24. April 2011

Medica Kosova: Gynäkologische Versorgung mit psychosomatischer Orientierung

Im Kosovo sind Frauen, die sexuelle Gewalt und Übergriffe erlebt haben, häufig auf sich allein gestellt. Viele gehen nicht zum Arzt aus Scham und Angst vor unsensiblen Behandlungsmethoden. Unter den gesundheitlichen Folgen der traumatischen Gewalterfahrungen leiden die Frauen oft noch jahrelang. Viele haben anhaltende gynäkologische und psychosomatische Beschwerden wie chronische Unterleibsschmerzen, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr, Inkontinenz und problematische Schwangerschaftsverläufe. Bei nicht wenigen Frauen wird Brust- oder Gebärmutterkrebs diagnostiziert. Die gesellschaftliche Tabuisierung, die die Frauen dazu zwingt, ihre Erfahrungen zu verbergen, begünstigt die Entwicklung dieser Symptome.

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11. April 2011

Medica Afghanistan: Menschenrechte - auch für Frauen!

Gewalt in der Familie, Zwangsverheiratung, Vergewaltigung oder Ehrenmorde sind schwerwiegende Menschenrechtsverletzungen, denen Mädchen und Frauen in Afghanistan tagtäglich ausgesetzt sind. Für viele afghanische Frauen und Mädchen ist diese Gewalt unerträglich. Manche von ihnen sehen sie nur noch einen Ausweg: sich das Leben zu nehmen.

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06. April 2011

„Irgendwann, wenn ich stark genug bin" Leben mit dem Kind des Vergewaltigers

Am 6. April jährte sich zum 17. Mal in Ruanda der Beginn des Völkermordes im Jahr 1994. Jedes Mal bricht an diesem Tag viel Schmerz der Opfer auf, vor allem für die vielen Frauen, die in dem nur 100 Tage anhaltenden Krieg vergewaltigt und verstümmelt wurden. Natalie S.* ist eine der Frauen in Ruanda, die Kinder der Völkermörder geboren haben – zwischen 5.000 und 20.000 dieser Mütter gibt es, doch genaue Zahlen sind nicht bekannt. Als eine der ersten hat sie das „Frauenforum“ besucht, ein solidarisches Netzwerk für hilfesuchende Mütter und Kinder in ganz Ruanda, das medica mondiale seit 2008 unterstützt. Bei einem Besuch vor Ort hat sie medica mondiale ihre Geschichte erzählt.

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31. März 2011

„Nicht aufhören anzufangen“ – Lesung aus der Biografie über Monika Hauser im Oberlandesgericht Köln

„Wer an diesem Tag in Zenica sein Radio einschaltet, bekommt eine brisante Neuigkeit zu hören: In dem Anliegen, Frauen und Mädchen, die Opfer von Kriegsvergewaltigungen in Bosnien-Herzegowina geworden sind, medizinische und psychologische Unterstützung zu geben, teilen wir mit, dass diese Frauen in der Institution Medica Zenica aufgenommen werden.“ Mit einem Auszug aus dem Kapitel „An diesem Tag fiel der Strom aus“, beginnt die Schauspielerin Heidrun Grote mit einer Lesung aus der Biografie „Monika Hauser – Nicht aufhören anzufangen“ der Journalistin Chantal Louis.

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19. März 2011

Medica Kosova: Das Schweigen brechen - psychosoziale Beratung

Viele Kosovarinnen haben während des Krieges Vergewaltigungen und andere Formen sexualisierter Gewalt erlebt. Aus Angst vor Stigmatisierung und Ausgrenzung schweigen viele Frauen jedoch über das, was ihnen angetan wurde. Denn in der stark patriarchalischen Gesellschaft des Kosovos sind Kriegsvergewaltigungen Tabu. Allgemein gilt, dass eine vergewaltigte Frau die Familienehre beschmutzt. Statt Unterstützung von ihrer Familie zu erhalten, werden die betroffenen Frauen zusehends isoliert. Das jahrelange Schweigen belastet die Frauen zusätzlich und verstärkt ihre Trauma-Symptome.

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17. März 2011

3.000 Euro für medica mondiale – Mirjam Müntefering siegt im „NRW-Duell“

medica mondiale „spielend“ unterstützen – wie das geht, hat nun auch Mirjam Müntefering im WDR Fernsehen gezeigt. Beim „NRW Duell“ am 16. März traf die Buchautorin auf ihre KollegInnen Hatice Akyün, Käthe Lachmann und Michel Birbök. Moderator Bernd Stelter präsentierte Mirjam Müntefering am Ende als strahlende Siegerin. Die Gewinnsumme von 3.000 Euro will sie an medica mondiale spenden und damit ihr langjähriges Engagement für die Kölner Frauenorganisation fortsetzen. Dafür ein ganz herzliches Dankeschön – auch im Namen der Frauen und Mädchen, für die sich medica mondiale stark macht.

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