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Wir unterstützen Frauen und Mädchen in Kriegs- und Krisengebieten.

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Der 11. Juli 2020 markiert den 25. Jahrestags des Genozids von Srebrenica. Mehr als 8.000 bosniakische Männer und Jungen wurden von bosnisch-serbischen Truppen, die die Stadt Srebrenica eingenommen hatten, ermordet. Dieser Völkermord während des Bosnienkriegs gilt als das schwerste Kriegsverbrechen in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg. Zehntausende Frauen und Mädchen erlebten sexualisierte Gewalt während des Bosnienkriegs, mehr als 100.000 Menschen verloren ihr Leben.


Bis heute – 25 Jahre nach dem Friedensabkommen von Dayton – gibt es kaum Maßnahmen zur Vergangenheitsbewältigung und keine gemeinsame Erinnerungspolitik. PolitikerInnen treiben die Spaltung der Bevölkerung eher voran, anstatt einen Versöhnungsprozess in Gang zu setzen. Viele Kriegsverbrecher werden immernoch als Helden gefeiert.


Sabiha Husic von Medica Zenica erinnert anlässlich des 25. Jahrestags an die Opfer des Massakers. Sie erzählt, wie sich Medica Zenica nach dem Genozid für überlebende Frauen und Mädchen einsetzte und betont, wie wichtig die Anerkennung des Leids für Trauma-, Vergangenheitsbewältigung und Versöhnung sind.


Das Video wurde auf der Veranstaltung "25 Jahre Srebrenica - Erinnern, aufarbeiten, aussöhnen." des Bündnis 90/Die Grünen Bundestagsfraktion ausgestrahlt.

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Im Juni 1999 endete der Krieg im Kosovo. Wie in jedem Krieg war sexualisierte Gewalt gegen Frauen und Mädchen weit verbreitet. Die traumatischen Erfahrungen der Kriegsgewalt sind tief in der kosovarischen Gesellschaft verankert. Welche Auswirkungen hat die Corona-Pandemie auf Nachkriegsgesellschaften, insbesondere auf Überlebende von Gewalt?


Die kosovarische Frauenrechtsorganisation Medica Gjakova warnt davor, dass der Ausnahmezustand schwerwiegende Folgen für die mentale Gesundheit von Überlebenden hat. Auf der einen Seite kann die Situation zu Gefühlen von Unsicherheit führen, die gerade für traumatisierte Frauen schädlich sind. Auf der anderen Seite ist der Rückzug ins "Private" nicht für alle Frauen eine sichere Option.


Was brauchen Gewaltüberlebende in dieser Zeit? Was können UnterstützerInnen tun, um ihren Bedürfnissen gerecht zu werden? Und wie können Helfende für sich selbst sorgen?


Leonita Gojani, psychosoziale Beraterin bei Medica Gjakova, spricht mit Jennifer Marchand, Traumaberaterin bei medica mondiale, über Kriegstraumata, die Gefahr der Retraumatisierung und Möglichkeiten der Unterstützung.


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Video: Corona-Talk – How to fight for Women`s rights in a Crisis (Englisch)


Video: Highlights Corona-Talk – How to fight for Women`s rights in a Crisis (Englisch)


Corona-Pandemie: Frauen halten die Gesellschaft am Leben

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Policy Briefing zum Dritten Nationalen Aktionsplan der Bundesregierung


Nach anhaltendem Druck der internationalen Zivilgesellschaft wurde vor 20 Jahren die bahnbrechende Resolution 1325 Frauen, Frieden und Sicherheit einstimmig vom VN-Sicherheitsrat verabschiedet. Neun Folgeresolutionen definieren die Säulen der Agenda Frauen, Frieden und Sicherheit weiter aus: die Beteiligung von Frauen an Friedensförderung, der Schutz von Frauen und Mädchen in bewaffneten Konflikten, die Prävention von bewaffneten Konflikten sowie geschlechtergerechte Hilfe, Wiederaufbau und Wiedereingliederung.


Die Bundesregierung implementiert die Resolution zurzeit im Rahmen des Zweiten Nationalen Aktionsplans. Auch ist die Agenda Frauen, Frieden und Sicherheit ein Schwerpunkt ihrer aktuellen nichtständigen Mitgliedschaft im VN-Sicherheitsrat. Vor allem in der aktuellen Legislaturperiode unter der Leitung von Außenminister Heiko Maas kann die Bundesregierung einige wichtige Fortschritte verzeichnen. Dennoch gibt es in Deutschland nach wie vor grundsätzliche Probleme bei der nationalen und internationalen Implementierung, und der politische Wille reicht weiterhin nicht aus, die Agenda ähnlich konsequent umzusetzen wie es etwa die feministische Außenpolitik Schwedens vormacht.


Als Beitrag für die Erarbeitung des Dritten Nationalen Aktionsplan hat die deutsche Zivilgesellschaft vorliegendes Policy-Paper erarbeitet. Angelehnt an die vier Säulen der Agenda Frauen, Frieden und Sicherheit zeigt es auf, welche Verpflichtungen sich für die Bundesregierung ergeben, wie der gegenwärtige Stand der Umsetzung ist und formuliert darüber hinaus Handlungsempfehlungen.


