14. Dezember 2010

Bosnien: Entschädigung für im Krieg vergewaltigte Frauen

Seit Oktober 2006 haben im Krieg vergewaltigte Frauen in Bosnien gesetzlichen Anspruch auf eine monatliche Invalidinnenrente. Dieser Akt der Entschädigung und gesellschaftlichen Anerkennung von Überlebenden sexualisierter Kriegsgewalt ist weltweit einzigartig. Vorausgegangen war eine mehrjährige Kampagne eines Netzwerkes bosnischer Frauenorganisationen – federführend dabei auch das Frauentherapiezentrum Medica Zenica.

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23. März 2010

Medica Kosova: Unterstützung für Minderheiten

Frauen, die einer ethnischen Minderheit angehören, haben es in Kosovo doppelt schwer. Roma, Sinti oder Askahli sind fast überall im Land Gewalt und Diskriminierung ausgesetzt. Die meisten dieser Frauen leben zudem in bitterer Armut und unter schwierigen sozialen Bedingungen. In ihren Siedlungen herrscht oftmals ein Klima der Gewalt, von dem Frauen besonders hart betroffen sind. Während des Krieges gab es regelrechte Pogrome gegenüber den ethnischen Minderheiten, in deren Verlauf etliche Familien ihre Dörfer verlassen und fliehen mussten. Zwar stehen Angehörige ethnischer Minderheiten heutzutage offiziell unter dem Schutz der Vereinten Nationen – die Realität zwingt sie jedoch weiterhin an den Rand der Gesellschaft. Seit Ende des Krieges unterstützt Medica Kosova Minderheiten-Frauen in Kosovo mit medizinischer und psychosozialer Beratung.

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17. Februar 2010

Medica Tirana: Die Entstehung von Medica Tirana

1999 – mitten im Kosovakrieg – entstand mit Unterstützung von medica mondiale in Albaniens Hauptstadt Tirana ein kleines Frauentherapie- und Beratungszentrum. Anlass waren die vielen kosovarischen Flüchtlinge, die damals vor dem serbischen Militär über die Berge ins albanische Nachbarland geflohen waren. Im größten Flüchtlingslager baute medica mondiale ein Zelt auf, in dem Frauen Medikamente und Nahrung für ihre Kinder erhielten. Für die psychosoziale Betreuung der mehrheitlich albanischstämmigen Flüchtlingsfrauen aus Kosova wurden albanische Fachfrauen eingesetzt.

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28. August 2009

medica mondiale bei Kölner Premiere von STURM

Recht und Gerechtigkeit – dass es sich dabei um durchaus verschiedene Sachverhalte handelt, wird bei den Prozessen vor Internationalen Tribunalen immer wieder deutlich: Anklagepunkte zu Vergewaltigungen lassen die Prozessverantwortlichen häufig unter den Tisch fallen, Frauen, die in Kriegen vergewaltigt wurden, werden oft höchst unsensibel behandelt, Maßnahmen zu ihrem Schutz sind zumeist absolut nicht ausreichend. Mit diesem Thema befasst sich nun ein neuer Spielfilm: Sturm von Hans-Christian Schmid.

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15. Juli 2009

Endspurt beim Merkel-Appell: Unterschreiben Sie jetzt!

Mit einer Unterschriftenaktion im Rahmen der Kampagne “IM EINSATZ“ fordert medica mondiale die Bundeskanzlerin auf, sich weltweit gegen Kriegsgewalt gegenüber Frauen einzusetzen. Die Übergabe der Unterschriften findet am 1. September 2009 in Berlin statt. medica mondiale sammelt die Postkarten und E-Mails noch bis zum 15. August 2009.Zeigen Sie Einsatz und unterschreiben auch Sie folgende Postkarte an Angela Merkel:

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02. Januar 2009

Empfang zu Ehren von Monika Hauser im Historischen Rathaus Köln

Aus Anlass der Verleihung des Alternativen Nobelpreises an Monika Hauser hat der Oberbürgermeister der Stadt Köln, Fritz Schramma, die Kölner Gynäkologin am 22. Dezember 2008 mit einem Empfang im Historischen Rathaus geehrt. “Veränderung ist möglich, wir müssen es bloß tun” schrieb Monika Hauser in das Gästebuch der Stadt Köln. Zwei langjährige Mitarbeiterinnen von medica mondiale, Elke Schell-Fischer und Kirsten Wienberg, setzten außerdem ihre Unterschrift darunter. In seiner Rede lobte Oberbürgermeister Fritz Schramma das selbstlose und unbeirrbare Engagement der Kölnerin.

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