Tagtäglich werden Frauen und Mädchen weltweit in Kriegen und Konflikten vergewaltigt, gefoltert, verschleppt und versklavt. Unter dem Titel »Kein Krieg auf meinem Körper.« startet medica mondiale zum 25. Jubiläum eine Kampagne, um auf diese Menschenrechtsverletzungen aufmerksam zu machen und aufzuzeigen, wie Frauen in Kriegsgebieten geschützt werden können.

Wir informieren zu den Ursachen und Folgen sexualisierter Gewalt und rufen zur Unterstützung auf. Denn nur gemeinsam können wir die Gewalt beenden und gerechtere Strukturen schaffen.

Für Frauen, gegen Gewalt: gesellschaftliche und politische Veränderungen

Seit 25 Jahren stehen die Überlebenden sexualisierter Kriegsgewalt und ihre Bedürfnisse im Mittelpunkt unserer Arbeit. Dem Grauen des Krieges wollen wir Sicherheit und Solidarität entgegensetzen. Gemeinsam mit Frauenorganisationen vor Ort helfen wir Betroffenen durch medizinische, psychosoziale und rechtliche Unterstützung zurück ins Leben. Doch um die Gewalt zu überwinden, braucht es gesellschaftliche und politische Veränderungen. Von den politisch Verantwortlichen fordern wir, Frauen und Mädchen im Krieg vor Gewalt zu schützen und an Friedensprozessen zu beteiligen.

Unsere Botschaften und Forderungen

Durch Kampagnen, Advocacy- oder Öffentlichkeitsarbeit machen wir darauf aufmerksam, dass Frauen das Recht auf ein Leben in Würde und Gerechtigkeit haben. Copyright: Beate Kriechel/medica mondiale

1. Vergewaltigung ist eine Menschenrechtsverletzung.

Frauen und Mädchen haben das Recht auf ein Leben ohne Gewalt, auf ein Leben in Würde und Gerechtigkeit.

Wir unterstützen Überlebende sexualisierter Gewalt und setzen uns dafür ein, dass sie Gerechtigkeit erfahren. Copyright: Rendel Freude

2. Frauen sind nicht schuld an ihrer Vergewaltigung – niemals.

Vergewaltigte Frauen haben ein Recht darauf, dass das erlittene Unrecht anerkannt wird. Gesellschaft und Politik müssen Verantwortung übernehmen und Unterstützung leisten.

Unsere Partnerorganisationen weltweit fordern Gerechtigkeit für Überlebende und eine konsequente Verfolgung der Täter, wie hier bei einer Demonstration des Afghan Women Networks in Afghanistan. Copyright: Medica Afghanistan

3. Überlebende sexualisierter Gewalt fordern Gerechtigkeit.

Wir fordern eine konsequente Strafverfolgung der Täter. Kriegsverbrecherprozesse, Gerichts- und Asylverfahren müssen traumasensibel gestaltet werden. Geflüchtete Frauen brauchen kompetente Unterstützung, sichere Unterkünfte und Perspektiven.

Frauen sollten an der Gestaltung des Friedens immer beteiligt sein. Wie hier beim Global Peacebuilder's Summit, bei dem sich FriedensaktivistInnen aus aller Welt gemeinsam über nachhaltigen Frieden austauschen. Copyright: Eric Vazzoler/zeitenspiegel

4. Frieden gibt es nur mit Frauen.

Die politisch Verantwortlichen sind gefordert, Frauen effektiver vor sexualisierter Kriegsgewalt zu schützen. Frauen müssen an Friedensverhandlungen beteiligt sein und die Zukunft ihrer Länder mitgestalten können.

Bei medica mondiale steht gezielt der Austausch und die Zusammenarbeit zwischen Frauenprojekten aus verschiedenen Regionen weltweit im Mittelpunkt. Copyright: Luca Hauser/medica mondiale

5. Miteinander für eine Welt ohne Gewalt.

Nur gemeinsam lassen sich sexualisierte Gewalt und Diskriminierung beenden und Geschlechtergerechtigkeit verwirklichen.

Solidarität zeigen & mitmachen

Bei Aktionen und Veranstaltungen laden wir Frauen und Männer ein, sich wie viele prominente FürsprecherInnen unseren Forderungen anzuschließen. Machen auch Sie mit und teilen Sie unsere Botschaften.

Damit Frauen und Mädchen weltweit frei von Gewalt in Würde und Gerechtigkeit leben können.

Weitere Informationen ab sofort unter www.kein-krieg-auf-meinem-körper.de