Spenden

Wir unterstützen Frauen und Mädchen in Kriegs- und Krisengebieten.

SucheSuche
MediathekMedia Centre
NAVIGATION
kartenansicht

Mediathek

medica mondiale mediathek

medica mondiale verfolgt seit 20 Jahren die Umsetzung der Resolution und nimmt das Jubiläum als Anlass für eine frauenpolitische Bilanz. medica mondiale feiert die UN-Resolution 1325 als Initialzündung für eine internationale Politik, die vor 20 Jahren erstmals offiziell anerkannte, dass Frauen und Mädchen eine entscheidende Rolle für Frieden und Sicherheit spielen. Doch trotz dieses bahnbrechenden Erfolgs tun Regierungen weltweit noch immer zu wenig für konkrete Verbesserungen: Die ‘Agenda Frauen, Frieden und Sicherheit’ ist bisher für die meisten Frauen und Mädchen, die weltweit in Kriegsgebieten leben, eine rhetorische Absichtserklärung geblieben statt gelebter Realität.

Link-Medium

Die Bundesregierung veröffentlicht heute den GREVIO-Staatenbericht zur Umsetzung der Istanbul-Konvention in Deutschland. Auch über zwei Jahre nach Inkrafttreten der Gewaltschutz-Konvention fehlen Deutschland ein politisches Konzept, handlungsfähige Institutionen und die notwendigen Ressourcen, um alle Frauen und Mädchen vor Gewalt zu schützen, kritisiert das zivilgesellschaftliche Bündnis Istanbul-Konvention, BIK.


"Der Gewaltschutz von geflüchteten Frauen ist weiterhin mangelhaft. Weder haben Sie uneingeschränkten Zugang zum Hilfssystem, noch finden geschlechtsspezifische Fluchtgründe in der Praxis ausreichend Berücksichtigung,“ kritisiert Jessica Mosbahi, Referentin für Menschenrechte und Politik von medica mondiale.
Die Istanbul-Konvention ist ein Menschenrechtsabkommen des Europarats zur Bekämpfung und Verhütung geschlechtsspezifischer Gewalt gegen Frauen und Mädchen und seit Februar 2018 in Deutschland geltendes Recht.

Link-Medium

10. August 2020. Das Bündnis Istanbul-Konvention, ein Zusammenschluss von Frauenrechtsorganisationen in Deutschland, Verbänden und ExpertInnen gegen geschlechtsspezifische Gewalt, zeigt sich besorgt über aktuelle Angriffe auf die Istanbul-Konvention, den bedeutendsten Frauenschutzvertrag in Europa.

Link-Medium

Liebe Leserinnen, liebe Leser,


was tun, wenn auf einmal alles anders ist? Der weltweite Ausbruch der Corona-Pandemie hat uns gezeigt, wie schnell sich Realitäten ändern können. Schulen, Krankenhäuser und ganze Staaten müssen ihre Strukturen und Pläne anpassen – mit einschneidenden Folgen für jede und jeden von uns.


In Krisen zeigen sich die gesellschaftlichen Probleme verstärkt wie unter einem Brennglas. Marginalisierte Gruppen sind stärker betroffen und werden bei den Lösungen weniger mitgedacht. In allen Krisen sehen wir, dass patriarchale Strukturen erstarken – mit fatalen Folgen für Frauen und das soziale Gefüge. Unverhältnismäßig stark betroffen sind Frauen, die besonderen Schutz benötigen.


Das Jahr 2019 war in dieser Hinsicht leider keine Ausnahme. Besonders erschüttert hat mich die Situation jesidischer Frauen. Der Völkermord an der jesidischen Minderheit durch den so genannten Islamischen Staat umfasste auch die Verschleppung, Zwangsverheiratung und Vergewaltigung Tausender jesidischer Frauen. Nach irakischem Recht gelten die Kinder, die diese Frauen in der Gefangenschaft geboren hatten – fast immer als Folge von Vergewaltigungen – nicht als JesidInnen, sondern aufgrund ihrer Erzeuger als muslimisch. Auch die jesidischen Autoritäten haben sich nicht dazu durchringen können, die Kinder als Teil der jesidischen Gemeinschaft zu akzeptieren. Die Mütter wurden somit gezwungen, entweder ihre Kinder abzugeben oder sich von ihrer Gemeinschaft loszusagen.


