13. Januar 2010

Afghanistan: Offener Brief an die Bundesregierung

Im Vorfeld der internationalen Konferenz zu Afghanistan am 28. Januar 2010 in London hat medica mondiale gemeinsam mit Amnesty International Deutschland und Human Rights Watch der deutschen Bundesregierung in einem öffentlichen Brief konkrete Empfehlungen und Forderungen unterbreitet, um die Menschenrechtslage in Afghanistan langfristig zu verbessern. Entschieden stärker als bisher müsse sie sich für den Auf- und Ausbau von staatlichen Strukturen und Diensten im Bereich Gemeinwesen, Justiz und Gesundheit sowie für die Stärkung rechtsstaatlichen Handelns und die Beendigung der Straflosigkeit einsetzen.

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11. Dezember 2009

Monika Hauser zu Gast bei „klug und mutig!“

Vor rund 300 Gästen sprach Monika Hauser am Mittwoch, den 9. Dezember 2009, im Hamburger KörberForum über ihren unermüdlichen Einsatz für Frauen und Mädchen, die in Krisenregionen sexualisierte Gewalt erfahren haben. In der Gesprächsreihe „klug und mutig!“ befragte die Fernsehjournalistin Maria von Welser die Gründerin von medica mondiale, woher sie die Kraft und die Motivation für ihre Arbeit nimmt, welche politischen Ziele sie mit ihrem Verein verfolgt und was Menschen von Deutschland aus tun können, um die Situation in den Konfliktregionen zu verbessern.

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18. November 2009

Ruandischer Milizführer endlich verhaftet

medica mondiale begrüßt die Verhaftung des Hutu-Milizführers Ignace Murwanashyaka am Dienstag, den 17. November, durch Fahnder des Bundeskriminalamtes in Karlsruhe. Dem Präsidenten der bewaffneten ruandischen Hutu-Exilbewegung FDLR wird vorgeworfen, jahrelang von Baden-Württemberg aus Gewalttaten an Zivilisten im Ostkongo befehligt zu haben – auch Hunderte Frauen und Kinder sind unter diesen Befehlen vergewaltigt und ermordet worden. „Deutschland hat im Grunde über Jahre hinweg Kommandanten und einfachen Soldaten einen Freibrief für Vergewaltigungen und andere Verbrechen ausgestellt und mit der Ignoranz gegenüber Ignace Murwanashyaka die Taten in der Demokratischen Republik Kongo akzeptabel gemacht.“

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08. November 2009

Medica Afghanistan: Schulung medizinischer Fachfrauen

Das Gesundheitssystem ist in Afghanistan kaum entwickelt. Jährlich sterben unzählige Frauen während Schwangerschaft oder Geburt. Die Mehrheit der Schwangeren muss ohne jegliche professionelle Hilfe ihre Kinder zur Welt bringen; für sehr viele Frauen sind Kliniken nicht in erreichbarer Nähe. Oftmals verbieten auch die Ehemänner oder andere Familienangehörige den Schwangeren, in ein Krankenhaus zu gehen. Die medizinische Unterversorgung für Mutter und Kind wirkt sich entsprechend auf die Säuglings- und Kindersterblichkeit aus, die sehr hoch ist. Jedes vierte Kind stirbt vor seinem fünften Lebensjahr.

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28. August 2009

medica mondiale bei Kölner Premiere von STURM

Recht und Gerechtigkeit – dass es sich dabei um durchaus verschiedene Sachverhalte handelt, wird bei den Prozessen vor Internationalen Tribunalen immer wieder deutlich: Anklagepunkte zu Vergewaltigungen lassen die Prozessverantwortlichen häufig unter den Tisch fallen, Frauen, die in Kriegen vergewaltigt wurden, werden oft höchst unsensibel behandelt, Maßnahmen zu ihrem Schutz sind zumeist absolut nicht ausreichend. Mit diesem Thema befasst sich nun ein neuer Spielfilm: Sturm von Hans-Christian Schmid.

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14. August 2009

Afghanistan vor den Wahlen

Am 20. August werden in Afghanistan der Präsident und die Mitglieder der Provinzräte neu gewählt. Was sind die Hoffnungen und Ängste afghanischer Frauen im Hinblick auf die Wahlen? Wie beurteilen engagierte Frauen ihre Rechte, Rollen und Chancen? Darüber sprach die Journalistin Ann Jones in Kabul mit einer Mitarbeiterin von medica mondiale Afghanistan. In Anbetracht der angespannten Sicherheitslage kurz vor den Wahlen bleiben die Namen unserer MitarbeiterInnen vor Ort ungenannt, um sie nicht zu gefährden.

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