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Zu Gast beim beim Podcast "Für Vielfalt" der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) – anlässlich des Internationalen Tags für die Beseitigung sexueller Gewalt in Konflikten – beantwortet medica mondiale folgende Fragen:


Was ist eigentlich sexualisierte Kriegsgewalt? Wie kann es dazu kommen, dass Frauen und Mädchen in Konflikten weltweit vergewaltigt werden? Und was können Regierungen – und wir alle – dagegen tun?




Copyright: GfbV – Gesellschaft für bedrohte Völker Göttingen

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Die Istanbul-Konvention wurde am 11. Mai 2011 vom Europarat verabschiedet. Sie ist das umfassendste Instrument zum Schutz von Frauen vor Gewalt und zur Unterstützung gewaltbetroffener Frauen in Europa. Momentan positionieren sich jedoch auch Regierungen wie Polen oder die Türkei gegen die Konvention und treten sogar wieder aus. Jessica Mosbahi von medica mondiale erklärt, weshalb die Istanbul-Konvention so wichtig ist und warum die Bundesregierung jetzt handeln muss.


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Das "Übereinkommen des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt", bekannt als Istanbul Konvention, ist ein Menschenrechtsabkommen des Europarats zur Bekämpfung geschlechtsspezifischer Gewalt gegen Frauen und Mädchen und seit Februar 2018 in Deutschland geltendes Recht. Sie verpflichtet die Unterzeichnerstaaten dazu, zum Schutz von Frauen und Mädchen vor Gewalt zusammenzuarbeiten (Artikel 62 Istanbul-Konvention).



Auszug aus Artikel 1 des "Übereinkommen des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt":


"Zweck dieses Übereinkommens ist es,


a) Frauen vor allen Formen von Gewalt zu schützen und Gewalt gegen Frauen und häusliche Gewalt zu verhüten, zu verfolgen und zu beseitigen;


b) einen Beitrag zur Beseitigung jeder Form von Diskriminierung der Frau zu leisten und eine echte Gleichstellung von Frauen und Männern, auch durch die Stärkung der Rechte der Frauen, zu fördern;


c) einen umfassenden Rahmen sowie umfassende politische und sonstige Maßnahmen zum Schutz und zur Unterstützung aller Opfer von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt zu entwerfen;


d) die internationale Zusammenarbeit im Hinblick auf die Beseitigung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt zu fördern;


e) Organisationen und Strafverfolgungsbehörden zu helfen und sie zu unterstützen, um wirksam mit dem Ziel zusammenzuarbeiten, einen umfassenden Ansatz für die Beseitigung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt anzunehmen."



Anmerkung: nichtamtliche Übersetzung für informative Zwecke
Quelle: Council of Europe

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Am 24. Februar 2021 verabschiedete die Bundesregierung den 3. Nationalen Aktionsplan (NAP) zur Umsetzung der Agenda «Frauen, Frieden und Sicherheit», zu dem das zivilgesellschaftliche Netzwerk 1325, dem medica mondiale angehört, nun Stellung nimmt. Die Bundesregierung hat sich dabei merklich an Nationalen Aktionsplänen anderer Staaten orientiert. Auch Forderungen aus dem Policy Briefing des Netzwerkes 1325 fanden teilweise Berücksichtigung. Die sechs gewählten Schwerpunkte – Krisenprävention, Teilhabe, Schutz und Unterstützung; Humanitäre Hilfe; Krisenbewältigung und Wiederaufbau, Strukturelle Verankerung – werden ausdrücklich begrüßt. Jedoch sieht das Netzwerk 1325 weiterhin inhaltlichen und strukturellen Verbesserungsbedarf.


Zur Themenseite "Frauen, Frieden, Sicherheit"

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Infolge des Austritts der Türkei veröffentlicht das Bündnis Istanbul-Konvention diese Stellungnahme. Präsident Erdoğan hat ein Dekret unterzeichnet, mit dem die Türkei aus der Istanbul-Konvention verfassungswidrig ausscheiden will. Auch innerhalb der EU gibt es Staaten, die eine Ratifizierung der Konvention auf Eis gelegt haben oder erwägen, aus der Konvention auszutreten. Das Bündnis Instanbul-Konvention verurteilt den Austritt der Türkei aus der Istanbul-Konvention scharf und fordert Konsequenzen für die deutsch- bzw. europäisch-türkischen Beziehungen. Die Verwirklichung ihrer in der Istanbul-Konvention verbrieften Rechte darf den Frauen und Mädchen in der Türkei nicht verwehrt werden, dafür müssen sich Deutschland und die EU stark machen. Das Bündnis appelliert mit vier zentralen Forderungen an die Bundesregierung.


Das „Übereinkommen des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt”, die sogenannte Istanbul-Konvention, ist das Ergebnis jahrzehntelanger Bemühungen der Frauenbewegung, um Gewalt gegen alle Frauen und Mädchen auf jeder Ebene zu bekämpfen.


Als Mitglied des Bündnis Istanbul-Konvention ist medica mondiale Mitzeichnerin der Stellungnahme.

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Das Bündnis Istanbul-Konvention veröffentlicht heute seinen Alternativbericht zur Umsetzung der Istanbul-Konvention in Deutschland. Auch drei Jahre nach Inkrafttreten des Übereinkommens fehlen in Deutschland eine ressortübergreifende Gesamtstrategie, handlungsfähige Institutionen und die notwendigen Ressourcen, um das Recht aller Frauen und Mädchen auf ein gewaltfreies Leben umzusetzen, stellt das zivilgesellschaftliche Bündnis Istanbul-Konvention (BIK) fest.


Insbesondere für Gruppen, wie Frauen mit Flucht- oder Migrationsgeschichte, mit Behinderungen, diversen geschlechtlichen Identitäten oder in Wohnungslosigkeit, ist der in der Konvention verankerte Zugang zu Prävention, Schutz, Beratung und Recht nach wie vor mangelhaft.


medica mondiale hat am Alternativbericht mit vielen anderen Expert:innen zusammen gearbeitet. Der Alternativbericht wurde zugleich in einer englischen Übersetzung bei GREVIO (Group of experts on action against violence against women and domestic violence), dem zuständigen Gremium des Europarates, eingereicht.


Als Mitglied des Bündnis Istanbul-Konvention ist medica mondiale Mitzeichnerin der Pressemitteilung.



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