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Wir unterstützen Frauen und Mädchen in Kriegs- und Krisengebieten.

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2020 jährt sich das Ende des II. Weltkrieges in Europa und Asien zum 75. Mal. Zu den schweren Menschenrechtsverletzungen dieses Krieges zählten auch Vergewaltigungen von Millionen von Frauen* und Mädchen*. Die Betroffenen hatten kaum Möglichkeiten, über das Erlebte zu sprechen und erhielten keine angemessene psychosoziale Unterstützung.


Ohne die Unterstützung jedoch, kann das Erlebte nicht verarbeitet werden. Ihre Traumata wirken sich auf alle aus, beeinflussen familiäre und soziale Beziehungen und werden als sogenanntes transgenerationales Trauma an die folgenden Generationen weitergegeben. Sie prägen unsere Gesellschaft bis in die Gegenwart.


Wir haben deshalb eine Liste von Therapeut*innen und Traumafachberater*innen mit dem Schwerpunkt transgenerationales Trauma zusammengestellt, die in verschiedenen Formen der Traumaarbeit ausgebildet sind.

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Millionen von Frauen und Mädchen wurden im Zweiten Weltkrieg vergewaltigt. 75 Jahre nach Kriegsende thematisiert die Frauenrechtsorganisation medica mondiale das erlebte Unrecht dieser Frauen. Die Kampagne "Niemals nur Geschichte" fordert endlich Anerkennung für das Leid und die Stärke der betroffenen Frauen und informiert über gesellschaftliche Langzeitfolgen, die bis in die Gegenwart reichen.


Inhalt Presseinformation:


  • Sexualisierte Gewalt im Zweiten Weltkrieg
  • Kriegsvergewaltigung und Trauma
  • Über medica mondiale
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Köln, 4. Mai 2020: 75 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs plant die Frauenrechtsorganisation medica mondiale gemeinsam mit der Stadt Köln einen Erinnerungsort für alle Frauen, die damals und seitdem weltweit in Kriegen vergewaltigt wurden. Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker unterstützt das Vorhaben.


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Kampagne von medica mondiale „Niemals nur Geschichte – Gemeinsam gegen sexualisierte Kriegsgewalt“

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"Am 8. Mai 2020 jährt sich das Ende des II. Weltkrieges in Europa zum 75. Mal. Das ist ein wichtiger Zeitpunkt um an die schweren Menschenrechtsverletzungen dieses Krieges zu erinnern. Dazu zählten auch Vergewaltigungen von Millionen von Frauen." so Monika Hauser in ihrem Grußwort.


Die Erlebnisse und Geschichten der Frauen und Mädchen, die im Zweiten Weltkrieg vergewaltigt wurden, sind kaum bekannt. Ihr Leid wurde in den Nachkriegsgesellschaften bis heute meist ignoriert und verdrängt – auch in Deutschland. Die Betroffenen hatten kaum Möglichkeiten, über das Erlebte zu sprechen und erhielten keine angemessene psychosoziale Unterstützung.


"Nur wenn wir das Leid dieser Frauen öffentlich anerkennen und die Kraft würdigen, mit der sie ihr Schicksal gemeistert haben, können wir gemeinsam den Kreislauf der Gewalt durchbrechen." erklärt Monika Hauser.



Mit der Kampagne "NIEMALS NUR GESCHICHTE – Gemeinsam gegen sexualisierte Kriegsgewalt" erinnert medica mondiale an das Unrecht und macht auf das Schicksal der zahlreichen Frauen und Mädchen aufmerksam, würdigt aber auch ihre Kraft bei der Bewältigung des Erlittenen. Wir schaffen einen Raum für ihre Geschichten und die ihrer Angehörigen, Kinder und EnkelInnen. Wir wollen öffentlich unsere Solidarität zeigen und fordern einen Erinnerungsort für alle Frauen, die damals und seitdem weltweit in Kriegen vergewaltigt wurden. Diese Frauen und ihre Geschichten sind ein Teil von uns.

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Macht mit und teilt unsere Botschaft #KeinKriegaufmeinemKörper


Kein Krieg auf meinem Körper! Noch immer werden Kriege und Konflikte auf den Körpern von Mädchen und Frauen ausgetragen. Anlässlich des Internationalen Tages für die Beseitigung sexualisierter Gewalt in Konflikten (19. Juni) und dem Internationalen Weltflüchtlingstag (20. Juni) sagen wir von medica mondiale: Kein Krieg auf meinem Körper! Damit Frauen und Mädchen weltweit frei von Gewalt – in Würde und Gerechtigkeit leben können.


www.kein-krieg-auf-meinem-körper.de


https://shop.spreadshirt.de/medica-mondiale-ev


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Copyright Video: Anna Verena Müller/medica mondiale 2019
Idee & Konzept: Karolina Plewniak & Anna Verena Müller/medica mondiale
Musik: YouTube Sound Library

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Monika Hauser, Gründerin der Kölner Frauenrechtsorganisation medica mondiale:
"Am 25. November, dem Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen, wollen wir deutlich machen, dass Kriege nach wie vor auf den Körpern von Frauen und Mädchen ausgetragen werden."
Mit einem Aktionstag in Köln machte medica mondiale auf diese Menschenrechtsverletzungen aufmerksam. In diesem Video sind die Highlights des Aktionstags gegen Gewalt an Frauen zu sehen: ein Interview mit Monika Hauser, Stimmen von PassantInnen, der Auftritt des Flashmob-Chors sowie unterstützende Worte von Rita Kersting, Stellvertretende Direktorin am Museum Ludwig (Standort der Video-Projektion am 25.11.2018).
Mehr Infos zur Kampagne "Kein Krieg auf meinem Körper" unter:
https://www.kein-krieg-auf-meinem-körper.de
Copyright Video: Anna Verena Mueller/medica mondiale

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Kein Krieg auf meinem Körper


Jede zweite Frau in Europa hat seit ihrem 15. Lebensjahr mindestens eine Form sexueller Belästigung erlebt, so eine Infografik des Wissenschaftlichen Dienstes des Europäischen Parlaments (EPRS) vom März 2018. Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) vom November 2017 belegen: Jede dritte Frau auf der Welt erfährt im Laufe ihres Lebens körperliche und/oder sexualisierte Gewalt - meist durch ihren Partner.

