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19. Juli 2012

Sicherheitslage in der DR Kongo äußerst besorgniserregend

Köln, 19. Juli 2012. Mit großer Sorge verfolgt medica mondiale derzeit die Situation im Osten der Demokratischen Republik Kongo (DR Kongo). Besonders in der Provinz Nord-Kivu kommt es seit einigen Monaten zunehmend zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen der kongolesischen Regierungsarmee und Rebellengruppen. Über 200.000 Menschen sind laut UN-Flüchtlingshilfswerk aufgrund der Unruhen auf der Flucht, innerhalb der DR Kongo sowie nach Ruanda, Uganda und Burundi. In Goma, mit einer halben Million EinwohnerInnen die wichtigste Stadt im äußersten Osten des Landes, rechnet die Bevölkerung mit dem Schlimmsten.

Berichten zufolge hat die Präsenz militärischer Kräfte in der Stadt stark zugenommen. Die UN-Mission im Kongo (MONUSCO) und die kongolesische Regierung haben Tausende Soldaten in die Provinzhauptstadt geschickt, um einen möglichen Angriff seitens der Rebellen abzuwehren.

"Unsere Partnerinnen vor Ort befinden sich in einer sehr schwierigen Lage", erklärt Monika Hauser, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied von medica mondiale. "Wir stehen im engen Kontakt mit den Kongolesinnen und unterstützen sie nach unseren Möglichkeiten."

Seit 2004 fördert medica mondiale verschiedene kongolesische Frauenorganisationen in den ostkongolesischen Kivu-Provinzen. Mutig und engagiert setzen diese sich für die Rechte und den Schutz von Frauen und Mädchen ein, die von der anhaltenden Kriegsgewalt betroffen sind. Die Gewalt gegen Frauen und Mädchen ist unbeschreiblich hoch. Bei Angriffen bewaffneter Milizen auf die Dörfer oder bei Militäraktionen der Regierungsarmee gegen verbliebene Rebellengruppen kommt es immer wieder zu Vergewaltigungen, Plünderungen und Morden.

Eine kontinuierliche Berichterstattung zur Lage in der DR Kongo finden Sie unter www.taz.de