12. Mai 2010

Nordirak: Unterstützung des NAWA Frauenzentrums

Projektförderung in Suleymaniah, Nordirak: Frauen und Mädchen im kurdisch geprägten Norden des Irak sind vielen Formen von Gewalt und gesellschaftlichen Unterdrückungsmustern ausgesetzt: Beschneidungen, sexualisierte Gewalt und Folter sind weit verbreitet. Verweigert eine junge Kurdin die arrangierte Zwangsverheiratung oder geht voreheliche Beziehungen ein, droht ihr nach wie vor die so genannte Ehrentötung durch die eigene Familie. Die Angst vor dem Ehrenmord treibt viele junge Frauen in den Suizid.

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24. April 2010

ECAP in Guatemala: Fortbildung von psychosozialen Beraterinnen

Projektförderung in Guatmala-Stadt, Guatemala: 2009 hat medica mondiale die guatemaltekische Frauenorganisation ECAP (Equipo de Estudios Comunitarios y Acción Psicosocial) unterstützt. ECAP setzt sich für die Überlebenden sexualisierter Gewalt während des Bürgerkrieges in Guatemala (1960 bis 1996) ein, bei dem etwa 200.000 Menschen ermordet wurden. Sexualisierte Gewalt war Bestandteil der Angriffe gegen die Zivilbevölkerung. Angehörige der staatlichen Sicherheitskräfte und Paramilitärs, verantwortlich für mehr als 90 Prozent der Gewaltakte, vergewaltigten Frauen und Mädchen systematisch. Während weitgehend Straflosigkeit für die Täter herrscht, leiden viele Frauen bis heute unter den traumatischen Erlebnissen.

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02. April 2010

SEVOTA in Ruanda: Forum der Hoffnung

Schätzungsweise 250.000 Frauen und Mädchen wurden während des Völkermordes 1994 in Ruanda vergewaltigt, verstümmelt, viele von ihnen getötet. Etliche brachten Kinder ihrer Vergewaltiger zur Welt – sie kämpfen daher nicht nur mit den Folgen von Gewalt, Krieg und Zerstörung, sondern auch mit Gefühlen von Schuld und Ablehnung gegenüber ihren ungewollten Töchtern und Söhnen.

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23. März 2010

Medica Kosova: Unterstützung für Minderheiten

Frauen, die einer ethnischen Minderheit angehören, haben es in Kosovo doppelt schwer. Roma, Sinti oder Askahli sind fast überall im Land Gewalt und Diskriminierung ausgesetzt. Die meisten dieser Frauen leben zudem in bitterer Armut und unter schwierigen sozialen Bedingungen. In ihren Siedlungen herrscht oftmals ein Klima der Gewalt, von dem Frauen besonders hart betroffen sind. Während des Krieges gab es regelrechte Pogrome gegenüber den ethnischen Minderheiten, in deren Verlauf etliche Familien ihre Dörfer verlassen und fliehen mussten. Zwar stehen Angehörige ethnischer Minderheiten heutzutage offiziell unter dem Schutz der Vereinten Nationen – die Realität zwingt sie jedoch weiterhin an den Rand der Gesellschaft. Seit Ende des Krieges unterstützt Medica Kosova Minderheiten-Frauen in Kosovo mit medizinischer und psychosozialer Beratung.

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19. März 2010

AID in Dr Kongo: Psychosoziale und ökonomische Stärkung von Frauen

Projektförderung in Süd-Kivu, Demokratische Republik Kongo: In der Provinz Süd-Kivu unterstützt die Frauenorganisation AID (Appui aux Initiatives de Développement) Frauen und Mädchen, die vergewaltigt wurden oder andere sexualisierte Gewalt erlebt haben. AID verbindet psychosoziale Betreuung mit Einkommen schaffende Maßnahmen und der Aufklärung der Frauen über ihre Rechte.

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19. März 2010

COPERMA in DR Kongo: Berufskurse und psychosoziale Betreuung für Mädchen und Frauen

Projektförderung in Nord-Kivu, Demokratische Republik Kongo: In der Provinz Nord-Kivu hat die Frauenorganisation COPERMA (Communauté des Planteurs et Eleveurs de la Région Maraîchère) Ausbildungszentren aufgebaut. Das Ziel: den Menschen ein besseres Auskommen zu verschaffen. Als die Zahl der Kriegsvergewaltigungen in Nord-Kivu nach 1993 immer weiter anstieg, begann die Organisation, sich verstärkt auch für die Opfer sexualisierter Gewalt einzusetzen. Inzwischen betreibt COPERMA rund zehn Zentren mit insgesamt 193 MitarbeiterInnen, in denen sowohl Überlebende sexualisierter Gewalt als auch Kriegswaisen eine Bleibe finden, psychosozial betreut werden und an Ausbildungskursen teilnehmen können.

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