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17. Juni 2021

Brand in Geflüchtetenlager im Nordirak: Unsere Partnerorganisation EMMA hilft

Bei einem Brand im Geflüchtetenlager Sharya im Nordirak haben mehr als 180 jesidische Familien ihre Unterkunft und ihren gesamten Besitz verloren. Die Betroffenen sind dringend auf Unterstützung angewiesen. Unsere Partnerorganisation EMMA ist vor Ort und unterstützt die Betroffenen psychosozial und mit wichtigen Hilfsgütern.

Am 04. Juni 2021 kam es im Geflüchtetenlager Sharya im Nordirak zu einem verheerenden Brand. In dem Camp leben jesidische Familien, darunter viele Frauen und Kinder, seit ihrer Flucht vor der Terrormiliz Islamischer Staat. Im Jahr 2014 mussten sie fliehen, um Tod, Folter und sexualisierter Kriegsgewalt zu entkommen. 400 Zelte sind laut UN-Flüchtlingsrat durch das Feuer komplett abgebrannt, mehr als 180 Flüchtlingsfamilien haben all ihr Hab und Gut verloren - Kleidung und Nahrungsmittel, Wertsachen und wichtige Dokumente.

EMMA verteilt Hilfsgüter

Unsere Partnerorganisation EMMA, zu deren Arbeitsschwerpunkten unter anderem Schutz und Stärkung Frauen und Mädchen gehört, war sofort nach dem Brand zur Stelle. Unterstützt von medica mondiale betreuen die Fachfrauen von EMMA Betroffene psychosozial und verteilen Hilfsgüter, darunter Kleidung und Hygiene- und Hilfspakete.

Katastrophale Zustände im Lager - schon vor dem Brand

Doch es gibt noch viel zu tun. Die Zustände in dem Lager, das wegen Überfüllung, mangelnder Sicherheit und hygienischer Versorgung bereits vor dem Brand in der Kritik stand, sind katastrophal. Die medizinische Versorgung Verletzter ist schwierig, die Unterbringung der obdachlos gewordenen Familien verläuft schleppend. Einige sind in den Zelten von Freunden und Verwandten untergekommen, 50 Familien konnten ad hoc in einer Unterkunft untergebracht werden - aber auch dort sind die hygienischen Umstände mehr als schwierig: Es gibt derzeit für alle Personen nur eine ungenügende Zahl sanitärer Anlagen. Hinzu kommt eine Hitzewelle, die den Nordirak gerade im Griff hat.

Brand macht Lage noch prekärer

Seit mehr als sieben Jahren leben die jesidischen Familien schon in dem Lager, ohne eine Perspektive für eine mögliche Rückkehr. Das Feuer verschlimmert die ohnehin schon prekäre Situation der Familien zusätzlich. Unsere Partnerinnen von EMMA bleiben weiter an der Seite der Familien. Um noch mehr Betroffene in der Krise schnell und effektiv unterstützen zu können, sind wir auf Spenden angewiesen. Vielen Dank für Ihre Solidarität mit den Familien, deren Existenzgrundlage durch den Brand zerstört wurde.

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