Trauma-Fortbildungen: Noch Plätze frei
2009 hat medica mondiale erstmals mit großem Erfolg eine Reihe von Fortbildungen und Themenabenden zum Thema Kriegsgewalt und Trauma in Deutschland angeboten. Die Nachfrage war hoch: 156 Frauen und Männer aus unterschiedlichsten Berufsgruppen haben an dem Programm teilgenommen. „Ich kann Verhaltensweisen von traumatisierten Klientinnen jetzt besser einschätzen und verstehen“, lautete eine der vielen positiven Rückmeldungen. Seit Mai werden weitere Seminare zu den Themen „Kriegsgewalt an Frauen, Trauma und Burnout“ und „Umgang mit den Folgen von Kriegsgewalt und Trauma“ in Köln angeboten sowie ein Film- und Themenabend in Bonn veranstaltet. Für die Seminare im Oktober und November sind noch Plätze frei.
Aktionstag von medica mondiale – Kampagne „Im Einsatz“ in Münster
Pressemitteilung: Mit der Kampagne „Im Einsatz“ macht die Frauenrechts- und Hilfsorganisation medica mondiale auf die Not von Frauen in Kriegs- und Krisengebieten aufmerksam. Am 28. Juli ist die Kampagne mit einer großen Installation in Münster zu Gast. Monika Hauser, Trägerin des Alternativen Nobelpreises 2008, ruft zu Unterstützung auf.
Jetzt auch per SMS helfen
Seit einigen Tagen können Sie die Arbeit von medica mondiale auch per Handy unterstützen. Schicken Sie einfach eine SMS mit dem Schlüsselwort EINSATZ an die Charity-Kurzwahl 8 11 90 oder nutzen Sie das Widget in der rechten Spalte auf unseren Internetseiten. Insgesamt entstehen dabei Kosten von 5,00 Euro pro SMS zuzüglich der normalen Transportgebühr. Pro SMS gehen 4,83 Euro direkt an medica mondiale. Das Widget können Sie übrigens auch auf Ihrer Homepage oder in Ihr Social-Media-Profil einbauen und damit selbst für die Unterstützung von Frauen in Kriegs- und Krisengebieten werben. Schicken Sie uns dazu einfach eine E-Mail an ufischer@medicamondiale.org. Herzlichen Dank für Ihren EINSATZ!
Afghanistan-Konferenz in Kabul: Offener Brief an die Bundesregierung
Vor dem Hintergrund der Afghanistan-Konferenz am 20. Juli in Kabul hat medica mondiale gegenüber der Bundesregierung ihre große Besorgnis über die aktuelle Verschlechterung der Menschenrechtslage in Afghanistan insgesamt und für die weibliche Bevölkerung im Besonderen zum Ausdruck gebracht. In einem öffentlichen Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel, Außenminister Guido Westerwelle, Verteidigungsminister Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg, Innenminister Thomas de Maizière und Entwicklungsminister Dirk Niebel mahnt die Frauenrechtsorganisation, dass das Konzept der Afghanisierung nicht zu Lasten der afghanischen Zivilbevölkerung umgesetzt werden dürfe.
Aktivistinnen bringen sich in afghanischen Friedensprozess ein
In einer gemeinsamen Presseerklärung im Nachgang zur Friedens-Dschirga im Juni in Kabul haben sich afghanische Frauenrechtsaktivistinnen kritisch zu deren Ausgang geäußert. Die VertreterInnen von zehn Nichtregierungs-Organisationen begrüßten in ihrer Erklärung die aktive Teilnahme von Frauen an der nationalen Friedensversammlung. Gleichzeitig sprachen sie sich vehement gegen jede Form von Friedensverhandlung aus, die die Errungenschaften der letzten zehn Jahre auf dem Gebiet der Frauenrechte in Afghanistan gefährden könnten.
50 Jahre Unabhängigkeit des Kongo
Am Vortag des 50. Jahrestages der Unabhängigkeit der Demokratischen Republik
(DR) Kongo weist die Frauenrechtsorganisation medica mondiale auf das Schicksal tausender Frauen und Mädchen hin, die in den anhaltenden kriegerischen Auseinandersetzungen vor allem im Osten des Landes weiterhin Opfer von gezielten Vergewaltigungen seitens Rebellen und Soldaten der Regierung, aber auch zunehmend von Zivilisten werden. medica mondiale fordert die kongolesische Regierung auf, der humanitären Tragödie endlich ein Ende zu bereiten und ihren Verpflichtungen im Rahmen der UN Friedensmission
MONUC nachzukommen.
medica mondiale entsetzt über Mord an kongolesischem Menschenrechtsaktivisten
Am 2. Juni wurde der kongolesische Menschenrechtler Floribert Chebeya Bahizire tot und mit gefesselten Händen in einem Auto in der Hauptstadt Kinshasa aufgefunden. Der Leiter der Organisation La Voix des Sans-Voix (Stimme der Stimmlosen) hatte in der Vergangenheit mehrfach mit Immaculée Birhaheka zusammengearbeitet, der Leiterin von PAIF, kongolesische Partnerorganisation von medica mondiale. „Ich bin schockiert über den Mord an Chebeya und hoffe sehr, dass eine unabhängige Untersuchung die Täter ermittelt“, erklärte Birhaheka.
Gedenken an vergewaltigte Frauen des Zweiten Weltkrieges gefordert
Pressemitteilung: Anlässlich des 65sten Jahrestages der Befreiung vom Nationalsozialismus fordert die Frauenrechts- und Hilfsorganisation medica mondiale, dass endlich das Leid der Millionen Frauen öffentlich gewürdigt wird, die während des Zweiten Weltkrieges vergewaltigt wurden. Allein von Soldaten der sowjetischen Roten Armee waren in den letzten Kriegstagen und danach schätzungsweise knapp 1,9 Millionen Frauen vergewaltigt worden, davon rund 1,4 Millionen in den damaligen deutschen Ostgebieten und während Flucht und Vertreibung.
medica mondiale fordert mehr Sicherheit für kongolesische Frauen
Anlässlich des Internationalen Frauentags am 8. März fordert die Frauenrechts- und Hilfsorganisation medica mondiale die Bundesregierung auf, sich endlich für den Schutz der Frauen in der Demokratischen Republik (DR) Kongo einzusetzen. Die bewaffneten Auseinandersetzungen vor allem in den Kivu-Provinzen haben zwar abgenommen, dennoch besteht das Problem von Vergewaltigungen weiterhin in großem Ausmaß. Noch immer werden in der DR Kongo täglich Dutzende Frauen auf das Brutalste vergewaltigt.
Afghanistan-Konferenz: Frauenrechte sind nicht verhandelbar
Zum Auftakt der morgigen Afghanistan-Konferenz in London fordert medica mondiale die Bundesregierung dazu auf, bei der diskutierten Einbindung der Taliban in den Friedensprozess die in der Verfassung garantierten Menschenrechte zu schützen. Bei dem Versuch der Befriedung des Landes und einer geänderten internationalen Strategie dürften insbesondere die Rechte von Frauen keinesfalls zur Verhandlungsmasse erklärt werden.




