auch im Namen der Frauen und Mädchen, für die sich medica mondiale stark macht.

Monika Hauser ist Europäerin des Jahres – Preisverleihung in Köln

Mit Freude und viel Applaus nahm Monika Hauser am 16. März in Köln die Ehrung zur „Europäerin des Jahres 2011“ vom Magazin Reader's Digest entgegen. Der Preis in Höhe von 5.000 Euro wurde ihr symbolisch in Form einer Skulptur überreicht. Vor rund 70 Gästen, darunter VertreterInnen aus Politik, Medien und Zivilgesellschaft, wurde die 51-jährige Ärztin und Gründerin von medica mondiale für ihren jahrelangen weltweiten Einsatz für Überlebende sexualisierter Gewalt in Konflikten ausgezeichnet.

medica mondiale Afghanistan in nationale Hände übergeben: „Frauen können einen Wechsel für die Gesellschaft bewirken!“

Pressemitteilung: Im Vorfeld des Internationalen Frauentags hat medica mondiale gemeinsam mit den afghanischen Kolleginnen die Übergabe des Projekts in nationale Hände gefeiert. Nach neun Jahren Engagement der deutschen Frauenrechts- und Hilfsorganisation im Land übernehmen afghanische Frauen in eigener Verantwortung die Arbeit mit der jetzt lokalen und umbenannten Organisation: Medica Afghanistan – Women Support Organisation.

Termine

16.03.2012
Podiumsdiskussion "Auf dem Weg zum Frieden in Afghanistan - Frauenrechte in der Warteschleife?" u.a. mit Jessica Mosbahi, Referentin für Politik und Menschenrechte bei medica mondiale, Jugendgästehaus Adolph Kolping, Dortmund, 20 Uhr, Programm

Biographie über Monika Hauser

 "Monika Hauser - nicht aufhören anzufangen". Die Journalistin Chantal Louis erzählt die Geschichte der Organisation medica mondiale und von Monika Hauser.

Spendenbetrag:

Mit 50 Euro finanzieren wir einer Frau in Afghanistan eine dreimonatige psychosoziale Betreuung.

Spendenkonto

Sparkasse Köln Bonn
Konto 45 000 163
BLZ 370 501 98

Kontonummer für Auslandsüberweisungen:

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Wir unterstützen medica mondiale

Nina Hoger
Schauspielerin