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Wir unterstützen Frauen und Mädchen in Kriegs- und Krisengebieten.

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Im Frühjahr stand eine ganz besondere Reise für das Team für internationale Projekte von medica mondiale und Monika Hauser an: Es ging in den Nordirak. Einerseits, um an einer Konferenz teilzunehmen zum Thema "children born of rape" - Kinder, die durch Vergewaltigungen durch IS-Kämpfer gezeugt wurden. Andererseits, um ein Projekt unserer Partnerorganisation EMMA zu besuchen - eine der ganz wenigen feministischen Organisationen im Irak.

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Geschlechtsspezifische Gewalt gegen Frauen im In- und Ausland kohärent bekämpfen.


Aus der Einleitung: "(...) Von Anfang an hat medica mondiale die Doppelstrategie verfolgt, sowohl direkte traumasensible Hilfe für Frauen und Mädchen zu leisten, als auch politisch auf strukturelle Veränderungen hinzuwirken. Ein solcher Einsatz kann aber nur dann erfolgreich sein, wenn Gesellschaft und Politik ein Bewusstsein für die weitreichenden Folgen und die zugrundeliegenden Strukturen entwickeln.


Es gilt, die Ursachen von Gewalt grundlegend zu erforschen und die Ergebnisse als Grundlage für Maßnahmen zur Bekämpfung von Gewalt zu verwenden. Das bedeutet, dass sich sowohl die deutsche Politik als auch die deutsche Gesellschaft mit ihrem eigenen Verhältnis zu geschlechtsspezifischer Gewalt auseinandersetzt. Eigene Rollenvorstellungen und Stereotype müssen dafür in Frage gestellt sowie Konzepte entwickelt werden, die der jüngeren Generation ein Aufwachsen mit alternativen, gewaltfreien Rollenbildern ermöglicht. Ein kritischer Diskurs darüber, was Geschlechtergerechtigkeit für die deutsche Gesellschaft im Detail bedeutet und wie eine Politik aussehen muss, die die Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen prioritär behandelt, bietet sich als ein erster Schritt an.


Gewalt gegen Frauen im Außen zu bekämpfen, wie das aktuell auf Ebene der Vereinten Nationen im Rahmen deutscher Außenpolitik geschieht, ist begrüßenswert. Als Einzelmaßnahme ist dies bei Weitem nicht ausreichend, solange es an kohärenten Strategien fehlt, die für den innerdeutschen Raum wie auch für die nach außen gerichtete Politik Geltung haben.(...)"


Video: Menschen­rechts­bericht der Regierung stößt auf geteiltes Echo (Ab 00:21:15 fünfminütige Rede von Dr. Monika Hauser)

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Aus der Rede: "(…) Zahlen zeigen, dass die Gewalt gegen Frauen und Mädchen weltweit epidemisches Ausmaß hat. Diese wird sowohl in Kriegs- als auch in sogenannten Friedenszeiten verübt, ungeachtet der Religionszugehörigkeit der Täter. Doch wie sollen Frauen und Mädchen in Frieden leben und ihre Potentiale entfalten, wenn sie geschlagen, vergewaltigt oder gar getötet werden? Die allgemeine Empörung darüber hält sich zumeist in Grenzen. Einzelfälle werden medial skandalisiert, politisch instrumentalisiert und geraten dann schnell wieder in Vergessenheit. Eine kritische Auseinandersetzung mit den zugrundeliegenden Ursachen patriarchaler Gewalt findet kaum statt. Konsequentes politisches Handeln bleibt oft aus. Nur ein Beispiel hierfür ist die skandalöse Unterfinanzierung von Frauenhäusern und -Beratungsstellen in Deutschland.(…)"


Video: Menschen­rechts­bericht der Regierung stößt auf geteiltes Echo (Ab 00:21:15 fünfminütige Rede von Dr. Monika Hauser)

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In den allgemeinen Geschäftsbedingungen zum Fortbildungsprogramm von medica mondiale erfahren Sie Details


zur Anmeldung & zum Vertragsabschluss,
zur Teilnahmegebühr & zur Fälligkeit,
zu Stornierungen,
zur Ausbildungsdurchführung & zur Ausbildungsannulierung,
zum Datenschutz,
zum Urheberrecht und
zur Haftung
in Bezug auf die Fortbildungen von medica mondiale.


