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For those who can tell no tales

Spielfilm (2013)

Originaltitel: "For Those Who Can Tell No Tales"
Bosnien-Herzegowina 2013
Regie: Jasmila Žbanić
Länge
: 72 Minuten
DarstellerInnen: Kim Vercoe, Boris Isakovic, Jasna Djuricic, Branko Cvejic und andere
Buch: Jasmila Žbanić, Kym Vercoe, Zoran Solomun
Kinostart/Veröffentlichung auf DVD: noch unbekannt (Stand 04/2014)

 

Inhalt: Die australische Touristin Kym verbringt einen Urlaub in der Grenzregion zwischen Bosnien und Serbien. In dem idyllischen Städtchen Višegrad geht sie auf Foto-Tour. Wieder zu Hause, erfährt sie von den Kriegsverbrechen, die an...

Szene aus dem Film "For those who can tell no tales". Copyright: MPM Films

Originaltitel: "For Those Who Can Tell No Tales"
Bosnien-Herzegowina 2013
Regie: Jasmila Žbanić
Länge
: 72 Minuten
DarstellerInnen: Kim Vercoe, Boris Isakovic, Jasna Djuricic, Branko Cvejic und andere
Buch: Jasmila Žbanić, Kym Vercoe, Zoran Solomun
Kinostart/Veröffentlichung auf DVD: noch unbekannt (Stand 04/2014)

 

Inhalt: Die australische Touristin Kym verbringt einen Urlaub in der Grenzregion zwischen Bosnien und Serbien. In dem idyllischen Städtchen Višegrad geht sie auf Foto-Tour. Wieder zu Hause, erfährt sie von den Kriegsverbrechen, die an diesen Orten verübt wurden. Daraufhin kehrt sie zurück, um sich mit einer Geschichte auseinanderzusetzen, die nicht in Reiseführern steht und von der auch viele Bewohner in Višegrad nichts mehr wissen wollen. Das Drehbuch basiert auf der Solo Theaterperformance Seven Kilometers North-East von Kym Vercoe, die auch die Hauptrolle in dem Film spielt und für das Drehbuch mit zeichnet.

Empfehlenswert

Die bosnische Regisseurin Žbanić beschäftigt sich in ihren Filmen intensiv mit den Folgen des Balkankrieges für die Frauen. Bereits 2006 wurde sie mit dem Goldenen Bären für ihren Film GRBAVICA ausgezeichnet. Auch in "For Those Who Can Tell No Tales" ermöglicht es ihre kluge Inszenierung, für die bosnischen Frauen zu sprechen und die Kriegsverbrechen an ihnen zu thematisieren, ohne sie im Film erneut zu Opfern zu machen.

Das Internationale Frauenfilmfestival (IFFF) und medica mondiale zeigten den Film am Freitag, 11. April 2014, im Filmforum des Museum Ludwig in Köln. Im Anschluss an den Film fand ein Podiumsgespräch statt, an dem Amira Lekic, Regieassistentin und Koproduzentin des Filmes, sowie Vera Haag Arbenz, Referentin für Südosteuropa bei medica mondiale, teilnahmen. Moderiert wurde die englischsprachige Diskussion von Helga Kirchner, ehemalige WDR-Chefredakteurin.
Lesen Sie mehr über den Filmabend auf dem Weblog zum internationalen Frauenfilmfestival.

Trailer

Offizieller Kinotrailer

 

 

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Frauen und Flucht: Vulnerabilität – Empowerment – Teilhabe

Das Dossier "Frauen und Flucht" beleuchtet die Situation geflüchteter Frauen vor, während und nach ihrer Flucht. Das Dossier legt den Fokus sowohl auf Vulnerabilitäten, aber auch auf die Ressourcen und die Resilienz geflüchteter Frauen. Hieraus leiten die Autorinnen des Dossiers politische, rechtliche und zivilgesellschaftliche Rahmenbedingungen und Maßnahmen ab, durch die Frauen gestärkt und entlastet werden können. Kuratiert wurde das Dossier von den Migrationsforscherinnen Jenny Jesuthasan und Ingar Abels.

