15. Juli 2011

Politische Aktionen 2010 gegen Gewalt an Frauen

Exzessive Gewalt, Straffreiheit und Rechtlosigkeit gehören zur Lebensrealität der Frauen im Kongo. Frauenorganisationen vor Ort kämpfen seit Jahrzehnten gegen die vorherrschende Gewalt. Unter diesen schwierigen Bedingungen ist die Zusammenarbeit zwischen unterschiedlichen Frauenorganisationen sehr wichtig. Das betrifft den Austausch in der DR Kongo, zwischen afrikanischen Ländern und auf internationaler Ebene. Wie eng lokale, nationale und internationale Friedensarbeit verbunden sind, verdeutlicht das von medica mondiale entwickelte Konzept, die Friedens- und Frauenrechtsaktivistinnen innerhalb ihrer Länder, auf dem afrikanischen Kontinent und international stärker zu vernetzen.

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06. April 2011

„Irgendwann, wenn ich stark genug bin" Leben mit dem Kind des Vergewaltigers

Am 6. April jährte sich zum 17. Mal in Ruanda der Beginn des Völkermordes im Jahr 1994. Jedes Mal bricht an diesem Tag viel Schmerz der Opfer auf, vor allem für die vielen Frauen, die in dem nur 100 Tage anhaltenden Krieg vergewaltigt und verstümmelt wurden. Natalie S.* ist eine der Frauen in Ruanda, die Kinder der Völkermörder geboren haben – zwischen 5.000 und 20.000 dieser Mütter gibt es, doch genaue Zahlen sind nicht bekannt. Als eine der ersten hat sie das „Frauenforum“ besucht, ein solidarisches Netzwerk für hilfesuchende Mütter und Kinder in ganz Ruanda, das medica mondiale seit 2008 unterstützt. Bei einem Besuch vor Ort hat sie medica mondiale ihre Geschichte erzählt.

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25. Januar 2011

FEPADE in DR Kongo: Fortbildung von psychosozialen Helferinnen

Projektförderung im Osten der Demokratischen Republik Kongo, Süd-Kivu: In Kazimia, einer Gemeinde in der Provinz Süd-Kivu, hat medica mondiale 2009 und 2010 ein Projekt der kongolesischen Frauenorganisation FEPADE (Fédération des Femmes pour la Paix et le Développement) gefördert. FEPADE setzt sich für die Selbstbestimmung und die Rechte kongolesischer Frauen ein, unterstützt lokale Fraueninitiativen und fördert ihre Teilhabe an gesellschaftlichen Entscheidungen. Die Organisation betreut insbesondere Frauen und Mädchen, die sexualisierte Gewalt erlebt haben, dokumentiert die Menschenrechtsverletzungen an den Frauen und klärt in Informationsveranstaltungen die Öffentlichkeit über die Rechte von Frauen und Kindern auf.

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16. Juli 2010

Aktivistinnen bringen sich in afghanischen Friedensprozess ein

In einer gemeinsamen Presseerklärung im Nachgang zur Friedens-Dschirga im Juni in Kabul haben sich afghanische Frauenrechtsaktivistinnen kritisch zu deren Ausgang geäußert. Die VertreterInnen von zehn Nichtregierungs-Organisationen begrüßten in ihrer Erklärung die aktive Teilnahme von Frauen an der nationalen Friedensversammlung. Gleichzeitig sprachen sie sich vehement gegen jede Form von Friedensverhandlung aus, die die Errungenschaften der letzten zehn Jahre auf dem Gebiet der Frauenrechte in Afghanistan gefährden könnten.

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07. Juni 2010

medica mondiale entsetzt über Mord an kongolesischem Menschenrechtsaktivisten

Am 2. Juni wurde der kongolesische Menschenrechtler Floribert Chebeya Bahizire tot und mit gefesselten Händen in einem Auto in der Hauptstadt Kinshasa aufgefunden. Der Leiter der Organisation La Voix des Sans-Voix (Stimme der Stimmlosen) hatte in der Vergangenheit mehrfach mit Immaculée Birhaheka zusammengearbeitet, der Leiterin von PAIF, kongolesische Partnerorganisation von medica mondiale. „Ich bin schockiert über den Mord an Chebeya und hoffe sehr, dass eine unabhängige Untersuchung die Täter ermittelt“, erklärte Birhaheka.

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03. Juni 2010

WEWPA in Uganda: Studie zu Menschenrechtsverletzungen an Frauen

Projektförderung in der Teso-Region: Seit 2001 setzt sich die ugandische Frauenrechtsorganisation Teso Women Peace Activists (TEWPA) für Frieden in der Teso-Region im Nordosten des Landes und für die Unterstützung von Überlebenden sexualisierter Kriegsgewalt ein. In der Provinzhauptstadt Soroti und Umgebung klären die Frauenrechtsaktivistinnen über Menschen- und Frauenrechte auf, organisieren Ausbildungsprogramme für traumatisierte Frauen und machen sich gemeinsam mit ihnen für die Durchsetzung ihrer Rechte stark. Mit der Dokumentation und Veröffentlichung von Menschenrechtsverletzungen an Frauen und Mädchen leistet TEWPA einen wichtigen Beitrag zur gesellschaftlichen Aufklärung über die in Uganda ausgeprägte sexualisierte Gewalt gegen Frauen.

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