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Wir unterstützen Frauen und Mädchen in Kriegs- und Krisengebieten.

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Liebe Leserinnen, liebe Leser,
25 Jahre ist es her, dass ich ins Kriegsgebiet auf dem Balkan aufbrach, angetrieben von der Empörung über die massenhaften Vergewaltigungen von Frauen und Mädchen und die Sensationsberichte der Medien. Als angehende Frauenärztin wusste ich, dass die Überlebenden unmittelbare Hilfe benötigten. Doch schon damals war mir klar, dass es ihnen nur mit langfristiger Begleitung möglich sein würde, ihre traumatischen Erfahrungen zu bewältigen und ins Leben zurückzukehren. Denn das Leid der Betroffenen ist nicht nach kurzer Zeit vorbei, sondern wirkt – wie wir aus dem 2. Weltkrieg wissen – ein Leben lang, bis weit in die nächste Generation.
Schon früh war mir bewusst, dass das nur gemeinsam mit Frauen vor Ort zu schaffen ist. Unser Einsatz zeigt, was Solidarität bewirken kann. Mehr als 150.000 Überlebenden haben wir mit mittlerweile rund 30 Partnerorganisationen seither durch medizinische, psychosoziale und juristische Unterstützung neue Kraft und Perspektiven geben können. medica mondiale hat sich zu einer professionellen Organisation entwickelt, mit hohen Standards für nachhaltige Projektarbeit und einem eigenen stress- und traumasensiblen Ansatz.
Genauso war mir bereits damals klar, dass es sich im Balkankrieg nicht um einzelne Gewaltexzesse handelte, sondern um ein Kontinuum der Gewalt, das tief in patriarchalen Denkweisen und Strukturen verwurzelt ist. Sexualisierte Gewalt – ob in Syrien, Afghanistan, im Ostkongo oder hierzulande, ob durch Soldaten, Milizionäre, Nachbarn oder Ehemänner – ist ein weltweites Phänomen. Solange es hierarchische Geschlechterverhältnisse gibt, sind Frauen selbst in Friedenszeiten nicht sicher.
Ein Problem ist die anhaltende Straflosigkeit, sowohl in Kriegs- und Nachkriegsgebieten als auch in hoch entwickelten Ländern. Auch in Deutschland wird nur ein Fünftel aller Vergewaltigungen angezeigt, nur ein Bruchteil der Täter verurteilt. Was fehlt, ist der politische Wille, bestehende Gesetze tatsächlich umzusetzen. Geschlechterungerechtigkeit macht sexualisierte Gewalt erst möglich, zeigt sich aber schon bei Bildung oder Einkommen.
Um diese Strukturen aufzubrechen, braucht es Ausdauer und Beharrlichkeit. Wir werden deshalb nicht nachlassen, Widerstand zu leisten, wo Diskriminierung und Gewalt herrschen. Wir werden weiter Menschenrechtsverletzungen aufzeigen und von den Verantwortlichen Rechenschaft fordern. Dazu gehört auch ein Ende der zerstörerischen Rüstungsexporte. Vielmehr braucht es friedliche Konfliktlösungen, an denen Frauen aktiv mitwirken.
Zum 25-jährigen Bestehen von medica mondiale starten wir 2018 eine Kampagne mit dem Titel „Kein Krieg auf meinem Körper“. Sie will darauf aufmerksam machen, dass Frauen und Mädchen tagtäglich Diskriminierung und Gewalt ausgesetzt sind – im Krieg, auf der Flucht und selbst in scheinbaren Friedenszeiten. Wir zählen auf Ihre Unterstützung, damit Frauen und Mädchen weltweit sagen können: Kein Krieg auf meinem Körper!
Dr. Monika Hauser

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Persönliche Eindrücke Monika Hausers und exklusive Details zu den Anfängen von medica mondiale vor 25 Jahren werden mittels kunstvoller Zeichnungen der Grafikerin und Illustratorin Anna Mahendra neu erzählt.
"Ich fasse den Entschluss, in der zentralbosnischen Stadt Zenica, 30 km von der Front entfernt, ein Therapiezentrum für vergewaltigte Frauen aufzubauchen. Ich begegne vielen kritischen Stimmen, die mich von meinem Vorhaben abhalten wollen." (Monika Hauser)
Weitere Fotos, Videos, Interviews und Hintergründe zu 25 Jahre medica mondiale finden Sie unter: www.medicamondiale.org/25-jahre

