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20. November 2020  -  21. November 2020

Köln, offene Fortbildung: Trauma machtkritisch und transgenerational betrachtet

Die offene Fortbildung zu Rassismus, Diskriminierung und sexualisierter Gewalt richtet sich an die allgemeine interessierte Öffentlichkeit. Die Teilnehmenden können über zwei Tage in Köln stress- und Traumasensibilität erlernen.

Im Bürgerzentrum Nippes findet die offene Fortbildung "Trauma machtkritisch und transgenerational betrachtet - Rassismus, Diskriminierung und sexualisierte Gewalt" statt. Die Fortbildung am 20. und 21. November richtet sich an alle Interessierten (aller Geschlechter), die sich mit der Thematik beschäftigen und rassismus- und diskriminierungskritisch sowie stress- und traumasensibel handeln wollen.

In der Öffentlichkeit bisher wenig diskutiert werden die Aspekte 

  • Transgenerationales Trauma als Folge von Kolonialismus und rassistischer Erfahrung
  • Die Verschränkung von sexualisierter und rassistischer Gewalt als Ursache von transgenerationalem Trauma

Beide Aspekte sind für medica mondiale als feministische und transnational tätige Organisation relevant und sollen in der Fortbildung im Mittelpunkt stehen. 

Inhalte der zwei Fortbildungstage: 

  • Die Verschränkung verschiedener Diskriminierungsformen (Intersektionalität)
  • Rassistische Gewalt und sexualisierte Gewalt 
  • Trauma als Folgewirkung von Gewalt und gesellschaftlichen Machtverhältnissen
  • Transgenerationales Trauma und die Bedeutung des Umfelds
  • STA - stress- und traumasensibler Ansatz® von medica mondiale
  • Transfer auf eigene Fragestellungen

Die zwei Tage werden durch die Trainerinnen prozessorientiert gestaltet und bieten Raum für Selbstreflexion, Austausch und Erfahrungslernen kombiniert mit praxisnahen Inputs und Übungen. Dabei geht es schwerpunktmäßig um Sensibilisierung und Haltungsarbeit. Die Fortbildung lädt ein, eigene Privilegien und Diskriminierungserfahrungen sowie eigenes Handeln aus einer intersektionalen Perspektive zu reflektieren und entsprechende konkrete Umsetzungsideen und Haltungsperspektiven zu entwickeln.

Es werden Grundprinzipien der Stress- und Traumasensibilität vermittelt, um Arbeitsstrukturen und -abläufe in der Fortbildung für alle Beteiligten möglichst stress- und traumasensibel zu gestalten. Im Arbeitskontext angewandt, tragen diese zu individueller Stabilität und solidarischer Verbindung mit von Gewalt Betroffenen bei. Der Fortbildungsansatz von medica mondiale sowie von den Referentinnen beinhaltet auch die Achtsamkeit und Fürsorge der Unterstützerinnen für sich selbst.

  1. STA – stress-und traumasensibler Ansatz®
    Zur Unterstützung von Gewaltbetroffenen, Fachkräften und Organisationen hat medica mondiale den STA – stress- und traumasensibler Ansatz® entwickelt, der in verschiedenen Arbeitsfeldern niedrigschwellig angewandt werden kann. Der Ansatz basiert auf einem sozialpolitischen Traumaverständnis und fördert eine selbstreflexive psychosoziale Haltung. Erarbeitet, erprobt und weiterentwickelt wurde der Ansatz von medica mondiale-Fachfrauen gemeinsam mit lokalen Fachkräften und Aktivistinnen in verschiedenen Ländern.
  2. Selbstregulation als psycho-politisches Konzept im Umgang mit Rassismus, Dileta Sequeira

Weitere Informationen zur Fortbildung (PDF)

Datum: 20. und 21. November

Uhrzeiten: Freitag, 20. November, 10:00 bis 17:30 Uhr

Samstag, 21. November, 09:00 bis 16:00 Uhr

Ort: Altenberger Hof in Köln-Nippes, Mauenheimerstr. 92, 50733 Köln

Referentinnen: Dileta Sequeira, Isabell May, Pia Frohwein

Teilnahmebeiträge (inklusive Mittagessen, Snacks und Getränke des Veranstaltungsortes):

  • Solidaritätsbeitrag: 290,00 Euro
  • regulärer Beitrag: 240,00 Euro
  • ermäßigter Beitrag: 180,00 Euro

Anmeldefrist: 8. November 2020 

Anmeldung: Bitte senden Sie bis 8. November folgendes Anmeldeformular ausgefüllt an seminare@medicamondiale.org

Hinweis: Wir müssen uns aufgrund der aktuellen Situation durch Covid-19 vorbehalten, gegebenenfalls in anderen Räumen zu tagen oder falls Fortbildungen mit ca. 20 Personen zu diesem Zeitpunkt nicht möglich sein sollten, den Termin abzusagen bzw. zu verschieben. Wir bitten um Ihr Verständnis und informieren Sie über Änderungen umgehend. Bitte beachten Sie diesbezüglich auch unsere AGBs.

Kontaktperson:

Pia Frohwein Fachreferentin für Trauma- und Bildungsarbeit
medica mondiale e.V.
Hülchrather Str. 4
50670 Köln
E-Mail: seminare@medicamondiale.org