medica mondiale beteiligt sich an der internationalen Kampagne „Stop Rape & Gender Violence in Conflict" ("Stoppt Vergewaltigung und geschlechtsspezifische Gewalt in Konfliktgebieten"). Gegründet im Mai 2012 von der Nobel Women‘s Initiative, vereint die Kampagne Friedensnobelpreisträgerinnen sowie frauenpolitisch engagierte Organisationen und Gruppen in einem starken Bündnis. Das Ziel: Gemeinsam den Druck auf die deutsche und internationale Politik zu erhöhen, um endlich ernsthaft gegen sexualisierte Kriegsgewalt vorzugehen. 

Prevent! Protect! Prosecute!

Verhindern! Beschützen! Bestrafen! – dieser Aufruf gegen sexualisierte Kriegsgewalt bringt die zentralen Forderungen auf den Punkt:

  • Sexualisierte Kriegsgewalt verhindern!
  • Vor sexualisierter Kriegsgewalt schützen!
  • Die Täter bestrafen!

Die internationale Kampagne „Stop Rape & Gender Violence in Conflict" richtet sich mit diesen Forderungen an alle politischen EntscheidungsträgerInnen weltweit.

Wer kann bei der Kampagne „Stop Rape in Conflict" mitmachen und wie?

Die internationale Kampagne versucht, unterschiedliche AkteurInnen aus aller Welt zusammen zu bringen – Einzelpersonen, Organisationen, Aktionsgruppen, Institutionen. Sie sollen sich mit ihren jeweiligen Mitteln und Möglichkeiten dafür einsetzen, dass endlich mehr für den Schutz von Frauen vor sexualisierter Gewalt getan wird und den Überlebenden Gerechtigkeit zuteilwerden kann. Auf der englischsprachigen Kampagnenhomepage werden zehn verschiedene Möglichkeiten aufgezeigt, wie Sie sich auch als Einzelperson an der Kampagne beteiligen können. Ein erster Schritt ist die Online-Eintragung auf die UnterstützerInnenliste.

Wir freuen uns, wenn Sie sich mit Ihrem Namen für die Ziele der Kampagne einsetzen:

Join the pledge now
10 actions you can take

Warum beteiligt sich medica mondiale an der Kampagne und wie?

Jessica Mosbahi, Referentin für Menschenrechte und Politik bei medica mondiale: „Die Kampagne ermöglicht uns eine noch stärkere internationale Vernetzung zum Thema sexualisierte Kriegsgewalt. Unser Ziel ist es, ein besseres Zusammenwirken mit anderen internationalen Organisationen zu diesem immer noch tabuisierten Thema zu erreichen und dadurch größeren Einfluss auf die Politik auszuüben." medica mondiale wird im Rahmen der Kampagne „Stop Rape in Conflict" zum Beispiel die Bundesregierung erneut auffordern, endlich wirksame außen- und sicherheitspolitische Strategien zur Bekämpfung von sexualisierter Kriegsgewalt für Länder wie Afghanistan und der Demokratischen Republik Kongo zu entwickeln. Weitere Organisationen, die an der Kampagne teilnehmen, sind unter anderem: Amnesty International, Human Rights Watch, Action Aid, Gunda Werner Institut, Internationale Frauenliga für Frieden und Freiheit und das Forum Menschenrechte.

Was kann die Kampagne „Stop Rape in Conflict" bewirken und gibt es schon Erfolge?

Die Kampagne konnte schon erste Erfolge erzielen: Das kanadische Parlament unterstützt die Forderungen von „Stop Rape & Gender Violence in Conflict" bereits. Das Parlament hat die kanadische Regierung deshalb dazu aufgerufen, eine weltweit führende Rolle im Kampf gegen sexualisierte Gewalt einzunehmen.

Was tut die internationale Politik gegen sexualisierte Kriegsgewalt?

„Sexualisierte Kriegsgewalt kann Konfliktsituationen erheblich verschärfen und die Wiederherstellung von Frieden und Sicherheit be- oder sogar verhindern", so sagt es der UN-Sicherheitsrat in seiner Resolution 1820 vom 19. Juni 2008. Trotz der klaren Worte, die der Sicherheitsrat gefunden hat, spielt das Thema sexualisierte Kriegsgewalt immer noch eine untergeordnete Rolle in der internationalen Außen- und Sicherheitspolitik. PolitikerInnen weltweit unterschätzen nach wie vor die friedens- und sicherheitspolitische Dimension sexualisierter Gewalt. Sie neigen dazu, das unangenehme Problem zu ignorieren oder aber auf die Zeit nach dem Krieg zu verschieben.

Foto/Logo: © The International Campaign to Stop Rape & Gender Violence in Conflict