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I am Anemone (English, free PDF-Download)

Anlässlich des Jubiläums „20 Jahre medica mondiale im Kosovo“ veröffentlichte Medica Gjakova das Buch "I am Anemone" ("Ich bin Anemone"). Es enthält die Berichte von 24 Frauen und einem Mann, die während des Kosovokriegs sexualisierte Gewalt überlebten. Im Kosovo ist es das erste veröffentlichte Buch dieser Art. Monika Hauser betont in ihrem Vorwort, wie wichtig es ist, das Tabu des Schweigens zu durchbrechen und den Berichten der Überlebenden Raum zu geben, damit diese Würdigung für ihre Leiden und Stärken und letztendlich Heilung erfahren können.

Das Buch wurde 2019 von Medica Gjakova mit Unterstützung von medica mondiale und dem Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) veröffentlicht.

160f Seiten
l ISBN 978-9951-446-09-9

Leseprobe

"“I've been cooking for them for two days. I did not dare talk, and besides of being afraid for myself, I was more afraid for my children being killed because they would always ask me where my husband was. I told them I don't know ...” she says. And on the third day, she was beaten and...

"I am Anemone" Buchcover. Copyright: Medica Gjakova

Das Buch wurde 2019 von Medica Gjakova mit Unterstützung von medica mondiale und dem Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) veröffentlicht.

160f Seiten
l ISBN 978-9951-446-09-9

Leseprobe

"“I've been cooking for them for two days. I did not dare talk, and besides of being afraid for myself, I was more afraid for my children being killed because they would always ask me where my husband was. I told them I don't know ...” she says. And on the third day, she was beaten and put unconscious as she fought to save her thirteen-year-old daughter from their clutches.

With a mother’s power, she had overcome the fear of opposing the criminals when she saw that they were headed towards the girl. She had been fighting until she had removed the girl from them."She would say 'Mommy don't let them get me'. I barely saved my girl from them, despite being threatened that they would kill me..., oh my God, we barely made it” says she. But she "repaid" this war with extreme violence on her body. [...]

The snake road to Albania was a long one. But not as much as her suffering and pain, which followed her throughout the postwar years. She often blamed herself for telling to the women the truth about her rape. How much she wishes they had not known this truth, which had held hostage her freedom of movement. Not wanting others to see her on the street, it seemed like everyone was looking at her.

But she has changed her mind about herself, when she was offered professional help. She no longer thinks she was guilty of being raped. Now she knows that she has been a victim of war. She does not feel guilty anymore, she does not deny herself, as in the days when she said she lost her beauty. And now she says, "I am as I was before, because it was not my fault, I had no power to defend myself."

Empfehlenswert

"Über einen Krieg bekommen wir meistens die Geschichten der Helden erzählt, selten jene der Opfer, schon gar nicht die der Frauen. Das heißt, dass die Historie der Hälfte der Menschheit nicht vorkommt! Aber es ist elementar wichtig, dass das Erleben von Frauen sichtbar wird, dass Frauen ihre Geschichten selbst erzählen und dass ihr Leiden und die Traumata, auch ihr Widerstand, die Stärke, ihre Würde und die Solidarität untereinander wahrnehmbar wird – und so auch von uns gewürdigt werden kann. Dieses Buch füllt eine historische Lücke und zeigt die blinden Flecken der offiziellen Geschichtsschreibung auf. Die Geschichten helfen uns, uns dem Unvorstellbaren zu nähern und unserem Mitgefühl für die Opfer Ausdruck zu geben. [...]

Den Berichten der mutigen Erzählerinnen verdanken wir, dass die Geschichten von Frauen sichtbar werden. Dass sie die schrecklichen Erfahrungen deutlich machen, aber auch die Stärke, mit der sie überlebt haben und sich gegenseitig unterstützen. Aber sie machen auch sehr deutlich, was sie von ihrer Familie, ihrer Gemeinschaft, von der Politik gebraucht hätten, um mehr als nur zu Überleben.

Bestenfalls kann dieses Buch dazu beitragen, das Verständnis bei allen zu erhöhen und – zwar spät, aber dennoch – heute Verantwortung zu übernehmen und zu einer gerechteren Gesellschaft beizutragen. Dann hätten die Täter ihr Ziel nicht erreicht, sondern die Menschlichkeit hätte gesiegt."

