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Wir sind die Macht

Eine Autobiographie von Leymah R. Gbowee unter Mitarbeit von Carol Mithers; aus dem Amerikanischen von Susanne Held.Leymah R. Gbowee, Friedensnobelpreisträgerin des Jahres 2011, beschreibt ihren persönlichen und politischen Weg – eingebettet in die konfliktreiche Geschichte Liberias: Die 17-jährige Highschoolabsolventin Leymah träumt davon, Kinderärztin zu werden, als in Liberia der Bürgerkrieg ausbricht. Über Jahre hinweg erfährt sie die Schrecken des Krieges. Auch in ihrer Ehe wird sie grausam unterdrückt und mißhandelt. Ein Praktikum in einem Traumatherapieprogramm befreit die 26-jährige – inzwischen vierfache Mutter – aus lähmender Depression und schenkt ihr neue Lebenskraft. Zusammen mit anderen Frauen beginnt Gbowee ihren Kampf für Gleichberechtigung, politische Teilhabe von Frauen und dauerhaften Frieden für ihr Land.

Das Buch ist in zweiter Auflage im Dezember 2012 im Verlag Klett-Cotta erschienen und für 21,95 € im Handel erhältlich.

319 Seiten | gebunden mit Schutzumschlag | Tafelteil mit 9 Farbabbildungen | ISBN 978-3-608-94739-7

Leseprobe

Fast niemand berichtete aus Liberia über die andere Seite des Lebens im Krieg: Wie Frauen ihre Männer und Söhne versteckten vor den Soldaten, die nach ihnen suchten, um sie zu rekrutieren oder umzubringen. Wie sie mitten durch das Chaos kilometerweit zu Fuß gingen, um Essen und Wasser für ihre Familien zu...

Wir sind die Macht. Copyright: Klett-Cotta

Das Buch ist in zweiter Auflage im Dezember 2012 im Verlag Klett-Cotta erschienen und für 21,95 € im Handel erhältlich.

319 Seiten | gebunden mit Schutzumschlag | Tafelteil mit 9 Farbabbildungen | ISBN 978-3-608-94739-7

Leseprobe

Fast niemand berichtete aus Liberia über die andere Seite des Lebens im Krieg: Wie Frauen ihre Männer und Söhne versteckten vor den Soldaten, die nach ihnen suchten, um sie zu rekrutieren oder umzubringen. Wie sie mitten durch das Chaos kilometerweit zu Fuß gingen, um Essen und Wasser für ihre Familien zu organisieren. Wie sie mit ihrem alltäglichen Leben weitermachten, damit nach dem Krieg, wenn der Frieden zurückkehrte, noch etwas da war, auf dem sie aufbauen konnten. Und wie sie im schwesterlichen Zusammenhalt Stärke fanden und im Namen aller Liberianer, Männer wie Frauen, für den Frieden eintraten.

Dieses Buch ist keine Kriegsgeschichte im üblichen Sinn. Es handelt von einer Frauenarmee in Weiß, die aufstand, als keiner sonst es tat - ohne Furcht, denn das Äußerste dessen, was noch erträglich ist, hatten wir Frauen schon hinter uns. Es handelt davon, wie wir zu der moralischen Klarheit, Beharrlichkeit und Tapferkeit fanden, die uns die Kraft gab, unsere Stimmen gegen den Krieg zu erheben und unser Land wieder zur Vernunft zu bringen. Es ist eine Geschichte, die Sie noch nicht kennen, denn sie handelt von einer afrikanischen Frau, und unsere Geschichten werden nur selten erzählt. Ich möchte, dass Sie meiner Geschichte zuhören.

Aus dem Vorwort

Über das Buch

„Ein kritischer Blick auf männlich dominante Strukturen und ein eindringlicher Bericht weiblicher Friedens(an)stiftung. (...) Gbowee macht Frauen Mut, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen, und zeigt, dass es möglich ist, die Geschichte zu verändern."

Bücher – Das unabhängige Literatur- und Hörbuchmagazin, November/Dezember 2012 und unter buecher-magazin.de

„Leymah Gbowees Autobiografie schildert ihre Metamorphose zur unerschrockenen Friedensaktivistin, die immer noch dabei ist, gemeinsam mit anderen Frauen für die Gleichberechtigung und den gesellschaftlichen Wandel in ganz Afrika und für den Frieden zu kämpfen."

