Mit unserer Arbeit unterstützen wir in erster Linie Frauen und Mädchen, die in Kriegs- und Konfliktgebieten geschlechtsspezifische, insbesondere sexualisierte Gewalt erfahren haben oder von ihr bedroht sind. Betroffene sollen die Chance erhalten, trotz der Erfahrung entwürdigender und zerstörerischer Gewalt eigenständig und selbstbestimmt zu leben. Es gilt, sie so zu stärken, dass sie die Nachkriegsgesellschaft wirkungsvoll mitgestalten können.

Für eine umfassende Unterstützung von Überlebenden sexualisierter und anderer Gewalt arbeiten wir auf lokaler, regionaler und nationaler Ebene mit unterschiedlichen gesellschaftlichen AkteurInnen zusammen. Dazu zählen Familienangehörige, religiöse Autoritäten und Dorfälteste, das Personal von Polizei, Gerichten und Ministerien sowie Schulen und Krankenhäuser. Oft ist es nötig, auf Werte, Normen und Verhaltensweisen Einfluss zu nehmen, damit Gemeinden und politisch Verantwortliche auf eine Verbesserung der Lebenssituation von Frauen und Mädchen hinwirken. Nur wenn diese AkteurInnen Betroffene mit einer respektvollen und solidarischen Haltung begegnen und wenn Hilfsangebote staatlicher wie zivilgesellschaftlicher Institutionen sinnvoll ineinander greifen, können Frauen und Mädchen adäquate Unterstützung erhalten. Indirekt fördern wir mit unserer Auslandsarbeit auch Personen und zivilgesellschaftliche Gruppen im weiteren Umfeld der Frauen, sowie die Nachkriegsgesellschaft als Ganzes. Mittel- bis langfristig profitieren alle davon, wenn sich die Situation für Frauen und Mädchen verbessert.