Aus dem Vorwort von Monika Hauser zu Medica Gjakovas BuchveröffentlichungI am Anemone (PDF)

Über das Buch

"‘I am Anemone’ draws a link between the victims and post-war reconciliation initiatives, suggesting that only when rape and other crimes are properly documented and addressed can a meaningful peace be achieved."
Balkan Transitional Justice, Dezember 2019

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in LiBERIA

Ein Bildband von Rendel Freude.Anfang 2012 reiste die Fotografin Rendel Freude nach Liberia. Zwei Wochen lang begleitete sie auch die Mitarbeiterinnen vom Projekt medica mondiale Liberia bei ihrer Arbeit für traumatisierte Frauen und Mädchen in Kriegs- und Krisengebieten. Das Land zählt rund dreieinhalb Millionen EinwohnerInnen und gehört zu den ärmsten Ländern der Welt. Rendel Freudes Bildband erzählt vom Alltag in einer von Bürgerkriegen gezeichneten Region, von seinen Frauen und ihrem Leben. Ein persönlicher Reisebericht ergänzt die Bilder.

Der Bildband ist 2012 als print-on-demand erschienen und kann bei www.blurb.de oder direkt bei Rendel Freude unter info(at)rendel-freude.de bestellt werden.

Inhalt

Schätzungsweise hunderttausende Frauen und Mädchen waren während des Bürgerkriegs von 1989 bis 2003 sexuellen Übergriffen ausgesetzt – vom Kleinkind bis zur Greisin. Etwa 200.000 Menschen starben während dieses Krieges. Zeitweise waren bis zu einem Drittel der Bevölkerung Liberias auf der Flucht.

Das Land liegt zwischen der Elfenbeinküste und Sierra Leone, im Norden grenzt es an...

in Liberia. Copyright: Rendel Freude

Der Bildband ist 2012 als print-on-demand erschienen und kann bei www.blurb.de oder direkt bei Rendel Freude unter info(at)rendel-freude.de bestellt werden.

Inhalt

Schätzungsweise hunderttausende Frauen und Mädchen waren während des Bürgerkriegs von 1989 bis 2003 sexuellen Übergriffen ausgesetzt – vom Kleinkind bis zur Greisin. Etwa 200.000 Menschen starben während dieses Krieges. Zeitweise waren bis zu einem Drittel der Bevölkerung Liberias auf der Flucht.

Das Land liegt zwischen der Elfenbeinküste und Sierra Leone, im Norden grenzt es an Guinea. Rendel Freude fotografierte in der Hauptstadt Monrovia, in der Provinzhauptstadt Zwedru des Regierungsdistrikts Grand Gedeh und umliegenden Dörfern. Aus den Grenzgebieten in der Elfenbeinküste waren im November 2010 weit über 200.000 Menschen nach Liberia geflüchtet, um sich vor dem Bürgerkrieg während der Präsidentschaftswahlen in Sicherheit zu bringen. 60.000 davon lebten Anfang 2012 immer noch in Liberia. Das Land ist damit überfordert – Nahrungsmittel sind knapp und die KleinbäuerInnen kämpfen ums Überleben.

Davon erzählen auch die Fotos: ein Marktplatz, der als Versammlungsort dient und wo die Dorfsprecherinnen von den ansässigen Hilfsorganisationen zusätzliche Nahrungsmittellieferungen fordern, Lehmhütten unter Palmen, Straßenimpressionen, Kinder beim Spielen, Frauen und Männer in alltäglichen Situationen, Frauen die auf dem Markt Fisch verkaufen oder durch Nähen ihren Lebensunterhalt verdienen.

Aber auch vom Leben der Frauen nach Gewalterfahrungen wird in Bildern berichtet. Im Dorf Solo Town führte medica mondiale einen Workshop zu „geschlechtsbezogener sexualisierter Gewalt" durch. Rendel Freude zeigt uns das Dorf, seine BewohnerInnen und die Frauengruppen im Workshop.

Über die Autorin

Rendel Freude (*1964) ist Fotografin, Grafikerin und Künstlerin. Sie ist seit 1998 Freiberuflerin mit eigenem Büro in Köln und unterwegs in der Welt. Als Fotografin ist ihr Anliegen, mit dem Herzen zu sehen und die abgelichteten Menschen als Persönlichkeiten zu zeigen.

Über das Buch

„Mit ihren Fotos hat Rendel Freude den Frauen in Liberia ein Gesicht gegeben. 'in LIBERIA' ist ein ruhiges Buch, das es versteht, mit Bildern Geschichten zu erzählen. Bilder, die nicht den einzigen, unwiederbringlichen Augenblick suchen, sondern deren Menschlichkeit beeindruckt. Das Leben, wie es ist. Und es ist veränderlich. Und so wirkt das Buch hoffnungsvoll – Zukunft ist möglich."

