Dr. Monika Hauser
Monika Hauser wurde 1959 in der Schweiz geboren und wuchs dort auf. Als Kind Südtiroler Eltern ist sie italienische Staatsbürgerin. Nach dem Schweizer Abitur folgte ein Medizinstudium in Innsbruck, das sie 1984 mit ihrer Promotion abschloss. Nach ihrem Examen an der Universität Bologna und dem darauf folgenden Erhalt der deutschen Approbation nahm sie 1988 eine Tätigkeit als Assistenzärztin in der Frauenklinik Essen auf. 1998 beendete sie ihre Ausbildung zur Fachärztin für Gynäkologie und war unter anderem einige Jahre in einer gynäkologischen Praxis in Köln tätig.
Von 1992 bis 1994 plante und realisierte Monika Hauser gemeinsam mit bosnischen Fachfrauen das Frauentherapiezentrum Medica Zenica in Zentralbosnien, dessen Leitung sie übernahm. Aus diesem Engagement entstand der Verein medica mondiale e.V. in Köln. Während der nächsten sechs Jahre entwickelte Monika Hauser als Vorstandsfrau medica mondiale weiter und es folgten wiederholte längere Aufenthalte in Zenica. 1999 startete sie das Projekt medica mondiale Kosova, das verbunden war mit mehreren Projekt-Reisen nach Albanien und Kosova. Im Jahr 2000 übernahm Monika Hauser die politische Geschäftsführung von medica mondiale.
medica mondiale setzt sich ein für traumatisierte Frauen und Mädchen in Kriegs- und Konfliktgebieten. Dabei verbindet die Organisation die direkte und individuelle Unterstützung der Überlebenden sexualisierter Kriegsgewalt immer mit frauenpolitischer Menschenrechtsarbeit mit dem Ziel, die gesellschaftliche Position für Frauen zu verbessern. Mit einer feministischen und solidarischen Haltung kämpft medica mondiale beispielsweise gegen die sexuelle Ausbeutung von Frauen durch internationale Mitarbeiter von Hilfsorganisationen und engagiert sich für Gerechtigkeit für Frauen vor internationalen Strafgerichtshöfen.
Neben der Etablierung von medica mondiale als Fach- und Menschenrechts-Organisation gehört daher zu Monika Hausers wichtigsten Aufgaben die Öffentlichkeitsarbeit. Durch Vorträge im Rahmen nationaler und internationaler Kongresse trägt sie die Anliegen von medica mondiale in eine breite Öffentlichkeit. Federführend entwickelte sie die mittlerweile zertifizierte Modell-Ausbildung „Psychosoziale Beraterin für Frauen“ in Kosova. Seit 2002 engagiert sie sich auch als Trainerin im Rahmen des medica mondiale-Qualifizierungsprogrammes für afghanische Ärztinnen, Krankenschwestern und Hebammen in Kabul.
Monika Hauser erhielt für ihre Arbeit zahlreiche renommierte Preise und Auszeichnungen, unter anderem den Gustav-Heinemann-Preis, den Annette-Barthelt-Preis und den Peter-Beier-Preis der Evangelischen Kirche Deutschlands, sowie den „Rotary-Preis Trentino-Südtirol“. In den ARD-Tagesthemen wurde sie 1993 zur „Frau des Jahres“ gewählt. Aufgrund des Bosnien-Rückführungsbeschlusses der Innenminister 1996 lehnte sie die Auszeichnung mit dem Bundesverdienstkreuz ab. Monika Hauser ist eine der 1000 Frauen der Initiative „1000 PeaceWomen“, die 2005 für den Friedensnobelpreis nominiert wurde.
Vorträge
von Dr. Monika Hauser
Foto-Porträts
Dr. Monika Hauser zum Download
Manuskript der Sendung „Portrait“ vom Deutschlandradio (8.3.2006) ![]()
Manuskript des Radioporträts von SWR1 (12.12.2005) ![]()
Interview des Domradios mit Monika Hauser (2004), 5:28 min, als
Windows Media (2602 KB) oder
MP3 (5142 KB)
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© medica mondiale e.V. · 13.09.2007



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