Das Dossier ist 2018 erschienen auf heimatkunde.boell.de und frei zugänglich.

Leseprobe


„Geflüchtete Frauen laufen Gefahr, Opfer geschlechtsspezifischer Gewalt zu werden. Dabei sind die Täter nicht nur Schlepper oder männliche Geflüchtete.

Auch diejenigen, die den Schutz der Frauen gewährleisten sollen, also Polizisten oder UN-Soldaten, nutzen nicht selten ihre Machtposition gegenüber den Geflüchteten aus. Gelingt es den Frauen, in ein vermeintlich sicheres europäisches Land zu fliehen, setzt sich auch hier die Gewaltspirale oftmals fort....

Frauen und Flucht: Vulnerabilität – Empowerment – Teilhabe

Das Dossier ist 2018 erschienen auf heimatkunde.boell.de und frei zugänglich.

Leseprobe


„Geflüchtete Frauen laufen Gefahr, Opfer geschlechtsspezifischer Gewalt zu werden. Dabei sind die Täter nicht nur Schlepper oder männliche Geflüchtete.

Auch diejenigen, die den Schutz der Frauen gewährleisten sollen, also Polizisten oder UN-Soldaten, nutzen nicht selten ihre Machtposition gegenüber den Geflüchteten aus. Gelingt es den Frauen, in ein vermeintlich sicheres europäisches Land zu fliehen, setzt sich auch hier die Gewaltspirale oftmals fort. Das zeigen eindrücklich die Fälle sexualisierter Gewalt, die auch von MitarbeiterInnen in deutschen Flüchtlingsunterkünften verübt wurden.

Die Fluchtgeschichte vieler Frauen macht somit auf traurige Weise sichtbar, dass die Ausübung sexualisierter Gewalt nicht alleine ein Phänomen kriegerischer Exzesse ist und sich somit nicht auf den Kriegskontext beschränkt. Vielmehr handelt es sich um ein Gewaltkontinuum, dem Frauen und Mädchen auch in vermeintlichen Friedenszeiten ausgesetzt sind.

Wenn die deutsche Politik also ernsthaft die Ursachen sexualisierter Gewalt bekämpfen und Frauen effektiv vor Gewalt schützen will, müssen ihre Maßnahmen immer auch darauf abzielen, die zugrundeliegenden frauenfeindlichen Strukturen aufzubrechen und zu verändern. Dies kann nur gelingen, wenn alle Schutz- und Präventionsmaßnahmen einen ganzheitlichen Ansatz verfolgen und sich an den Bedarfen der Frauen orientieren.“

Aus „Frauen, Flucht und sexualisierte Kriegsgewalt - Ein politisches Forderungspapier“ von Jessica Mosbahi und Monika Hauser

Über die Autorinnen

 

Jessica Mosbahi ist Referentin für Politik und Menschenrechte bei medica mondiale und Monika Hauser Gründerin und Vorstandsvorsitzende von medica mondiale. Gemeinsam mit anderen Autorinnen der Studie diskutierten sie anlässlich des Weltfrauentags mit VertreterInnen zahlreicher Hilfsorganisationen darüber, wie geflüchteten Frauen finanzielle Selbstständigkeit und gesellschaftliche Teilhabe ermöglicht werden können. Die Rede von Jessica Mosbahi auf der Veranstaltung "Politik für geflüchtete Frauen" der Heinrich Böll Stiftung können Sie hier lesen.

