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15. August 2021

Afghanistan: Frauenrechtsaktivist:innen sind in Lebensgefahr und müssen sofort evakuiert werden

Pressestatement: Köln, 15.08.2021. Die Frauenrechtsorganisation medica mondiale fordert von der Bundesregierung schnelle und unbürokratische Ausreisemöglichkeiten für Frauenrechtsaktivist:innen in Afghanistan.

Monika Hauser, Gründerin von medica mondiale und Trägerin des Alternativen Nobelpreises zur aktuellen Situation in Kabul/Afghanistan: "Frauenrechtsaktivist:innen in Kabul sind in ihrem Leben bedroht und müssen evakuiert werden, bevor die Taliban die Macht übernehmen. Die Aktivist:innen haben in den letzten 20 Jahren für Frieden und Frauenrechte gekämpft und sind deshalb besonders bedroht."

medica mondiale unterstützt seit 20 Jahren eine lokale Partnerorganisation mit 90 Mitarbeiter:innen. Sie befinden sich derzeit mit ihren etwa 300 Familienangehörigen in Kabul. "Die Bundesregierung hat diese Frauenrechtsaktivist:innen 20 Jahre lang gefördert, sie ermutigt öffentlich für Frauenrechte einzustehen und sich ihre Erfolge auf die Fahnen geschrieben. Die Bundesregierung trägt Verantwortung für die Leben der Aktivist:innen, auch nach dem Truppenabzug." Zusätzlich braucht es jetzt ein schnelles Aufnahmeprogramm für alle bedrohten Menschenrechtsaktivist:innen und ihre Familien. Insbesondere Frauen müssen auf Grund der akuten Bedrohung unbürokratisch berücksichtig werden. Die Ausreise darf nicht an fehlenden Dokumenten scheitern.

 

Monika Hauser steht für Interviews zur Verfügung.

Bitte wenden Sie sich an: Helena Haack, Pressereferentin medica mondiale e.V.

Telefon: 0176 84575447

E-Mail: presse@medicamondiale.org