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medica mondiale
Gewalt an Frauen im Zweiten Weltkrieg
Ein russischer Soldat greift 1945 eine Berlinerin an und will ihr das Fahrrad entreißen.

Schönen guten Tag,

Frauen und Mädchen sind in jedem Krieg von sexualisierter Gewalt betroffen. Doch diese schrecklichen Verbrechen sind kein Phänomen der letzten Jahrzehnte.

Am 8. Mai 2020 jährt sich das Ende des Zweiten Weltkrieges in Europa zum 75. Mal. Das ist ein wichtiger Zeitpunkt, um an die schweren Menschenrechtsverletzungen dieses Krieges zu erinnern. Dazu zählten auch Vergewaltigungen von Millionen von Frauen. Die Täter waren ebenso Angehörige von Wehrmacht und SS auf deutscher Seite wie Soldaten der alliierten Streitkräfte.

Die betroffenen Frauen hatten kaum Möglichkeiten, über das Erlebte zu sprechen und erhielten keine angemessene psychosoziale Unterstützung. In den Nachkriegsgesellschaften wurden die Verbrechen verdrängt. Aber ohne Aufarbeitung dauern die Folgen der Gewalt an und reichen tief in das Leben der Betroffenen und ihrer Kinder. Diese Folgen prägen familiäre und soziale Beziehungen und werden so an die folgenden Generationen weitergegeben.

Nur wenn wir das Leid dieser Frauen öffentlich anerkennen und die Kraft würdigen, mit der sie ihr Schicksal gemeistert haben, können wir gemeinsam den Kreislauf der Gewalt durchbrechen. Lassen Sie uns Verantwortung übernehmen: weltweit – und auch in Deutschland.

 

Ihre Monika Hauser

INTERNATIONAL
75 Jahre Kriegsende: Niemals nur Geschichte
Kampagnenmotiv: Niemals nur Geschichte - gemeinsam gegen sexualisierte Kriegsgewalt.

75 Jahre Kriegsende: Zu den schweren Menschenrechtsverletzungen des Zweiten Weltkrieges zählten auch Vergewaltigungen von Millionen von Frauen und Mädchen. Mit der Kampagne "Niemals nur Geschichte – Gemeinsam gegen sexualisierte Kriegsgewalt" erinnert medica mondiale an das Unrecht und macht auf das Schicksal der zahlreichen Frauen und Mädchen aufmerksam, würdigt aber auch ihre Kraft bei der Bewältigung des Erlittenen.

INTERNATIONAL
Kriegstrauma: Über Generationen hinweg
Schwarz-Weiß-Fotos mit Porträts einer Famlie liegen zerstreut auf einem Tisch.

2020 wird der 75. Jahrestag zum Ende des 2. Weltkriegs in Europa und Asien begangen, das Ende des Bosnienkriegs jährt sich 2020 zum 25. Mal und die UN hat 2019 den 7. April zum globalen Gedenktag für den Völkermord in Ruanda erklärt. Im Rahmen solcher Jahrestage werden Kriegsvergewaltigungen aber bis heute kaum thematisiert, auch wenn seit dem 19. Juni 2015 mit dem Internationalen Tag für die Beseitigung sexueller Gewalt in Konflikten global darauf aufmerksam gemacht werden soll. Kriegsvergewaltigungen sind Bestandteil nahezu jeder kriegerischen Auseinandersetzung und sie wirken sich noch lange nach Kriegsende auf die Betroffenen, ihre Familien und auch auf ganze Gesellschaften aus. Karin Griese, Bereichsleiterin Trauma-Arbeit bei medica mondiale, erläutert im Interview die Folgen.

REGION GROSSE SEEN: RUANDA
Völkermord in Ruanda: Nachwirkungen auf die nächste Generation
Ruanda: Frauen lachen und singen gemeinsam, um ihre traumatischen Erlebnisse zu verarbeiten.

Vor 26 Jahren wurde Ruanda von einem Völkermord erschüttert. Eine Million Menschen kam dabei ums Leben, mindestens 250.000 Frauen wurden vergewaltigt. Wie geht eine Gesellschaft mit solchen Ereignissen um? Unsere Partnerorganisation SEVOTA erkannte die Gefahr, die vom Schweigen und Wegschauen ausgeht. Ihre Angebote bieten Frauen und ihren Kindern einen positiven Blick in die Zukunft.

„Es gibt einen Ort, um meinen Schmerz zu teilen”
Sofije T., Klientin Medica Gjakova
 
Tipps & Termine
 
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Kennen Sie schon unsere Themenseite zu Frauenrechten in Corona-Zeiten? Jetzt besuchen, Hintergründe unserer Arbeit erfahren und mit uns gemeinsam Heldinnen unterstützen, die Tag für Tag die Welt voller Kraft am Laufen halten.

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Einige besonders treue UnterstützerInnen wollen ihr jetziges Engagement weit in die Zukunft wirken lassen. Sie bedenken medica mondiale mit einer Testamentsspende. Erfahren Sie im Interview mit Herrn Kassing und im Videoporträt unserer Unterstützerin Adelheide mehr über ihre Beweggründe.

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In unserem aktuellen Spendenmagazin "memo" erfahren Sie unter anderem, was Monika Hauser zur Corona-Pandemie zu sagen hat und wie unsere Trauma-Referentin Pia Frohwein die Folgen der sexualisierten Kriegsgewalt im Zweiten Weltkrieg mit Blick auf die nachfolgenden Generationen bewertet. Jetzt lesen!

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medica mondiale e.V.
Hülchrather Str. 4 • 50670 Köln • Tel. +49-(0)221-93 18 98-0 • info@medicamondiale.orgwww.medicamondiale.org

Redaktion: Dr. Monika Hauser (ViSdP), Sara Fremberg, Christine Vallbracht

Mitarbeit: Beate Kriechel, Marisa Reichert, Esther Wahlen

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Vorstand: Elke Ebert, Sybille Fezer, Dr. Monika Hauser

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