"Akute Konflikt- und Nachkriegssituationen und Vertreibung verschärfen Gewalt innerhalb der Familie und führen oft zu neuen Formen von Gewalt gegenüber Frauen", erklärt Monika Hauser, Gründerin der Kölner Frauenrechtsorganisation medica mondiale. "Am 25. November, dem Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen, wollen wir deutlich machen, dass Kriege nach wie vor auf den Körpern von Frauen und Mädchen ausgetragen werden."

Mit einem Aktionstag in Köln macht medica mondiale auf diese Menschenrechtsverletzungen aufmerksam. Am 25. November 2018 ab 16 Uhr zeigt eine Projektion an der Fassade des Museums Ludwig Porträts sowie Zahlen und Fakten zur Situation von Frauen und Mädchen weltweit. Dazu Rita Kersting, Stellvertretende Direktorin am Museum Ludwig: "Wir hoffen, dass viele Menschen am Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen für dieses wichtige Thema sensibilisiert werden und gratulieren medica mondiale zum 25-jährigen Bestehen!"

"Tagtäglich werden Frauen und Mädchen weltweit in Kriegen und Konflikten vergewaltigt, gefoltert, verschleppt und versklavt", erläutert Hauser. Auch auf der Flucht setze sich diese Gewaltspirale fort - bis hin in deutsche Flüchtlingsunterkünfte. Deshalb fordert die Gynäkologin und Aktivistin: "Schauen wir gemeinsam hin und nicht weg. Solidarität beginnt bei uns selbst."

Der 25. November läutet die "16 Tage gegen Gewalt an Frauen" ein. Bis zum Tag der Menschenrechte am 10. Dezember finden weltweit Aktionen statt, die auf die Diskriminierung von Frauen und Mädchen hinweisen und Geschlechtergerechtigkeit fordern, damit Frauen ohne Gewalt leben können.

Projektion "Kein Krieg auf meinem Körper. Frauen leben ohne Gewalt."


Termin: Sonntag, 25. November 2018, ab 16 Uhr
Ort: Museum Ludwig, Köln (Fassade rechts neben dem Eingang in Richtung HBF und Heinrich-Böll-Platz)

Infos unter: https://www.facebook.com/medicamondiale/

Seit 25 Jahren setzt sich medica mondiale für Frauen und Mädchen in Kriegs- und Krisengebieten ein. Dabei versteht sich die Organisation als Anwältin für die Rechte und Interessen von Frauen, die sexualisierte Kriegsgewalt überlebt haben. Neben medizinischer, psychosozialer und rechtlicher Unterstützung bietet medica mondiale Programme zur Existenzsicherung und leistet politische Menschenrechtsarbeit. 2008 wurde die Gründerin der Organisation, Dr. Monika Hauser, mit dem Right Livelihood Award, dem so genannten Alternativen Nobelpreis, ausgezeichnet.

Mehr zur Kampagne "Kein Krieg auf meinem Körper":
https://www.kein-krieg-auf-meinem-körper.de/

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Weniger als 40 % der Frauen, die Gewalt erlebt haben, suchen sich irgendeine Form von Hilfe. Nur 10 % von ihnen wenden sich an die Polizei.
Jede dritte Frau auf der Welt (35 %) erfährt im Laufe ihres Lebens körperliche und/oder sexuelle Gewalt durch einen Partner oder sexuelle Gewalt durch einen Nicht-Partner.
Jede zweite Frau in Europa (55%) hat seit ihrem 15. Lebensjahr mindestens eine Form sexueller Belästigung erlebt.
29 % aller Frauenrechtsaktivistinnen haben Morddrohungen in der Öffentlichkeit erhalten. 14 % von ihnen haben Mordversuche überlebt.
Weltweit sind über 68,5 Millionen Menschen auf der Flucht1. 50 % davon sind Frauen und Mädchen. Sie fliehen vor Gewalt, Ehrverbrechen, Zwangsverheiratung und Genitalverstümmelung.
Mehr als 20.000 Mädchen pro Tag werden bereits vor ihrem 18. Lebensjahr verheiratet. Für rund 100 Millionen Mädchen weltweit gibt es keine Gesetze, um sie vor verfrühter Eheschließung zu schützen.

Quellen:
Stand Ende 2017. Vgl.: UNO-Flüchtlingshilfe: Flüchtlinge weltweit. Zahlen & Fakten, abgerufen am 23.07.2018 unter:
https://www.uno-fluechtlingshilfe.de/fluechtlinge/zahlen-fakten/
Vgl.: Violence against women - Intimate partner and sexual violence against women, Fact sheet, Updated November 2017;
http://www.who.int/en/news-room/fact-sheets/detail/violence-against-women
Vgl.: EPRS | European Parliamentary Research Service; 2018;
http://www.europarl.europa.eu/RegData/etudes/ ATAG/2018/614716/EPRS_ATA(2018)614716_EN.pdf
Vgl.: Save the Children (Hrsg.): Ending Child Marriage: Child Marriage Laws and their Limitations, Oktober 2017
Vgl.: Un-Stats (Hrsg.): The World’s Women 2015,
https://unstats.un.org/unsd/gender/downloads/Ch6_VaW_info.pdf

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