14. Dezember 2010

Bosnien: Entschädigung für im Krieg vergewaltigte Frauen

Seit Oktober 2006 haben im Krieg vergewaltigte Frauen in Bosnien gesetzlichen Anspruch auf eine monatliche Invalidinnenrente. Dieser Akt der Entschädigung und gesellschaftlichen Anerkennung von Überlebenden sexualisierter Kriegsgewalt ist weltweit einzigartig. Vorausgegangen war eine mehrjährige Kampagne eines Netzwerkes bosnischer Frauenorganisationen – federführend dabei auch das Frauentherapiezentrum Medica Zenica.

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03. Dezember 2010

medica mondiale Liberia: Gemeinsam gegen Gewalt an Frauen und Mädchen!

In Liberia wurde die jährlich weltweit stattfindende Kampagne „16 Tage gegen Gewalt an Frauen“ am 25. November in einem großen Stadion in der Hauptstadt Monrovia eröffnet. Eine Vertreterin von medica mondiale Liberia rief im Namen aller im Land tätigen Nichtregierungsorganisationen dazu auf, sich beim Wiederaufbau des Landes gemeinsam gegen sexualisierte Gewalt einzusetzen.

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18. November 2010

Kritischer Blick auf UN-Resolution 1325

„Krisen bewältigen – Bewaffnete Konflikte beenden“ – unter diesem Titel fand in Berlin auf Einladung des Gunda-Werner-Instituts der Heinrich-Böll-Stiftung Ende Oktober eine Konferenz zur UN-Resolution 1325 statt. Anlass war der 10. Jahrestag der Verabschiedung der Resolution, die alle Mitgliedsstaaten und die internationale Gemeinschaft verpflichtet, sich für eine stärkere Beteiligung von Frauen bei Prävention, Bewältigung und Beilegung von Konflikten einzusetzen. FriedensaktivistInnen und WissenschaftlerInnen aus allen Kontinenten kamen zusammen, um Bilanz zu ziehen und einen kritischen Blick auf die Umsetzung der Resolution zu werfen.

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14. Oktober 2010

Friedensaktivistinnen fordern umfassende politische Veränderungen

Kurswechseln – Mit Frauen in die Zukunft! So lautete das Motto des internationalen Forums, das medica mondiale gemeinsam mit dem Internationalen Frauenzentrum Bonn (ifz) am 16. September in Bonn ausrichtete. Die Veranstaltung fand im Rahmen der Internationalen Konferenz „kursWECHSELN!“ zum 30-jährigen Bestehen des Alternativen Nobelpreises statt. Namhafte Preisträgerinnen aus Indien, Kroatien, Malaysia und Schweden folgten der Einladung zu diesem einzigartigen Frauenforum. Gemeinsam mit über fünfzig Teilnehmerinnen aus Forschung, Politik und Entwicklungszusammenarbeit diskutierten sie intensiv, wie die Situation von Frauen weltweit verbessert werden kann und wie AkteurInnen aus Zivilgesellschaft, Politik und Wirtschaft dazu beitragen können.

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16. Juli 2010

Aktivistinnen bringen sich in afghanischen Friedensprozess ein

In einer gemeinsamen Presseerklärung im Nachgang zur Friedens-Dschirga im Juni in Kabul haben sich afghanische Frauenrechtsaktivistinnen kritisch zu deren Ausgang geäußert. Die VertreterInnen von zehn Nichtregierungs-Organisationen begrüßten in ihrer Erklärung die aktive Teilnahme von Frauen an der nationalen Friedensversammlung. Gleichzeitig sprachen sie sich vehement gegen jede Form von Friedensverhandlung aus, die die Errungenschaften der letzten zehn Jahre auf dem Gebiet der Frauenrechte in Afghanistan gefährden könnten.

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07. Juni 2010

medica mondiale entsetzt über Mord an kongolesischem Menschenrechtsaktivisten

Am 2. Juni wurde der kongolesische Menschenrechtler Floribert Chebeya Bahizire tot und mit gefesselten Händen in einem Auto in der Hauptstadt Kinshasa aufgefunden. Der Leiter der Organisation La Voix des Sans-Voix (Stimme der Stimmlosen) hatte in der Vergangenheit mehrfach mit Immaculée Birhaheka zusammengearbeitet, der Leiterin von PAIF, kongolesische Partnerorganisation von medica mondiale. „Ich bin schockiert über den Mord an Chebeya und hoffe sehr, dass eine unabhängige Untersuchung die Täter ermittelt“, erklärte Birhaheka.

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