Hintergrundinformation:


Seit 2009 bietet medica mondiale bereits ein Fortbildungsprogramm in Deutschland an. Die Fortbildungen stärken Handlungskompetenzen für den Umgang mit Stress- und Traumafolgen und sensibilisieren für geschlechtsspezifische Aspekte von Gewalt. Das Programm richtet sich sowohl an Fachkräfte, Beschäftigte aus der Entwicklungspolitik als auch an allgemein Interessierte.

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Copyright: Deutsche Welle

Sybille Fezer, Geschäftsführender Vorstand Programme bei medica mondiale, spricht im Interview mit der Deutschen Welle über die UN-Resolution 2467, die am 22.04.2019 verabschiedet wurde.

Der UN-Sicherheitsrat fordert die UN-Mitgliedsstaaten mit der Resolution 2467 auf, ihre Gesetzgebung zu sexualisierter Gewalt in Kriegs- und Krisengebieten zu stärken und die Verfolgung der Täter auszuweiten.

Sybille Fezer begrüßt, dass Außenminister Heiko Maas und die Bundesregierung sich im Rahmen ihres nichtständigen Sitzes im UN-Sicherheitsrat für die Agenda "Frauen, Frieden, Sicherheit" und für das Thema sexualisierte Gewalt in Kriegen einsetzen: "Es ist wichtig, dass das Thema immer wieder auf die Agenda kommt und jetzt eben erneut. Seit dem Jahr 2000 gibt es mehrere Resolutionen die vom Sicherheitsrat dahingehend verabschiedet wurden, aber die Umsetzung lässt noch sehr auf sich warten."

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Tag für Tag sind Frauen und Mädchen in Kriegs- und Krisengebieten sexualisierter Gewalt ausgesetzt. Auch in Deutschland wurden Schätzungen zufolge allein am Ende des zweiten Weltkriegs bis zu zwei Millionen Frauen und Mädchen vergewaltigt. Kriegsvergewaltigungen haben weitreichende Folgen und wirken sich nicht nur auf das Leben der Betroffenen, sondern auch darüber hinaus auf das Leben der nachfolgenden Generationen aus.

Dr. Monika Hauser, Gründerin und Vorstandsvorsitzende von medica mondiale, diskutiert mit Dr. Katharina Drexler und Sabiha Husic im Literaturhaus Köln zum Thema Vererbte Geschichte(n) – Kriegsvergewaltigungen und transgenerationale Traumatisierung.

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Als nicht-ständiges Mitglied im VN-Sicherheitsrat wird Deutschland in den Jahren 2019 bis 2020 internationale Sicherheitspolitik mitgestalten. In diesem Rahmen hat die Bundesregierung die Agenda «Frauen, Frieden und Sicherheit» zu einem ihrer Arbeitsschwerpunkte erklärt. Der deutsche Vorsitz im VN-Sicherheitsrat im April 2019 soll im Zeichen des Kampfes gegen sexualisierte Gewalt in Konflikten stehen. So plant die Bundesregierung unter anderem eine weitere Resolution in das VN-Gremium einzubringen, um nach eigener Aussage «normative Lücken» zu schließen und so vor allem Frauen und Mädchen besser vor Gewalt zu schützen.

Die unterzeichnenden Organisationen begrüßen es ausdrücklich, dass sich Deutschland diesem zentralen Thema widmet. Mit Sorge betrachten wir jedoch die Initiative, eine weitere Resolution zu verabschieden. Angesichts der weiter erstarkten antidemokratischen und entschieden frauenfeindlichen Positionen im VN-Sicherheitsrat sehen wir die Gefahr, dass am Ende ein schwacher Resolutionstext verhandelt und verabschiedet wird. So untergraben einige mächtige Mitglieder im Sicherheitsrat wie Russland, China oder die USA Frauenrechte und stellen etwa das Selbstbestimmungsrecht von Frauen und Mädchen erneut in Frage. Bereits erreichte Erfolge könnten so zunichte gemacht und die Agenda «Frauen, Frieden und Sicherheit» insgesamt empfindlich geschwächt werden.

Unterzeichnet von:
Heinrich Böll Stiftung
medica mondiale
care
Deutscher Frauenrat
OWEN – Mobile Akademie für Geschlechterdemokratie und Friedensförderung e.V.
UN Women
Frauen Netzwerk für Frieden
CFFP – Center for Feminist Foreign Policy
The Canaan Project
Deutscher Frauenring e.V.





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