Nordirak: Spenden für Frauen in Kurdistan

Ihre Spende für ein Haus, das Hoffnung schenkt
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Frauenrechte im Nordirak: Unabhängigkeit und Selbstbestimmung für Frauen in Kurdistan

Im Frühjahr hat unsere Partnerorganisation EMMA in Shekhan, einem Ort im Nordirak, ihr fünftes Frauenzentrum eröffnet. Obwohl das Haus heruntergekommen ist und viele Räume noch renovierungsbedürftig sind, vibriert das ganze Haus vor Leben: Hier finden bereits Näh- und Alphabetisierungskurse statt. Psychosoziale und rechtliche Beratung runden das Angebot ab. Für die Kinder gibt es während der Kurse eine Kinderbetreuung, damit die Mütter ungestört lernen können. Davon, dass das Haus in der Gemeinde gut angenommen wird, konnten Monika Hauser und ihr Team sich bei einer Projektreiseselbst überzeugen. Neben der Teilnahme an einer Konferenz unserer Partnerorganisation EMMA war der Besuch in Shekhan der beeindruckendste Programmpunkt:  

Ihre Spende für Frauenrechte im Irak

Monika Hauser berichtet: So stärkt Ihre Spende die Frauen im Nordirak

Mit EMMA unterstützen wir seit Ende 2018 eine der wenigen feministischen Organisationen im Irak. Projekte wie das Frauenzentrum helfen, den Teufelskreis jahrzehntelanger Gewalt im Irak zu durchbrechen: Helfen Sie mit Ihrer Spende!
Im Frühjahr stand eine ganz besondere Reise für Monika Hauser und einige Mitarbeiterinnen von medica mondiale an.

Monika Hauser schildert ihre Eindrücke im Video:

 

Video: Monika Hauser setzt sich bei ihrer Nordirakreise für Kinder aus Kriegsvergewaltigungen ein Video anschauen

63 EURO ermöglichen zehn Frauen die Teilnahme an einem Näh- oder Alphabetisierungskurs. 

90 EURO für Baumaterial tragen dazu bei, dass die Frauen das Zentrum selbst renovieren und so zu ihrem Zuhause machen können.

124 EURO benötigen wir, um eine psychosoziale Beraterin auszubilden.

200 EURO kostet es, fünf Frauen in einem Flüchtlingslager psychosoziale und juristisch zu beraten.

Ein Zufluchtsort für Geflüchtete und Einheimische

Um das Miteinander von Vertriebenen und Einheimischen zu fördern, stehen die Kurse im Gemeindezentrum auch Frauen aus dem Ort offen. Auch von Ihnen wird das Angebot sehr gut angenommen. Seitdem es EMMAs Zentrum gibt, weht ein anderer Geist durch den ganzen Ort. Im Rahmen der Kurse wird nicht nur gelernt, auch Themen, die die Frauen bewegen, kommen regelmäßig zur Sprache: Gewalt in der Familie, Unterdrückung, Zwangsverheiratung. Um den Frauen auch in diesen Belangen zur Seite zu stehen, beschäftigt das Zentrum auch eine Rechtsanwältin und psychosoziale Beraterinnen. 

Mobile Teams in den Flüchtlingslagern in Kurdistan

Um die Frauen in den Lagern für die Geflüchteten von einem Besuch im Zentrum zu überzeugen, besuchen Mitarbeiterinnen von EMMA die Lager wöchentlich. Als „Mobiles Team“ gehen die Frauen von Zelt zu Zelt, von Wohncontainer zu Wohncontainer und kommen mit den Frauen ins Gespräch:

Viele Überlebende sexualisierter Gewalt

Viele Frauen haben sexualisierte Gewalt überlebt,sind traumatisiert oder leiden an Depressionen.Das Leben im Camp ist trostlos, sie haben wenig Hoffnung. Außerdem ist ihr Umfeld durch die Enge und Perspektivlosigkeit von Gewalt geprägt. Sie haben ständige Angst von Übergriffen. Um den Frauen den Zugang zu Beratung und Bildung zu erleichtern, organisiert EMMA den Transport der geflüchteten Frauen aus dem Flüchtlingslager und zurück. Erst dadurch trauen sich viele der Frauen überhaupt, selbst einen Fuß vor die Türen der Lager zu setzen. Am Anfang war es schwierig, die Frauen von einem Besuch im Zentrum zu überzeugen. Doch jetzt nehmen die Frauen das Angebot dankbar an. Die Wartelisten für neue Kurse werden immer länger, auch Englischkurse sind in Planung.

Ihre Spende für das Frauenzentrum

Das Frauenzentrum von EMMA ist noch renovierungsbedürftig. Außerdem soll das Kursangebot ausgeweitet werden. Mehr Handarbeits- und Alphabetisierungskurse stehen auf der Wunschliste genauso wie Englischkurse und Kunsttherapie. 

Spenden Sie jetzt für Frauen im Nordirak!

Irak und Kurdistan: die Krise dauert an

Die instabile politische Situation im Irak sowie die Angst vor erneuten Angriffen der Terrormiliz „Islamischer Staat“ führen im Irak zu Unsicherheit und erhöhter Gewaltbereitschaft. Viele Frauen, besonders in Flüchtlingslagern, berichten von Angst vor Übergriffen und Belästigungen. Die Militärpräsenz im Land ist weiterhin hoch, die Eskalation der Golfkrise zwischen Iran und den USA sorgt für zusätzliche Anspannung. 

Shekhan: arm und ohne Perspektive

Shekhan, in dem das Frauenzentrum von EMMA steht, ist ein Distrikt im Nordwesten des Irak. Auf der Flucht vor dem Terror des IS im Sindschar-Gebirge strömten 2014 rund 100.000 Jesidinnen und Jesiden in die Gegend. 

Heute leben sie in 25 Flüchtlingslagern – ein großes direkt vor dem Türen der Ortschaft Shekhan. Die JesidInnen sind dort isoliert, viele von ihnen traumatisiert und ohne Chance, in dem verarmten Distrikt Arbeit zu finden. Auch die Bevölkerung von Shekhan hat wie viele der Jesidinnen und Jesiden einen niedrigen Bildungsstand. Gerade viele Frauen können weder lesen noch schreiben. 

Ihre Spende kommt an!

Wir verpflichten uns den Anforderungen der Initiative Transparente Zivilgesellschaft und dem VENRO-Kodex (Verband Entwicklungspolitik Deutscher Nichtregierungsorganisationen). Im Rahmen der Initiative Transparente Zivilgesellschaft legt medica mondiale zentrale Zahlen und Fakten offen. In unseren Spenden-FAQ finden Sie außerdem einen Überblick über häufig gestellte Fragen rund um das Thema Spenden an medica mondiale. Dort erfahren Sie beispielsweise, wie Sie Ihre Spende an uns von der Steuer absetzen können, da wir als gemeinnützig anerkannt sind.


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