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Wir unterstützen Frauen und Mädchen in Kriegs- und Krisengebieten.

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Seit 1993 unterstützt medica mondiale Frauen und Mädchen in Kriegs- und Krisengebieten und macht sich politisch für deren Rechte stark. Damit sie frei von Gewalt in Würde und Gerechtigkeit leben können.
Gemeinsam mit über 30 Partnerorganisationen weltweit hat medica mondiale seit 1993 mehr als 150.000 Frauen und Mädchen in Kriegs- und Krisengebieten durch psychosoziale, rechtliche, medizinische Beratung und Angebote zur Existenzsicherung unterstützt.
Seit unserer Gründung haben wir 58,4 Millionen Euro für die Unterstützung von Frauen und Mädchen weltweit zur Verfügung gestellt. Damit konnten wir über 310 Projekte in Afrika, Asien, Lateinamerika und Europa fördern und nachhaltige Strukturen aufbauen.
Copyright Video: Angelika Söhne/medica mondiale

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Copyright: Deutsche Welle
Im Mittelpunkt des Interviews der Deutschen Welle mit der Gründerin der Frauenrechtsorganisation medica mondiale, Monika Hauser, stehen die Kinder des Krieges in Bosnien. Jene, deren Leben vor rund 25 Jahren damit begann, dass ihre Mütter vergewaltigt wurden.
Die Täter? (Gegnerische) Soldaten, Blauhelmsoldaten, Paramilitärs, Angehörige verfeindeter Volksgruppen, ehemalige Nachbarn, Mitarbeiter von Hilfsorganisationen und andere. Über deren Kinder wird jahrzehntelang ebenso geschwiegen, wie über die Menschrechtsverletzungen, die ihre Mütter erleiden mussten. Kaum ein Krieg, in dem das anders ist.
Eins ist klar: Sexualisierte Gewalt und das Schweigen darüber sind kein Zufall. Wenigstens wurden in Bosnien-Herzegowina durch Frauenorganisationen wie Medica Zenica oder Vive Žene in Tuzla schon sehr früh Unterstützungsangebote für Frauen und Mädchen aufgebaut.
Tabus zu beseitigen, das Schweigen zu brechen und die Gesellschaft auf die schwelenden Folgen der Kriegsgewalt aufmerksam zu machen, hat sich die neu gegründete Organisation Forgotten Children of War auf die Fahnen geschrieben. Gegründet wurde sie 2015 von zwei Menschen, die eine Kindheit und Jugend lang damit leben mussten, stigmatisierte Kriegskinder zu sein und die Stärke besitzen, Ungerechtigkeiten und Tabus anzuprangern: Ajna Jusic und Alen Muhic. medica mondiale ist sehr daran interessiert, die Arbeit von Forgotten Children of War mittels Spenden finanziell und fachlich beratend zu unterstützen.
TV- Interview mit Ajna Jusic von Forgotten Children of War.

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Konflikte werden seit jeher auf dem Rücken von Frauen und Mädchen ausgetragen. Auch gegenwärtig gibt es Grund genug, wütend zu sein. Sexualisierte Gewalt ist längst nicht gebannt – ob im Irak, in Syrien, Afghanistan, im Ostkongo oder hierzulande.
Doch unser Einsatz zeigt, was solidarische Unterstützung bewegen kann. Mehr als 150.000 Frauen haben wir in den letzten 25 Jahren neue Kraft und Perspektiven gegeben. Machen Sie mit! Zeigen Sie sich solidarisch und helfen, dass Frauen und Mädchen weltweit sagen können: Kein Krieg auf meinem Körper!

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News zum Evaluationsbericht: "Entschlossen an der Seite der Frauen"
Von Dezember 2017 bis März 2018 führten die internationale Evaluationsexpertin Charlemagne Sophia Gomez und ihre afghanische Kollegin Shaheen Bibi Sultani eine Evaluation des Rechtshilfeprojektes von Medica Afghanistan durch. Ihre Ergebnisse zeigten: Medica Afghanistans Unterstützungsangebot ist einzigartig und wird von vielen Gewaltüberlebenden dringend benötigt. Im Bereich der Rechtshilfe wurden mehr als 2.400 Frauen über ihre Rechte aufgeklärt und zum weiteren Vorgehen beraten. Dadurch konnten viele – ob als Klägerinnen oder Angeklagte – vor Gericht nachvollziehbare Urteile erwirken. Auch vermittelten Medica Afghanistans Mediatorinnen erfolgreich bei Streitigkeiten innerhalt der Familie und ermöglichten so gewaltbetroffenen Frauen alternative Schlichtungs- und Aussöhnungsverfahren, die in ihrer Kultur akzeptiert sind.
Die Anerkennung des erfahrenen Unrechts sowie die Auseinandersetzung mit Recht und Gesetz erhöhten das Wissen über Frauenrechte bei den individuellen Frauen, aber auch auf gesellschaftlicher und institutioneller Ebene. Mit Informationsveranstaltungen bei SchlüsselakteurInnen trug Medica Afghanistan außerdem dazu bei, dass sich der soziale und rechtliche Status von Frauen verbesserte. Über die Dauer des Projekts erhielten mindestens 5.000 Frauen und Mädchen Zugang zu einer oder mehreren Dienstleistungen von Medica Afghanistan.

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Ob in Bosnien, im 2. Weltkrieg oder aktuell in Syrien und im Irak– Kriege und Konflikte werden seit jeher auf dem Rücken von Frauen und Mädchen ausgetragen. Jeden Tag werden weltweit Unzählige in Konflikten vergewaltigt, gefoltert, verschleppt und versklavt. Mit den schmerzlichen Folgen bleiben die Überlebenden meist allein – ein Leben lang.
Unter dem Titel »Kein Krieg auf meinem Körper.« startet medica mondiale zum 25. Jubiläum eine Kampagne, um auf diese Menschenrechtsverletzungen aufmerksam zu machen und aufzuzeigen, wie Frauen in Kriegsgebieten geschützt werden können.

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Umgesetzt von medica mondiale und ihren Partnerorganisationen
Hinter direkt ausgeübter Gewalt liegen oft nicht unmittelbar wahrnehmbare Gewaltformen: Strukturelle Gewalt, durch die Menschen ungleich behandelt und fundamentaler Menschenrechte beraubt werden, und symbolische Gewalt, die etwa über diskriminierende Erzählungen direkte und strukturelle Gewalt legitimiert. Alle drei Gewaltformen sind Nährboden für sexualisierte Kriegsgewalt. Die Graphik zeigt, auf welchen Ebenen medica mondiale wie ansetzt, um dagegen vorzugehen.

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