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Wir unterstützen Frauen und Mädchen in Kriegs- und Krisengebieten.

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Zum 25-jährigen Jubiläum von medica mondiale

Seit 1993 engagiert sich die Frauenrechtsorganisation medica mondiale in Kriegs- und Krisengebieten weltweit für traumatisierte Frauen und Mädchen, die sexualisierte Gewalt erfahren haben. Gemeinsam mit über 30 Partnerorganisationen wurden mehr als 150.000 Frauen und Mädchen durch psychosoziale, rechtliche, medizinische Beratung und Angebote zur Existenzsicherung unterstützt. Mit Qualifizierungs-, Aufklärungs- und Menschenrechtsarbeit wirkt medica mondiale zudem auf strukturelle gesellschaftliche und politische Veränderungen hin, um gleiche Rechte für Frauen und Mädchen nachhaltig zu sichern und zu verankern.

Autorin: Beate Kriechel, freie Autorin und Redakteurin in Köln
Erschienen in: Dr.med.Mabuse (Sept./Okt. 2018)

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Politik gegen sexualisierte Kriegsgewalt muss feministisch sein

Am 31. Januar 2018 luden die Heinrich-Böll-Stiftung und medica mondiale e.V. in Berlin zur Konferenz »Sexualisierte Kriegsgewalt seit dem Zweiten Weltkrieg – Bedingungen, Folgen und Konsequenzen«. Die Organisator*innen wollten die Frage nach der Verarbeitung von sexualisierter Kriegsgewalt in Nachkriegsgesellschaften in den Fokus rücken. Nachfolgend dokumentiert W&F einen Ausschnitt aus dem Beitrag von Monika Hauser mit ihren Forderungen an die Politik.

Autorin: Monika Hauser, Gründerin und Vorstandsvorsitzende von medica mondiale
Erschienen in: W&F – Wissenschaft & Frieden (3/2018)

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News zum Evaluationsbericht: "Hilfe für Frauen und Kinder in Ruanda – gemeinsam zurück ins Leben"
Sevotas Projekt trägt dazu bei, dass gewaltüberlebende Frauen und ihre Kinder zueinander finden und innerfamiliäre Konflikte abgebaut werden.

Auch 24 Jahre nach dem Völkermord in Ruanda sind die Folgen der Gewalt für viele Menschen weiterhin spürbar. Zwar spielen ethnische Zugehörigkeiten offiziell keine Rolle mehr. Stigmatisierung und Diskriminierung sind dennoch weit verbreitet. Darunter leiden insbesondere Frauen, die während des Genozids vergewaltigt wurden. Viele haben Kinder aus den Vergewaltigungen geboren, die heute junge Erwachsene sind und häufig als „Kinder von Völkermördern“ ausgegrenzt und benachteiligt werden.
Bis heute gibt es in Ruanda viele Organisationen, die Genozid-Überlebenden Unterstützung anbieten. Sevota hat jedoch als einzige einen familienzentrierten Ansatz, der dazu beiträgt, dass Betroffene mit ihrer individuellen Geschichte verstanden werden. Dieses Verständnis stärkt sie, hilft ihnen, ihre Traumata zu bearbeiten und in der Familie offener aufeinander zuzugehen. Im Weiteren fördert es den Wandel vom passiven zum aktiven Mitglied einer Gemeinschaft und ist wesentlich dafür, dass Diskriminierung abgebaut und gesellschaftliche Versöhnung möglich wird.

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Seit 1993 unterstützt medica mondiale Frauen und Mädchen in Kriegs- und Krisengebieten und macht sich politisch für deren Rechte stark. Damit sie frei von Gewalt in Würde und Gerechtigkeit leben können.
Gemeinsam mit über 30 Partnerorganisationen weltweit hat medica mondiale seit 1993 mehr als 150.000 Frauen und Mädchen in Kriegs- und Krisengebieten durch psychosoziale, rechtliche, medizinische Beratung und Angebote zur Existenzsicherung unterstützt.
Seit unserer Gründung haben wir 58,4 Millionen Euro für die Unterstützung von Frauen und Mädchen weltweit zur Verfügung gestellt. Damit konnten wir über 310 Projekte in Afrika, Asien, Lateinamerika und Europa fördern und nachhaltige Strukturen aufbauen.
Copyright Video: Angelika Söhne/medica mondiale

