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Kein Schutz – nirgends. Frauen und Kinder auf der Flucht.

Inhaltsangabe des Verlags: Mehr als 50 Prozent aller Flüchtlinge weltweit sind Frauen – weshalb werden dann 70 Prozent der Asylanträge in Deutschland von Männern gestellt? Maria von Welser reist in die Krisenregionen dieser Welt und recherchiert vor Ort, warum die meisten Frauen buchstäblich auf der Strecke bleiben. Viele Frauen in den Flüchtlingslagern können nicht mehr weiter, aber auch nicht zurück. Weil sie sonst verhungern, vergewaltigt oder ermordet werden. Und wenn sie es doch übers Meer oder auf dem Landweg schaffen, sind sie schwerst traumatisiert – und oft schwanger. Denn Schleuser verlangen als Bezahlung häufig mehr als Geld. Doch auch in europäischen Auffanglagern und Flüchtlingsheimen ist die Lage nicht unbedingt besser: Auch hier kommt es zu sexuellen Übergriffen, und die Frauen wagen nicht, sich zu wehren. Sie haben Angst, abgeschoben zu werden. Ein eindringliches Buch über das verborgene Leid vor den Türen Europas und unser aller Augen.

„Kein Schutz – nirgends. Frauen und Kinder auf der Flucht“ von Maria von Welser ist im Juni 2016 beim randomhouse Verlag erschienen und kostet 17,99 Euro. 300 Seiten, Paperback, Klappenbroschur, ISBN: 978-3-453-28080-9

Der Verlag über die Autorin

Maria von Welser ist Fernsehjournalistin, Zeitungskommentatorin und erfolgreiche Buchautorin, die für ihre Arbeit vielfach ausgezeichnet wurde.

Leseprobe

"Oft ist es jedoch die dramatisch schlechte wirtschaftliche Lage ihrer Familie, die Flüchtlingsfrauen in die Prostitution zwingt. Das...

Cover 'Kein Schutz – nirgends. Frauen und Kinder auf der Flucht' von Maria von Welser. Copyright: randomhouse Verlag

„Kein Schutz – nirgends. Frauen und Kinder auf der Flucht“ von Maria von Welser ist im Juni 2016 beim randomhouse Verlag erschienen und kostet 17,99 Euro. 300 Seiten, Paperback, Klappenbroschur, ISBN: 978-3-453-28080-9

Der Verlag über die Autorin

Maria von Welser ist Fernsehjournalistin, Zeitungskommentatorin und erfolgreiche Buchautorin, die für ihre Arbeit vielfach ausgezeichnet wurde.

Leseprobe

"Oft ist es jedoch die dramatisch schlechte wirtschaftliche Lage ihrer Familie, die Flüchtlingsfrauen in die Prostitution zwingt. Das funktioniert in den Lagern genauso wie außerhalb in den Städten. Tatsache ist aber auch: Das kümmert weder die Regierungen der Gastländer noch die Gesellschaft. Da rührt keiner auch nur einen Finger. Dabei ist die Lebenssituation all der Mütter und ihrer Kinder menschenunwürdig. Warum die Vereinten Nationen es nicht schaffen, die Flüchtlinge besser zu versorgen, ist mir in dieser reichen Welt ein Rätsel. Damit sich keine Frau verkaufen muss und kein Vater seine Tochter gegen Dollar einem fremden Mann überlässt. Waren es 2015 noch überwiegend Männer, die als Flüchtlinge in Deutschland angekommen sind, wendet sich das Blatt in den ersten Monaten des Jahres 2016. Da kommen sie, die Frauen und Kinder. Auch vor dem Hintergrund, dass mit der Verabschiedung des deutschen Asylpakets II Anfang des Jahres die Gefahr droht, dass ein Mann seine Familie nicht mehr nachholen darf. 55 Prozent der allein im Januar über Griechenland eingereisten Migranten waren Frauen und Minderjährige, berichtet der UNHCR. Noch dramatischer: 36 Prozent der Flüchtlinge, die die gefährliche Fahrt auf Gummibooten von der Türkei nach Griechenland auf sich nehmen, sind Kinder."

Empfehlenswert

Angefangen hatte es mit zwei Fragen: Warum sind die flüchtenden Frauen und Kinder ohne Schutz? Und: Wo sind all ihre Männer, ihre Väter, ihre Brüder? Um diese Fragen zu beantworten, reiste die Journalistin Maria von Welser in den Libanon, nach Jordanien, in die Türkei und auf die Insel Lesbos. In der Türkei traf sie eine Mitarbeiterin der Frauenhilfsorganisation „The Association of Legal Aid Against Sexual Violence“. medica mondiale unterstützt die Arbeit der Aktivistinnen im Süden der Türkei und hatte den Kontakt für die Autorin hergestellt. Von Welser sprach mit vielen Frauen, deren Männer in Syrien kämpfen, vermisst, tot oder schon geflohen sind. Meistens sind es engagierte Frauen vor Ort, die mit bemerkenswerter Kraft den Geflüchteten Unterstützung anbieten. Von Welser erfuhr viel über die Gewalt und das Leid, das die Frauen und Kinder vor und während der Flucht erfahren. Sie beschreibt ihre prekäre, ungeschützte Lage in den hiesigen Auffanglagern und Unterkünften. Dieses Buch nimmt die Zufluchtsuchenden und ihre menschenunwürdige Situation ernst. Unterfüttert mit Zahlen und Fakten, schildert von Welser persönliche Eindrücke von der Not, der sie auf ihrer Reise begegnet ist. Sie plädiert eindringlich dafür, dass Europa die syrischen Nachbarländer unterstützt und wir Deutschen solidarische Mitmenschlichkeit nicht von populistischer Angstmacherei vertreiben lassen sollten.

medica mondiale, Oktober 2016

Über das Buch

„Maria von Welser hat von ihren Reisen nicht nur viele Geschichten mitgebracht, die an die Nieren gehen. Sie stellt auch Fragen. Zum Beispiel, warum sich die reichen arabischen Ölländer vornehm zurückhalten und die Aufnahme auch nur eines kleinen Flüchtlingskontingents verweigern. Sie fragt auch, warum viele Europäer und Deutsche die Lage in den Hauptfluchtländern bisher ausblenden; sogar solche, die sich aktiv um die angekommenen Flüchtlinge kümmern.“

abendblatt.de, Juli 2016

„Eindringlich und erschütternd gibt Maria von Welser den vielen Frauen und Kindern, die in Flüchtlingslagern festsitzen, eine Stimme, schildert die Zustände und berichtet von völlig erschöpften Asylsuchenden.“

echo-rosenheim.de, Juli 2016

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