Um Frauenrechte auch in Krisenzeiten verteidigen zu können, müssen wir gemeinsam aktiv werden, und zwar, bevor es zu spät ist. Unsere Partnerinnen beweisen derzeit, wie wichtig es ist, starke Netzwerke von Frauenrechtsorganisationen aufzubauen, die auch unter Druck handlungsfähig bleiben. Hier gab es im letzten Jahr beeindruckende Entwicklungen. So haben in der Region der Großen Seen Afrikas drei unserer Partnerorganisationen begonnen, länderübergreifend zusammenzuarbeiten. Auch in Afghanistan und Irak sowie in Südosteuropa wurden mit unserer Unterstützung regelmäßige Austauschtreffen zu fachlichen Themen und politischen Strategien initiiert.


Es sind diese Netzwerke von Frauenrechtsaktivistinnen, die mir Mut und Hoffnung geben. Diese Bündnisse gilt es zu unterstützen und zu fördern – damit wir Krisen nicht ohnmächtig, sondern kraftvoll und entschlossen gegenübertreten können.


Dr. Monika Hauser

Link-Medium
Top-Thema

Millionen von Frauen und Mädchen wurden im Zweiten Weltkrieg vergewaltigt. 75 Jahre nach Kriegsende thematisiert die Frauenrechtsorganisation medica mondiale das erlebte Unrecht dieser Frauen. Die Kampagne "Niemals nur Geschichte" fordert endlich Anerkennung für das Leid und die Stärke der betroffenen Frauen und informiert über gesellschaftliche Langzeitfolgen, die bis in die Gegenwart reichen.


Inhalt Presseinformation:


  • Sexualisierte Gewalt im Zweiten Weltkrieg
  • Kriegsvergewaltigung und Trauma
  • Über medica mondiale
Link-Medium
Top-Thema

Köln, 4. Mai 2020: 75 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs plant die Frauenrechtsorganisation medica mondiale gemeinsam mit der Stadt Köln einen Erinnerungsort für alle Frauen, die damals und seitdem weltweit in Kriegen vergewaltigt wurden. Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker unterstützt das Vorhaben.


Verwandte Themen


Kampagne von medica mondiale „Niemals nur Geschichte – Gemeinsam gegen sexualisierte Kriegsgewalt“

Link-Medium

"Am 8. Mai 2020 jährt sich das Ende des II. Weltkrieges in Europa zum 75. Mal. Das ist ein wichtiger Zeitpunkt um an die schweren Menschenrechtsverletzungen dieses Krieges zu erinnern. Dazu zählten auch Vergewaltigungen von Millionen von Frauen." so Monika Hauser in ihrem Grußwort.


Die Erlebnisse und Geschichten der Frauen und Mädchen, die im Zweiten Weltkrieg vergewaltigt wurden, sind kaum bekannt. Ihr Leid wurde in den Nachkriegsgesellschaften bis heute meist ignoriert und verdrängt – auch in Deutschland. Die Betroffenen hatten kaum Möglichkeiten, über das Erlebte zu sprechen und erhielten keine angemessene psychosoziale Unterstützung.


"Nur wenn wir das Leid dieser Frauen öffentlich anerkennen und die Kraft würdigen, mit der sie ihr Schicksal gemeistert haben, können wir gemeinsam den Kreislauf der Gewalt durchbrechen." erklärt Monika Hauser.



Mit der Kampagne "NIEMALS NUR GESCHICHTE – Gemeinsam gegen sexualisierte Kriegsgewalt" erinnert medica mondiale an das Unrecht und macht auf das Schicksal der zahlreichen Frauen und Mädchen aufmerksam, würdigt aber auch ihre Kraft bei der Bewältigung des Erlittenen. Wir schaffen einen Raum für ihre Geschichten und die ihrer Angehörigen, Kinder und EnkelInnen. Wir wollen öffentlich unsere Solidarität zeigen und fordern einen Erinnerungsort für alle Frauen, die damals und seitdem weltweit in Kriegen vergewaltigt wurden. Diese Frauen und ihre Geschichten sind ein Teil von uns.

Link-Medium
spenden
schließen