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Am Internationalen Tag zur Beseitigung sexualisierter Kriegsgewalt (19. Juni) startet medica mondiale eine Aktion in der Kölner Südstadt. Hunderte von Friedenstauben, die von Frauenrechts-AktivistInnen gefaltet wurden, bilden die Worte "Stop violence against women".
#stopviolenceagainstwomen
Jetzt auch zum Nachlesen in der Kölner Südstadt, Ecke Volksgartenstraße. Kommt vorbei und klebt eine Friedenstaube auf :-)
Mehr dazu unter www.kein-krieg-auf-meinem-körper.de und www.facebook.com/medicamondiale/
Copyright Video: Anna Verena Müller/medica mondiale

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Voller Fraktionssaal und engagierte Debatte – so könnte man das parlamentarische Frühstück beschreiben, das medica mondiale gemeinsam mit der Abgeordneten Dr. Bärbel Kofler am 14. Juni im Deutschen Bundestag veranstaltet hat.
Auszug aus Monika Hausers Rede:
„Auch die gegenwärtige Zeit ist geprägt durch bewaffnete Konflikte, durch gewaltsamen Extremismus sowie das Erstarken nationalistischer Kräfte weltweit. Die Körper von Frauen und Mädchen wurden immer schon zum Spielball politischer Machtinteressen gemacht - allerdings erleben wir dies derzeit verstärkt! Durchaus auch hierzulande, wenn Gewalt gegen Frauen und Mädchen für eigene oft auch fremdenfeindliche politische Zwecke instrumentalisiert wird. Nicht das Leiden der Betroffenen steht dabei im Mittelpunkt – im Gegenteil ihr Recht auf ein freies und selbstbestimmtes Leben wird eklatant in Frage gestellt.
Die Bundesregierung steht vor der Aufgabe, tragfähige Lösungen für diese weltweiten Herausforderungen zu entwickeln. Hierfür braucht es eine feministische Politik! Also eine Politik, die die Lebensrealitäten von Frauen und Mädchen prioritär in den Blick nimmt, und danach handelt! Das heißt, darauf abzielt, Frauen und Mädchen vor Gewalt zu schützen und Geschlechtergerechtigkeit zu verwirklichen! Unter dem Motto „Für eine feministische Außen- und Asylpolitik“ haben wir im vergangenen Jahr die Bundestagswahl begleitet und entsprechende Forderungen an die künftige Bundesregierung gerichtet. Mit Ihnen möchten wir uns heute darüber austauschen, was die Bundesregierung in diesen Politikfeldern konkret tun kann."

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Seien Sie dabei im Einsatz FÜR Frauen & GEGEN Gewalt!

Beteiligen Sie sich und teilen Sie Inhalte über die sozialen Medien, machen Sie in ihrem Umfeld mobil gegen Gewalt an Frauen.
2018/19 finden Sie auf  www.kein-krieg-auf-meinem-körper.de eine zunehmende Auswahl an Materialien zum Download & zum Bestellen über spenden@medicamondiale.org oder telefonisch unter 0221 - 93 18 98 21.

Unterstützen Sie uns, indem Sie beispielsweise die im PDF abgebildeten Postkarten und Aufkleber bei uns bestellen und an Ihre Bekannten und Familie weitergeben. Nicht vergessen: Erzählen Sie ihnen von uns und unserer Arbeit! Zusammen können wir eine Welt ohne Gewalt an Frauen und Mädchen Wirklichkeit werden lassen.


Herzlichen Dank!

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Helene Batemona-Abeke unterstützt die Anti-Gewalt-Kampagne mit ihrem Bildnis:
„Ich setze mich für die Stärkung von Frauen ein. Der ermutigende Austausch in Gruppen (Peer-to-Peer-Groups) ist eines von vielen Instrumenten. Empowerment stärkt ihre Authentizität, ihre Identität, ihre Selbstbestimmung und schützt sie gegen Übergriffigkeit jeder Art. Dafür stehe ich mit meinem Bildnis und meiner Arbeit für medica mondiale. “
Hintergrund der Kampagne:
Tagtäglich werden Frauen und Mädchen weltweit in Kriegen und Konflikten vergewaltigt, gefoltert, verschleppt und versklavt. Unter dem Titel »Kein Krieg auf meinem Körper.« startet medica mondiale zum 25. Jubiläum eine Kampagne, um auf diese Menschenrechtsverletzungen aufmerksam zu machen und aufzuzeigen, wie Frauen in Kriegsgebieten geschützt werden können.
Mehr dazu ab Juni auf www.kein-krieg-auf-meinem-körper.de

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