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Frauenrechte in Afghanistan: 20 Jahre Fortschritt stehen auf dem Spiel

Wir alle haben es verfolgt - entsetzt, wütend, sprachlos: Afghanistan wurde in wenigen Tagen zu einem anderen Land. Der übereilte Abzug der NATO-Truppen hinterließ ein Machtvakuum, das die Taliban ausnutzten, um binnen weniger Tage das Land zu erobern. Die Situation für Frauen und Mädchen im Land ist besonders dramatisch, 20 Jahre Engagement für Frauenrechte stehen auf dem Spiel.

Die Lage unserer Partnerinnen in Afghanistan

Auch für unsere Partner:innen in Afghanistan ist die Lage prekär: Die Frauenrechtsaktivist:innen sind aufgrund ihres Engagements stark gefährdet. Viele Aktivist:innen konnten in letzter Sekunde aus den Provinzen nach Kabul fliehen. So auch 90 unserer Kolleg:innen mit 300 ihrer engsten Familienmitglieder, die aus Herat und Mazar-i-Sharif nach Kabul gekommen sind. Sie berichten von Todesfällen in ihren Familien und fühlen sich in ihrem Leben bedroht.

Frauenrechtsarbeit in Afghanistan: So kann es weiter gehen

Unsere regulären Projekte in Afghanistan mussten wir aufgrund der Sicherheitslage einstellen. Wir können jetzt noch nicht sagen, wie wir unsere Arbeit mit und für Frauen in Afghanistan fortsetzen werden. Aber wir sind sicher, dass unser Einsatz weitergehen wird! Wir unterstützen in diesen Tagen unsere Partner:innen mit aller Kraft und werden dies auch weiterhin tun.

Sei es in Afghanistan, einem Nachbarland oder Deutschland. Politisch, aktivistisch und natürlich zunächst mit direkter Hilfe für Lebensmittel, Kleidung und medizinischer oder psychosozialer Versorgung. Im Moment benötigen wir finanzielle Unterstützung zum Beispiel auch für Sicherheitsmaßnahmen und -personal, sichere Zufluchtsorte und sichere Technik zur Kommunikation.

Ihre Spende für Frauenrechte in Afghanistan

Deswegen bitten wir um Ihre Spende in dieser unsicheren Situation. Ihre Spende ermöglicht es uns, alles Menschenmögliche zu tun, um die Frauen in Afghanistan weiterhin zu unterstützen. Gerade jetzt ist es für uns und unsere Kolleg:innen in Afghanistan besonders tröstlich und ermutigend zu wissen, dass viele Menschen an unserer Seite sind.

Frauen und Mädchen in Afghanistan: Engagement dringend notwendig

Schon vor der Machtübernahme durch die Taliban waren Beleidigungen und Bedrohungen für die Aktivist:innen unserer Partnerorganisation an der Tagesordnung. Von ihrem Engagement haben sie sich trotzdem nicht abhalten lassen. Die folgenden Zahlen und Fakten belegen anschaulich, warum der Einsatz unserer Partnerinnen so wichtig war - und warum Frauen und Mädchen in Afghanistan auch in Zukunft nicht im Stich gelassen werden dürfen.

  • Zwangsehen: Mindestens eins von drei Mädchen wird zwangsverheiratet, bevor es 18 Jahre alt ist. Oft sind die Ehemänner deutlich älter. Durch die frühe Verheiratung wird den meisten Mädchen von vorne herein die Chance auf ein selbstbestimmtes, gewaltfreies Leben verwehrt. 
  • Mütter- und Kindersterblichkeit: 20 % aller verheirateten Mädchen und Frauen werden vor dem 18. Lebensjahr Mutter. Die Sterblichkeitsrate von Müttern und Kindern ist in Afghanistan aufgrund schlechter medizinischer Versorgung, Mangelernährung und dem jungen Alter der Gebärenden sehr hoch.
  • Rechtliche Benachteiligung: Gesetze zur Gleichstellung von Frauen werden nicht eingehalten. Überlebende sexualisierter Gewalt werden häufig zu Täterinnen gemacht und juristisch verfolgt. Auch familiäre Gewalt bis hin zu "Ehrenmorden" sind eine Bedrohung für Vergewaltigungsopfer. Die allgegenwärtige fortgesetzte Gewalt an zwangs- und frühverheirateten Frauen wird kaum erfasst.
  • Geringe Alphabetisierung: Während noch knapp 60 Prozent der 10-jährigen Mädchen die Grundschule besuchen, sind es unter den 15-Jährigen nur noch etwas mehr als 30 Prozent. Nach ihrer Verheiratung dürfen die wenigsten Mädchen ihre Ausbildung fortsetzen.