Hanne Herlan, Journalistin, Berlin

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In unseren eigenen Worten – In our own words. Geflüchtete Frauen in Deutschland erzählen von ihren Erfahrungen.

Inhaltsangabe des Verlags: IN UNSEREN EIGENEN WORTEN dokumentiert die Lebensgeschichten von mutigen Frauen, die gegen schwierige Realitäten gekämpft haben. Das Buch enthält Texte von und über Frauen und beinhaltet Testimonials von geflüchteten Frauen in Deutschland. Wir näherten uns dem Projekt mit Hilfe der lateinamerikanischen Tradition der Testimonal-Literatur an – dabei immer mit dem Blick darauf, die Stimme der Stimmlosen zu verstärken. Wir sind sicher, das wird uns alle in unserem Kampf für Emanzipation inspirieren.

Das Buch wurde 2015 vom International Women* Space herausgegeben und ist gegen Portokosten sowie Spende erhältlich.

Leseprobe

Irgendwann im Jahr 2013 haben wir uns die Aufgabe gestellt, eine Dokumentation über geflüchtete Frauen in Deutschland zu erstellen. Das war ungefähr ein Jahr nachdem wir mit The International Women Space, unserer politischen Gruppe begannen. Wir wollten besser verstehen, aus welchen Gründen Frauen ihre Heimatländer verließen, um als Geflüchtete nach Deutschland zu kommen, im Herzen der Festung Europas. Frauen,...

In unseren eigenen Worten. Copyright: IWS

Das Buch wurde 2015 vom International Women* Space herausgegeben und ist gegen Portokosten sowie Spende erhältlich.

Leseprobe

Irgendwann im Jahr 2013 haben wir uns die Aufgabe gestellt, eine Dokumentation über geflüchtete Frauen in Deutschland zu erstellen. Das war ungefähr ein Jahr nachdem wir mit The International Women Space, unserer politischen Gruppe begannen. Wir wollten besser verstehen, aus welchen Gründen Frauen ihre Heimatländer verließen, um als Geflüchtete nach Deutschland zu kommen, im Herzen der Festung Europas. Frauen, die auswandern könnten, aber kein Visum bekommen haben. Frauen, die Vertriebene in ihren Heimatländern waren, bevor sie versuchten, Europa auf den verfügbaren tödlichen Routen zu erreichen. Frauen, die vor Krieg, Armut und Umweltkatastrophen, verursacht durch die Gier von Konzernen, fliehen. Frauen, die der Verfolgung entkommen wollen, weil sie das ihnen bei ihrer Geburt zugewiesene Geschlecht nicht akzeptieren. Frauen, die vor ihren eigenen Familien weglaufen, weil sie nicht die häusliche Gewalt des Patriarchats akzeptieren.

Als Migrantinnen aus Lateinamerika und geflüchtete Frauen aus afrikanischen Ländern wollten wir Frauen aus dem Nahen Osten, dem afrikanischen Kontinent oder den Balkan-Ländern treffen und ihnen zuhören und Gedanken austauschen. Um unsere eigene Frage „Was machen wir hier?“ zu beantworten, mussten wir mit ihnen sprechen. Können wir das Paradoxon lösen, warum wir ausgerechnet in einem der westlichen Länder Schutz suchen, von denen wir wissen, dass diese Länder an der Destabilisierung unserer Regionen durch Kriege und Neokolonialismus großen Anteil haben? In einer weniger verrückten Welt wäre dies einer der letzten Orte, die wir wählen würden. Jedenfalls war es nur gemeinsam möglich, eine Strategie für die zukünftigen Kämpfe zu finden, die uns alle betreffen. Als Gruppe teilten wir bereits unsere Erfahrungen und je mehr wir miteinander sprachen, umso mehr wollten wir es dokumentieren, in Übereinstimmung mit dem Verständnis, dass das Private auch politisch ist. Wir wollten über die Kriege sprechen, denen Frauen ausgesetzt sind und dieses Buch handelt vor allem darüber.

Empfehlenswert

Die Aktivistinnen vom International Women* Space (IWS) haben Lebensgeschichten von geflüchteten Frauen in Deutschland dokumentiert. Das entstandene Buch wurde kollektiv erarbeitet und beschreibt unterschiedliche Kämpfe von migrierten Frauen mit unterschiedlichen Fluchtgründen.

medica mondiale, Mai 2019

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