Empfehlenswert

 

Unter dem Titel „Frauen und Flucht, Vulnerabilität – Empowerment – Teilhabe“, veröffentlichte die Heinrich-Böll-Stiftung am Weltfrauentag ein Dossier, dass sich mit der Situation und den Bedarfen geflüchteter Frauen befasst. Autorinnen, aus unterschiedlichen Arbeits- und Forschungsfeldern, darunter auch Monika Hauser und Jessica Mosbahi von medica mondiale, beleuchten, welche Erfahrungen geflüchtete Frauen in ihren Heimatländern, auf der Flucht und in Deutschland als Aufnahmeland, machen und welchen Herausforderungen sich die Frauen gegenüber gestellt sehen. Die Autorinnen zeigen den Handlungsbedarf auf, der sich bei den verschiedenen Themenfeldern, wie zum Beispiel dem Gesundheitswesen oder der Rechtspraxis, ergibt und leiten daraus unter anderem auch konkrete Empfehlungen für die Politik ab. So hat beispielsweise medica mondiale ein politisches Forderungspapier zum Thema sexualisierte (Kriegs-)gewalt erarbeitet, mit dem sie sich an die deutsche Bundesregierung wendet, damit sich die Situation geflüchteter Frauen in Deutschland, aber auch im Herkunftsland und auch auf der Flucht verbessern kann.

medica mondiale (April 2018)

 

 

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Frauen und Kriege in Afrika

Inhaltsangabe des Verlags: Diese Studie zeigt auf, welche Folgen die Beteiligung junger Frauen an antikolonialen Befreiungskriegen im südlichen Afrika langfristig hatte. Zudem richtet sie ihren Fokus auf Bürgerkriege und Nachkriegsentwicklungen in West-, Zentral- und Ostafrika sowie am Horn von Afrika. Unterschiedliche Rollen von Frauen und Männern als Kombattant/innen, Gewaltopfer oder Flüchtlinge werden dargestellt. Gleichzeitig erhellt diese Analyse Gender-Konflikte zwischen Männern, konkret zwischen jugendlichen Guerillakämpfern, Kriegsherren und Blauhelmsoldaten.Geschlechterhierarchien werden mit anderen Macht- und Differenzkategorien wie Ethnizität und Religion in Beziehung gesetzt. Im Detail werden die Interdependenzen zwischen Geschlechterverhältnissen und historischen, sozio-ökonomischen und politischen Kriegsursachen aufgezeigt. Das Fazit lautet: Für eine nachhaltige Friedenssicherung ist es entscheidend, die Auswirkungen von Kriegen auf die Geschlechterbeziehungen zu beachten.

Rita Schäfer: Frauen und Kriege in Afrika. Ein Beitrag zur Gender-Forschung. Verlag Brandes & Apsel, Frankfurt am Main 2008, 520 Seiten, 39,90 Euro.

Über das Buch

"Frauen und Kriege in Afrika" wurde am 22.10.2010 als beste Monografie der Friedensforschung 2008/2009 mit dem Ernst-Otto-Czempiel-Preis 2010 der Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung ausgezeichnet."
(Ernst-Otto-Czempiel-Preis 2010)

"Rita Schäfers neues Buch über "Frauen und Kriege in Afrika" greift ein lange verdrängtes Thema auf. Es hat das Zeug zum Standardwerk."
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Frauen und Kriege in Afrika

Rita Schäfer: Frauen und Kriege in Afrika. Ein Beitrag zur Gender-Forschung. Verlag Brandes & Apsel, Frankfurt am Main 2008, 520 Seiten, 39,90 Euro.

Über das Buch

"Frauen und Kriege in Afrika" wurde am 22.10.2010 als beste Monografie der Friedensforschung 2008/2009 mit dem Ernst-Otto-Czempiel-Preis 2010 der Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung ausgezeichnet."
(Ernst-Otto-Czempiel-Preis 2010)

"Rita Schäfers neues Buch über "Frauen und Kriege in Afrika" greift ein lange verdrängtes Thema auf. Es hat das Zeug zum Standardwerk."
(Ute Scheub, taz)

"Diese Studie sollte eine Pflichtlektüre für alldiejenigen darstellen, die sich mit bewaffneten Konflikten beschäftigen."
(Helga Dickow, Afrika Spectrum)

"Dieses Buch leistet in jeder Hinsicht einen überaus wertvollen Beitrag zu einer geschlechtersensiblen praxisorientierten Forschung."
(Christine Hausmann, Stichproben - Wiener Zeitschrift für kritische Afrikastudien)

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