Aktuelle Neuigkeiten und Informationen

Derzeit ist die Lage in Afghanistan sehr unübersichtlich. Informationen fließen nur sporadisch und überholen sich ständig. Wir halten Sie über neue Entwicklungen auf dem Laufenden und setzen alles daran, unsere Partner:innen und ihre Familien auch in dieser schwierigen Lage so wirksam wie möglich zu unterstützen. Aktuelle News sowie Informationen über unsere Positionen und Forderungen finden Sie hier.

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Das haben unsere Partner:innen in Afghanistan bewirkt

In den letzten 20 Jahren haben medica mondiale und unsere Partner:innen gemeinsam an drei Standorten kraftvolle Frauenrechtsarbeit geleistet. Unsere Partnerorganisation hat Beratungsstellen eingerichtet, in denen sie Frauen, die von Gewalt betroffen sind, unterstützt haben. Anwältinnen haben dafür gesorgt, dass Frauen, die wegen sogenannter moralischer Verbrechen im Gefängnis waren, Gerichtsverfahren bekamen und freigelassen wurden. Unsere Kolleg:innen haben mit politischer Arbeit erreicht, dass Gesetze geschaffen wurden, die Gewalt gegen Frauen unter Strafe stellen. Sie haben einen wichtigen Platz in der afghanischen Zivilgesellschaft eingenommen und sind Inspiration für viele junge Afghan:innen.

Warum das Engagement unserer Partnerinnen so wichtig war und was die Aktivist:innen für viele Frauen und Mädchen bewirken konnten, verdeutlicht Salimas Geschichte.

"Alleine bist du gar nichts"

Salimas Kampf um einen Platz in ihrer eigenen Familie

Blutergüsse, Platzwunden und sogar Knochenbrüche - über Jahre hinweg wird Salima von ihrem Mann misshandelt. Die beiden haben mehrere Töchter, aber keinen Sohn. Und weil Töchter in Afghanistan nichts zählen, gelten Frauen, die keinen Sohn gebären, als nutzlos. Kommen Arbeitslosigkeit, Armut und Folgen von Drogenkonsum hinzu, entlädt sich der Frust der Männer oft durch Gewalt an ihren Frauen. 

Erschwerend kommt hinzu, dass Frauen ohne die Zustimmung ihres Mannes das Haus meist gar nicht verlassen dürfen. Die Corona-Pandemie verschlimmert die Situation noch.

Die Frauen sind wie eingesperrt an einem Ort, an dem sie sich ständig in Gefahr fühlen müssen. Sowohl sie selbst als auch ihre Kinder leiden unter dem Martyrium, das sich regelmäßig in den eigenen vier Wänden abspielt. Als Salima es nicht mehr aushält, wendet sie sich an unsere Partnerorganisation. Die Beraterinnen beginnen einen Mediationsprozess mit ihr und ihrem Mann. Durch die Gespräche erkennt dieser schon bald, was er seiner Frau angetan hat und bereut sein Verhalten. Schließlich fühlt Salima sich sicher genug, zu ihm zurückzukehren.

Ihn zu verlassen, kommt für Salima nicht in Frage. Denn die Familie besitzt in Afghanistan einen hohen Stellenwert. Ein Leben außerhalb der Familie, ohne ihren Mann oder ihre Kinder, ist für die meisten Frauen unvorstellbar. "Alleine bist du gar nichts", findet auch Salima. Umso glücklicher ist sie, dass sie dank der Unterstützung durch unsere Partner:innen wieder zu ihrer Familie zurückkehren kann.



Spender:in bei medica mondiale - Ihre Vorteile

Als Spender:in bei medica mondiale leisten Sie einen essentiellen Beitrag zu unserer Arbeit, der sich direkt auf die Lebensbedingungen von Frauen und Mädchen in Krisenregionen auswirkt. Doch auch Sie haben als Spender:in zahlreiche Vorteile:

  • Flexibilität: Ob Bankeinzug, Dauerauftrag, Kreditkarte oder Paypal, Sie haben die Auswahl, auf welche Art Sie einfach und sicher spenden möchten. Ihre Zuwendung ist jederzeit kündbar.
  • Kleiner Beitrag, große Wirkung: Besonders als Dauerspender:in können Sie schon mit kleinen Spendensummen viel bewirken.
  • Transparenz: In unserem Spenden-Newsletter erfahren Sie regelmäßig, wie wir Ihre Spenden einsetzen, um Mädchen in Not zu helfen.
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Bei Fragen rund um Ihre Spende stehen Ihnen unsere Kolleginnen vom Spendenservice gerne zur Verfügung. Natürlich erhalten Sie von uns eine Spendenquittung, die Ihnen ermöglicht, Ihre Spende steuerlich abzusetzen.

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