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Wir unterstützen Frauen und Mädchen in Kriegs- und Krisengebieten.

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„Wir wollen Sicherheit“ leuchtet die Entwicklungen im Bereich genderspezifischer Ankunfts- und Aufnahmepolitiken mit Blick auf die Praxis sowie auf die rechtliche und politische Situation kritisch aus. So werden sowohl Missstände und strukturelle Defizite aufgezeigt, als auch bestehende Strukturen und AkteurInnen in ihrer wertvollen, unersetzlichen Arbeit sichtbar gemacht und unterstützt. Die Broschüre möchte durch interprofessionelle Kooperationen und partizipative Arbeitsweisen Wege für eine gendersensible, sicherere Ankunfts- und Aufnahmepolitik aufzeigen.


Ausgangspunkt sind Gesprächsrunden mit geflüchteten Frauen* über ihre Lebenssituation, insbesondere zu geschlechtsspezifischen Aspekten von Sicherheit und Schutz. Prägnant war hier die vielschichtige Definition der geflüchteten Frauen* von „Sicherheit“: Sie thematisierten den Begriff nicht nur in Bezug auf den konkreten Alltag in Gemeinschaftsunterkünften und der Öffentlichkeit, sondern erweiterten ihn unter dem Aspekt der „Aufenthaltssicherheit“: „Wir können erst anfangen, uns sicher zu fühlen, wenn es auch sicher für uns ist, dass wir hier sein dürfen.“ Zentral ist die Forderung nach staatlicher, rechtlich verankerter und nachhaltig geförderter Sicherheit und Teilhabe für alle geflüchteten Menschen, inklusive einer gendersensiblen Herangehensweise.


Herausgegeben vom Forschungsprojekt „Gender, Flucht Aufnahmepolitiken“ der Universität Osnabrück, dem Niedersächsischen Flüchtlingsrat e.V. und dem Bundesverband Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe e.V (bff).

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Die Jahrestagung der IGT (Internationale Gesellschaft für Tiefenpsychologie) wurde am 27. Oktober 2019 in Lindau unter dem Thema „Respekt – von Grenzen, Gräben und Brücken“ veranstaltet.


Monika Hauser eröffnete die Veranstaltung mit Ihrem Vortrag „Von Würde, Anerkennung und Solidarität. Über das Engagement von medica mondiale.“ Sie berichtete aus 26 Jahren engagiertem und erfolgreichem Einsatz für traumatisierte Frauen in Kriegs- und Krisengebieten und betonte, wie wichtig die Aufarbeitung von sexualisierter Kriegsgewalt für Betroffene sowie nachfolgende Generationen ist:
"Für alle Nachkriegsgesellschaften ist es essentiell, dass langfristige Folgen von Gewalt bewältigbar werden und Friedensbildung und Gewaltprävention auch für die zweite und dritte Generation möglich sind. [...] [Dies ist] besonders auch mit Blick auf die deutsche Geschichte wichtig, wo auch 75 Jahre nach Kriegsende Kriegstraumata noch unzureichend aufgearbeitet oder sogar verdrängt werden."

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Character im Porträt: Dr. Monika Hauser über persönliche Wendepunkte und den Kampf für Menschenrechte


"Ein gesichtsloses graues Bürogebäude im Kölner Agnesviertel. Hier arbeitet eine Frau, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, Gesicht zu zeigen: Dr. Monika Hauser, eine der streitbarsten Menschenrechtlerinnen Deutschlands. In den Räumen ihrer Organisation medica mondiale herrscht bunter Pragmatismus. Aus einem Blumentopf ragt eine Sonnenblume aus Stoff. Die Billy-Regale sind vollgestellt mit Büchern über Geschlechterverhältnisse, Rechtsfragen und Folter. Ein hellblauer Helm, wie ihn Angehörige der UN-Friedenstruppen bei Einsätzen tragen, verstaubt in einer Vitrine.


An die Raufaserwände hat jemand großformatige Frauenfotos gehängt. Und etwas schief, aber immerhin gerahmt: den Right Livelihood Award, auch Alternativer Nobelpreis genannt. Monika Hauser hat ihre Jacke aus Afghanistan über den Stuhl geworfen. Sie ist gerade aus dem Nordirak zurückgekehrt."


Autorin: Jessica Braun
Erschienen in: Character – Das Gesellschaftsmagazin der Bethmann Bank (2019/02)

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Ajna Jusić wurde bei einer Vergewaltigung im Bosnienkrieg gezeugt. Lange Zeit verschwieg ihre Mutter ihr das. Als Ajna es schließlich doch herausfand, brach erst ihre Welt zusammen. Dann wurde sie zur Kämpferin.


Autorin: Kristina Maroldt
Erschienen in: Brigitte 20/2019

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Einmal im Jahr treffen sich Friedensstifter aus Krisenregionen zum Global Peacebuilders Summit (GPS) in Paretz. Der diesjährige Gipfel fand vom 6.09. bis 11.09.2019 statt. Zweck dieses Retreats und der Advocacy-Veranstaltung ist es, voneinander über wirkungsvolle Strategien zur lokalen Friedensbildung zu lernen; sich von Stress und persönlicher Bedrohung zu erholen; und sich mit europäischen PartnerInnen zu vernetzen.


