17. Februar 2010

Medica Tirana: Die Entstehung von Medica Tirana

1999 – mitten im Kosovakrieg – entstand mit Unterstützung von medica mondiale in Albaniens Hauptstadt Tirana ein kleines Frauentherapie- und Beratungszentrum. Anlass waren die vielen kosovarischen Flüchtlinge, die damals vor dem serbischen Militär über die Berge ins albanische Nachbarland geflohen waren. Im größten Flüchtlingslager baute medica mondiale ein Zelt auf, in dem Frauen Medikamente und Nahrung für ihre Kinder erhielten. Für die psychosoziale Betreuung der mehrheitlich albanischstämmigen Flüchtlingsfrauen aus Kosova wurden albanische Fachfrauen eingesetzt.

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27. Januar 2010

Afghanistan-Konferenz: Frauenrechte sind nicht verhandelbar

Zum Auftakt der morgigen Afghanistan-Konferenz in London fordert medica mondiale die Bundesregierung dazu auf, bei der diskutierten Einbindung der Taliban in den Friedensprozess die in der Verfassung garantierten Menschenrechte zu schützen. Bei dem Versuch der Befriedung des Landes und einer geänderten internationalen Strategie dürften insbesondere die Rechte von Frauen keinesfalls zur Verhandlungsmasse erklärt werden.

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13. Januar 2010

Afghanistan: Offener Brief an die Bundesregierung

Im Vorfeld der internationalen Konferenz zu Afghanistan am 28. Januar 2010 in London hat medica mondiale gemeinsam mit Amnesty International Deutschland und Human Rights Watch der deutschen Bundesregierung in einem öffentlichen Brief konkrete Empfehlungen und Forderungen unterbreitet, um die Menschenrechtslage in Afghanistan langfristig zu verbessern. Entschieden stärker als bisher müsse sie sich für den Auf- und Ausbau von staatlichen Strukturen und Diensten im Bereich Gemeinwesen, Justiz und Gesundheit sowie für die Stärkung rechtsstaatlichen Handelns und die Beendigung der Straflosigkeit einsetzen.

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11. Dezember 2009

Monika Hauser zu Gast bei „klug und mutig!“

Vor rund 300 Gästen sprach Monika Hauser am Mittwoch, den 9. Dezember 2009, im Hamburger KörberForum über ihren unermüdlichen Einsatz für Frauen und Mädchen, die in Krisenregionen sexualisierte Gewalt erfahren haben. In der Gesprächsreihe „klug und mutig!“ befragte die Fernsehjournalistin Maria von Welser die Gründerin von medica mondiale, woher sie die Kraft und die Motivation für ihre Arbeit nimmt, welche politischen Ziele sie mit ihrem Verein verfolgt und was Menschen von Deutschland aus tun können, um die Situation in den Konfliktregionen zu verbessern.

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24. November 2009

medica mondiale fordert Ende der Straflosigkeit und Schutz vor Vergewaltigung!

Pressemitteilung: Anlässlich des Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen am 25. November fordert die Frauenrechts- und Hilfsorganisation medica mondiale die Bundesregierung zu einem verstärkten Engagement bei der Umsetzung der UN-Resolution 1820 auf. Neben der Verhinderung von Straflosigkeit bei Vergewaltigungen in Kriegs- und Krisengebieten muss sich die Politik vor allem für die Prävention von Gewalttaten gegenüber Frauen einsetzen.

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18. November 2009

Ruandischer Milizführer endlich verhaftet

medica mondiale begrüßt die Verhaftung des Hutu-Milizführers Ignace Murwanashyaka am Dienstag, den 17. November, durch Fahnder des Bundeskriminalamtes in Karlsruhe. Dem Präsidenten der bewaffneten ruandischen Hutu-Exilbewegung FDLR wird vorgeworfen, jahrelang von Baden-Württemberg aus Gewalttaten an Zivilisten im Ostkongo befehligt zu haben – auch Hunderte Frauen und Kinder sind unter diesen Befehlen vergewaltigt und ermordet worden. „Deutschland hat im Grunde über Jahre hinweg Kommandanten und einfachen Soldaten einen Freibrief für Vergewaltigungen und andere Verbrechen ausgestellt und mit der Ignoranz gegenüber Ignace Murwanashyaka die Taten in der Demokratischen Republik Kongo akzeptabel gemacht.“

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