Unterzeichnet von:


Amica e.V., Care Deutschland e.V., Centre for Feminist Foreign Policy, Deutscher Frauenrat e.V., Deutscher Frauenring e.V., Deutsche Stiftung Weltbevölkerung, Frauennetzwerk für Frieden e.V., Gunda-Werner-Institut, Internationale Frauenliga für Frieden und Freiheit, International Rescue Committee, medica mondiale e.V., OWEN e.V., The Canaan Project, UN Women, Nationales Komitee Deutschland e.V.



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Frauen, Frieden, Sicherheit: „In der Realität hat sich wenig geändert für Gewaltbetroffene“

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17 Nichtregierungsorganisationen formulieren Empfehlungen an die Bundesregierung zur Umsetzung der UN-Resolution 1325 Frauen, Frieden und Sicherheit


Berlin, 02. Juni 2020: In diesem Jahr feiert die UN-Resolution 1325 Frauen, Frieden und Sicherheit ihr 20jähriges Jubiläum. Vor zwei Jahrzehnten erkannte die internationale Gemeinschaft erstmals an, dass die Mitwirkung von Frauen an Friedensprozessen erheblich zur internationalen Sicherheit beiträgt. Die Resolution verlangt außerdem den Schutz vor sexualisierter Kriegsgewalt und die konsequente Strafverfolgung. Zentral ist zudem, dass die Ursachen von gewaltsamen Konflikten überwunden werden.


Im Herbst 2020 legt die die Bundesregierung ihren Dritten Nationalen Aktionsplan zur Umsetzung vor. Damit diese gelingt, hat ein breites zivilgesellschaftliches Netzwerk bestehend aus 17 Organisationen konkrete Empfehlungen formuliert, darunter medica mondiale, CARE Deutschland, Centre for Feminist Foreign Policy und das Gunda-Werner-Institut der Heinrich-Böll-Stiftung.


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Frauen, Frieden, Sicherheit: „In der Realität hat sich wenig geändert für Gewaltbetroffene“

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2020 jährt sich das Ende des II. Weltkrieges in Europa und Asien zum 75. Mal. Zu den schweren Menschenrechtsverletzungen dieses Krieges zählten auch Vergewaltigungen von Millionen von Frauen* und Mädchen*. Die Betroffenen hatten kaum Möglichkeiten, über das Erlebte zu sprechen und erhielten keine angemessene psychosoziale Unterstützung.


Ohne die Unterstützung jedoch, kann das Erlebte nicht verarbeitet werden. Ihre Traumata wirken sich auf alle aus, beeinflussen familiäre und soziale Beziehungen und werden als sogenanntes transgenerationales Trauma an die folgenden Generationen weitergegeben. Sie prägen unsere Gesellschaft bis in die Gegenwart.


Wir haben deshalb eine Liste von Therapeut*innen und Traumafachberater*innen mit dem Schwerpunkt transgenerationales Trauma zusammengestellt, die in verschiedenen Formen der Traumaarbeit ausgebildet sind.

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Diese Tipps sollen dabei helfen, in Corona-Zeiten sinnvolle Wege der Selbstfürsorge zu wählen. Sie gehen jedoch auch einen Schritt weiter und beziehen ein, dass wir Teil einer Gemeinschaft – und unterschiedlich von der Pandemie betroffen sind.


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Corona-Pandemie: Frauen halten die Gesellschaft am Leben

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Am Freitag, den 17.04.2020 fand ein Benefiz-Talk zu Frauenrechten in Krisenzeiten mit Jagoda Marinić und medica mondiale Gründerin Monika Hauser statt.


Gemeinsam mit einem Netzwerk von Partnerinnen weltweit unterstützt medica mondiale seit mehr als 25 Jahren Frauen und Mädchen, die von sexualisierter Kriegsgewalt betroffen sind – unter anderem in Afghanistan und in Liberia, im Irak und in Bosnien und Herzegowina. Mit dem Ausbruch der Corona-Pandemie 2020 ist diese Arbeit akut gefährdet. Jagoda Marinić, Journalistin und Autorin (u.a. von "Sheroes"), möchte diese wichtige Arbeit unterstützen und sprach mit Monika Hauser über die Entstehung von medica mondiale und ihren Einsatz für Frauenrechte in Krisenzeiten.


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Feministische Solidarität: Partnerorganisationen von medica mondiale in der Corona-Krise unterstützen



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Millionen von Frauen und Mädchen wurden im Zweiten Weltkrieg vergewaltigt. 75 Jahre nach Kriegsende thematisiert die Frauenrechtsorganisation medica mondiale das erlebte Unrecht dieser Frauen. Die Kampagne "Niemals nur Geschichte" fordert endlich Anerkennung für das Leid und die Stärke der betroffenen Frauen und informiert über gesellschaftliche Langzeitfolgen, die bis in die Gegenwart reichen.


Inhalt Presseinformation:


  • Sexualisierte Gewalt im Zweiten Weltkrieg
  • Kriegsvergewaltigung und Trauma
  • Über medica mondiale
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