27. April 2013

medica mondiale feiert ihr 20stes Jubiläum in Köln

„Am Anfang war die Wut – 20 Jahre im Einsatz für traumatisierte Frauen" lautete der Titel einer Podiumsveranstaltung, mit der medica mondiale am 9. April 2013 das 20-jährige Bestehen der Organisation in Köln gefeiert hat. Gründungsfrauen aus Köln und Bosnien blickten gemeinsam zurück auf die Anfangszeit und berichteten über...

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19. Dezember 2012

Medica Zenica: Der Krieg ist nicht vorbei – Vergessenes Leid bosnischer Frauen

Mehr als zwanzig Jahre sind inzwischen vergangen, seit die ersten Berichte über Massenvergewaltigungen von bosnischen Frauen bekannt wurden. Mehrere Tausende Frauen wurden im Krieg in Bosnien-Herzegowina systematisch von serbischen Soldaten vergewaltigt, gefoltert und in Lagern gefangen gehalten – manche von ihnen wochenlang....

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08. Februar 2012

Kosovo: Von Anfang an vor Ort

Schätzungsweise 20.000 Frauen wurden während des Kosovokieges (1998-1999) vergewaltigt. Viele leiden bis heute an den Folgen der Gewalt. Seit 1999 unterstützt Medica Kosova überlebende Frauen durch umfassende Beratung und den Aufbau von Selbsthilfegruppen. Seit 2011 arbeitet auch die neu gegründete Organisation Medica Gjakova mit ähnlicher inhaltlicher Ausrichtung in der Region.

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22. Juni 2011

Medica Kosova: Juristische Unterstützung

In Kosovo garantiert das Gesetz Frauen und Männern gleiche Rechte – in der praktischen Rechtsprechung werden Frauen jedoch noch immer stark diskriminiert. Besonders auf dem Land, wo das Denken der Bevölkerung durch das jahrhundertealte Stammesrecht "Kanun" geprägt ist, beeinflussen patriarchale Überzeugungen weiterhin die Auslegungen und Anwendung der Gesetze.

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15. Mai 2011

Medica Kosova: Landwirtschaftsprojekte für Witwen im Kosovo

Seit 2004 unterstützt Medica Kosova Frauen in den ländlichen Gebieten rund um Gjakova, Deqan and Prizren. Die Mehrheit der unterstützen Frauen sind Kriegswitwen. Entsprechend dem jahrhundertealten Gewohnheitsrecht des "Kanun" haben Witwen kaum Rechte: sie dürfen nicht wieder heiraten, kein selbstständiges Leben führen und kaum aus dem Haus gehen. Diesen frauenfeindlichen Traditionen setzt Medica Kosova den Aufbau von landwirtschaftlichen Selbsthilfegruppen entgegen, in denen Frauen wieder Mut entwickeln und sich vor allem durch kleine landwirtschaftliche Produktionen eine eigene Existenz aufbauen können.

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24. April 2011

Medica Kosova: Gynäkologische Versorgung mit psychosomatischer Orientierung

Im Kosovo sind Frauen, die sexuelle Gewalt und Übergriffe erlebt haben, häufig auf sich allein gestellt. Viele gehen nicht zum Arzt aus Scham und Angst vor unsensiblen Behandlungsmethoden. Unter den gesundheitlichen Folgen der traumatischen Gewalterfahrungen leiden die Frauen oft noch jahrelang. Viele haben anhaltende gynäkologische und psychosomatische Beschwerden wie chronische Unterleibsschmerzen, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr, Inkontinenz und problematische Schwangerschaftsverläufe. Bei nicht wenigen Frauen wird Brust- oder Gebärmutterkrebs diagnostiziert. Die gesellschaftliche Tabuisierung, die die Frauen dazu zwingt, ihre Erfahrungen zu verbergen, begünstigt die Entwicklung dieser Symptome.

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