"Effective Support for Local Peacebuilders – Summary of Key Recommendations to the German Parliament"


Das Statement wurde von einer Gruppe von GPS-Mitgliedern verfasst, auf dem Gipfel selbst diskutiert und finalisiert und auf einer gemeinsamen Sitzung mit dem Unterausschuss für zivile Krisenprävention am 10. September mit Blick auf die drei vorher vereinbarten Hauptthemen vorgestellt. Die Hoffnung ist, dass die Mitglieder des Unterausschusses ihren Einfluss auf die Bundesregierung im Sinne und Geist unserer Empfehlungen nutzen.

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„Menschenrechte zwischen Anspruch und Wirklichkeit“ – Rede von Dr. Monika Hauser im Rahmenprogramm der Ehrung von Carla del Ponte für ihr Lebenswerk


Carla Del Ponte war von 1999 bis 2007 Chefanklägerin des Internationalen Strafgerichtshofes für die Kriegsverbrechen im ehemaligen Jugoslawien sowie für den Völkermord in Ruanda. Am 27. August 2019 wurde ihr Engagement vom World Demographic & Ageing Forum (WDA) in St. Gallen mit dem Erich Walser Generationenpreis 2019 ausgezeichnet. Mit dem Preis werden Personen geehrt, die sich vorbildhaft für das Verständnis zwischen den Generationen einsetzen.


Aus Monika Hausers Rede:

"Im Umgang mit Überlebenden sexualisierter Gewalt hat die Rechtsprechung ihre Potentiale noch lange nicht ausgeschöpft. Aber es gibt sie, diese Potentiale!
Schließen möchte ich mit folgenden Worten von Carla del Ponte: „Kriegsverbrecher hinter Gitter zu bringen ist nicht möglich ohne den Willen von Frauen und Männern, entschlossen gegen eine Haltung anzukämpfen, wonach Macht Recht bedeutet, „Ja!“ zu rufen, wenn der große Chor der Allgemeinheit „Nein!“ singt, und immer wieder Gerechtigkeit zu fordern, auch wenn sie deswegen als Idealisten verhöhnt werden.“
Schauen wir also gemeinsam hin und nicht weg! Das machen uns derzeit gerade junge Menschen vor mit neuem Denken und neuen Aktionsformen, die auf Kooperation, Dialogfähigkeit und Partizipation gründen! Solidarität beginnt bei uns selbst."

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Rapport Annuel 2018


Chères lectrices, chers lecteurs,


2018 aura été une année pas comme les autres. En compagnie de nos partenaires, nous avons fêté notre 25ème anniversaire. C’est au début de 1993, pendant la guerre, que je me suis rendue pour la première fois en Bosnie. Avec des spécialistes locales, j’ai créé, dans la ville de Zenica, le premier centre de thérapie pour les survivantes violences sexualisées dans le cadre du conflit.


Pour medica mondiale, il fut, dès le départ, évident que notre mission se prolongerait au-delà de la signature de l’accord de paix. Le viol a des conséquences à long terme, et notre engagement doit, de même, s’inscrire dans la durée. Malgré le travail de sensibilisation de longue haleine mené par nos collègues, le sujet continue de s‘effacer dans la conscience publique. Il y a pourtant des signes porteurs d’espoir, tel le travail accompli par The Forgotten Children of War, une association fondée par la fille d’une de nos premières clientes avec d’autres enfants de survivantes. Ensemble, elles portent le sujet au coeur de la société bosnienne.


Un autre signe positif nous est parvenu vers la fin de l’année. L’attribution du prix Nobel de la Paix à Denis Mukwege et Nadia Murad constitue une reconnaissance importante pour la lutte contre les violences sexualisées dans les conflits armés. Il importe cependant de ne pas confiner les viols de guerre à la République démocratique du Congo ou au prétendu État islamique. Que ce soit en Bosnie, au Kosovo, en Irak et en Afghanistan, au Rwanda, en Ouganda, au Burundi ou au Libéria, les violences sexualisées ne font pas figure d‘exception mais constituent la règle dans les conflits armés. Elles sont communes en temps de guerre parce qu’elles sont tolérées en temps de paix.


Il importe tout autant de ne pas aborder la question sur la seule scène internationale. Pour un engagement crédible et durable, nous devons aussi nous élever clairement contre les violences sexualisées et leurs tabous en Allemagne. Les décennies d’abus passés sous silence dans les pensionnats et au sein de l’Église catholique doivent faire tout autant partie du débat public que les violences vécues par les femmes et les filles dans les centres d’accueil pour réfugiés en Allemagne.


Cet anniversaire nous invite à la fête et, en même temps, nous montre combien notre travail reste d’actualité. Avec votre soutien, nous luttons pour la protection et le renforcement des femmes et des filles dans le monde entier : de façon intransigeante, pérenne, et cohérente, donc féministe.


Dr. Monika Hauser

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