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Copyright: Deutsche Welle
Im Mittelpunkt des Interviews der Deutschen Welle mit der Gründerin der Frauenrechtsorganisation medica mondiale, Monika Hauser, stehen die Kinder des Krieges in Bosnien. Jene, deren Leben vor rund 25 Jahren damit begann, dass ihre Mütter vergewaltigt wurden.
Die Täter? (Gegnerische) Soldaten, Blauhelmsoldaten, Paramilitärs, Angehörige verfeindeter Volksgruppen, ehemalige Nachbarn, Mitarbeiter von Hilfsorganisationen und andere. Über deren Kinder wird jahrzehntelang ebenso geschwiegen, wie über die Menschrechtsverletzungen, die ihre Mütter erleiden mussten. Kaum ein Krieg, in dem das anders ist.
Eins ist klar: Sexualisierte Gewalt und das Schweigen darüber sind kein Zufall. Wenigstens wurden in Bosnien-Herzegowina durch Frauenorganisationen wie Medica Zenica oder Vive Žene in Tuzla schon sehr früh Unterstützungsangebote für Frauen und Mädchen aufgebaut.
Tabus zu beseitigen, das Schweigen zu brechen und die Gesellschaft auf die schwelenden Folgen der Kriegsgewalt aufmerksam zu machen, hat sich die neu gegründete Organisation Forgotten Children of War auf die Fahnen geschrieben. Gegründet wurde sie 2015 von zwei Menschen, die eine Kindheit und Jugend lang damit leben mussten, stigmatisierte Kriegskinder zu sein und die Stärke besitzen, Ungerechtigkeiten und Tabus anzuprangern: Ajna Jusic und Alen Muhic. medica mondiale ist sehr daran interessiert, die Arbeit von Forgotten Children of War mittels Spenden finanziell und fachlich beratend zu unterstützen.
TV- Interview mit Ajna Jusic von Forgotten Children of War.

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Konflikte werden seit jeher auf dem Rücken von Frauen und Mädchen ausgetragen. Auch gegenwärtig gibt es Grund genug, wütend zu sein. Sexualisierte Gewalt ist längst nicht gebannt – ob im Irak, in Syrien, Afghanistan, im Ostkongo oder hierzulande.
Doch unser Einsatz zeigt, was solidarische Unterstützung bewegen kann. Mehr als 150.000 Frauen haben wir in den letzten 25 Jahren neue Kraft und Perspektiven gegeben. Machen Sie mit! Zeigen Sie sich solidarisch und helfen, dass Frauen und Mädchen weltweit sagen können: Kein Krieg auf meinem Körper!

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News zum Evaluationsbericht: "Entschlossen an der Seite der Frauen"
Von Dezember 2017 bis März 2018 führten die internationale Evaluationsexpertin Charlemagne Sophia Gomez und ihre afghanische Kollegin Shaheen Bibi Sultani eine Evaluation des Rechtshilfeprojektes von Medica Afghanistan durch. Ihre Ergebnisse zeigten: Medica Afghanistans Unterstützungsangebot ist einzigartig und wird von vielen Gewaltüberlebenden dringend benötigt. Im Bereich der Rechtshilfe wurden mehr als 2.400 Frauen über ihre Rechte aufgeklärt und zum weiteren Vorgehen beraten. Dadurch konnten viele – ob als Klägerinnen oder Angeklagte – vor Gericht nachvollziehbare Urteile erwirken. Auch vermittelten Medica Afghanistans Mediatorinnen erfolgreich bei Streitigkeiten innerhalt der Familie und ermöglichten so gewaltbetroffenen Frauen alternative Schlichtungs- und Aussöhnungsverfahren, die in ihrer Kultur akzeptiert sind.
Die Anerkennung des erfahrenen Unrechts sowie die Auseinandersetzung mit Recht und Gesetz erhöhten das Wissen über Frauenrechte bei den individuellen Frauen, aber auch auf gesellschaftlicher und institutioneller Ebene. Mit Informationsveranstaltungen bei SchlüsselakteurInnen trug Medica Afghanistan außerdem dazu bei, dass sich der soziale und rechtliche Status von Frauen verbesserte. Über die Dauer des Projekts erhielten mindestens 5.000 Frauen und Mädchen Zugang zu einer oder mehreren Dienstleistungen von Medica Afghanistan.

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Ob in Bosnien, im 2. Weltkrieg oder aktuell in Syrien und im Irak– Kriege und Konflikte werden seit jeher auf dem Rücken von Frauen und Mädchen ausgetragen. Jeden Tag werden weltweit Unzählige in Konflikten vergewaltigt, gefoltert, verschleppt und versklavt. Mit den schmerzlichen Folgen bleiben die Überlebenden meist allein – ein Leben lang.
Unter dem Titel »Kein Krieg auf meinem Körper.« startet medica mondiale zum 25. Jubiläum eine Kampagne, um auf diese Menschenrechtsverletzungen aufmerksam zu machen und aufzuzeigen, wie Frauen in Kriegsgebieten geschützt werden können.

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