Buchkritik aus der Sendung 3satbuchzeit, Oktober 2012

 

 

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Wo Frauen nichts wert sind

Vor aller Augen, doch in seinen Ausmaßen noch kaum bemerkt, ist ein Vernichtungsfeldzug gegen Frauen im Gang: der Femizid. Weltweit. Vergewaltigungen und Morde an jungen Frauen und Mädchen in Indien machen Schlagzeilen. Wir lesen von massenhaften Abtreibungen weiblicher Föten in China. Von Beschneidungen und Verstümmelungen in afrikanischen Ländern. Von öffentlichen Hinrichtungen, Missbrauch, Misshandlungen, Zwangsverheiratungen. Von Mädchen- und Frauenhandel. Maria von Welser hat vor Ort recherchiert – in Afghanistan, in Indien, im Kongo – und zeigt die Zusammenhänge auf: Gewalt gegen Frauen lässt sich nicht als kulturelle oder religiöse Folklore entschuldigen. Es handelt sich nicht um Einzelfälle. Jeder einzelne Fall ist Teil eines Ganzen. Teil des Femizids. Aber: Zunehmend begehren die Frauen auf. Und Maria von Welser gibt ihnen eine Stimme. Ein Buch der Wut, des Zorns und der Hoffnung. Ein notwendiges Buch, das uns die Augen öffnet für das erschütternde Schicksal von Frauen weltweit.

Das Buch ist 2014 im Verlag Ludwig erschienen und für 19,99 Euro erhältlich.

320 Seiten l ISBN: 978-3-453-28060-1

Leseprobe

Ankunft in Kabul. Nach viereinhalb Stunden Direktflug mit Turkish Airlines aus Istanbul. Fünfmal Kontrollen, nicht wirklich gründlich. Ein Repräsentationsbau: dunkle Gänge, provisorische Schalter. Und das 13 Jahre nach den amerikanischen Bomben. Unser Gepäck kommt auf dem einzigen Band relativ schnell, schneller zumindest als oft in Frankfurt am Main. Doch meinem Begleiter, dem Fotografen Peter Müller, fehlen zwei...

Wo Frauen nichts wert sind von Maria von Welser. Copyright: Verlag Ludwig

Das Buch ist 2014 im Verlag Ludwig erschienen und für 19,99 Euro erhältlich.

320 Seiten l ISBN: 978-3-453-28060-1

Leseprobe

Ankunft in Kabul. Nach viereinhalb Stunden Direktflug mit Turkish Airlines aus Istanbul. Fünfmal Kontrollen, nicht wirklich gründlich. Ein Repräsentationsbau: dunkle Gänge, provisorische Schalter. Und das 13 Jahre nach den amerikanischen Bomben. Unser Gepäck kommt auf dem einzigen Band relativ schnell, schneller zumindest als oft in Frankfurt am Main. Doch meinem Begleiter, dem Fotografen Peter Müller, fehlen zwei Passbilder, die er für einen weiteren Antrag zusätzlich zu den bisher schon zigfach ausgefüllten Anträgen nicht dabeihat. Davon wussten wir nichts. »Neue Regeln«, erklärt uns ein freundlicher Beamter. Mit zehn Dollar löst sich auch dieses kleine Problem: Wir sind durch. In der Ankunftshalle kaufe ich mir sofort eine Prepaid-Telefonkarte. Guter Tipp eines Kollegen. Und draußen steht ein lachender Muhammad Omar mit Bart, winkt und hievt unsere Koffer in seinen klapprigen Wagen. Muhammad hat schon oft Europäerinnen gefahren. Er ist die Empfehlung von Monika Hauser von Medica Afghanistan. Medica Afghanistan, das ist eine Frauenorganisation in Kabul und eine Tochterorganisation der Kölner Ärztin Monika Hauser von Medica Mondiale. Also eine vertraute Adresse. So fühlen wir uns sofort sicher bei und mit Muhammad.

Auf der Fahrt in die staubige, grau-beige Stadt Kabul kommt mir wieder alles in den Sinn, was ich schon 2001 im Fernsehen bei der Bombardierung Afghanistans berichtet habe: Auf der »Achse des Bösen« sollte nicht nur Osama Bin Laden getötet werden. Nein, klares politisches Ziel war auch immer, die Rechte der Frauen quasi »zurückzubomben «, also wiederherzustellen. Nach der unmenschlichen, frauenfeindlichen Herrschaft der Taliban.

Über das Buch

„Ein Buch, das die Augen öffnet, uns berührt, uns zornig macht und vor allem: Hoffnung verleiht.“

TERRE DES FEMMES (2014)

"Von Welser macht in ihrem Buch auf bedrückende Weise deutlich, inwiefern Gewalt, Tod, Vergewaltigung, Analphabetismus und Armut das Leben der Frauen in diesen drei Ländern ganz besonders prägen. Sie schildert unfassbar traurige Einzelschicksale, berichtet von berührenden, persönlichen Kontakten und zeigt auf, dass die systematische Missachtung von Frauen in diesen Ländern kein Zufall ist, sondern vielmehr das Ergebnis einer frauenverachtenden Männergesellschaft."

NRD.de (2014)

"Welser berichtet sachlich von Einzelschicksalen, kulturellen und politischen Hintergründen und Fakten. Sie zeigt Haltung, sieht nicht weg. Die vielsagenden wenn auch nur wenigen Fotos ihrer Reise ergänzen das geschriebene Wort. Maria von Welser schreibt nur das, was sie selbst gesehen, gehört und erfahren hat."

3sat.de (2014)

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