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22. November 2017

Sexualisierte Gewalt: Jede Frau zählt.

Pressemitteilung: Köln, 22. November 2017. „Diskriminierung, Übergriffe und Vergewaltigungen – die Debatten der letzten Wochen haben gezeigt: Sexualisierte Gewalt ist nicht etwa Ausdruck einer bestimmten Religion, Ethnie, Nationalität oder Klasse, sondern Symptom von tief verwurzelten frauenverachtenden Strukturen unserer patriarchalen Gesellschaften, weltweit", erklärt Monika Hauser, Gründerin von medica mondiale, zum Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen.

 „Ohne politischen und gesellschaft-lichen Willen werden wir das Menschenrecht jeder Frau, frei von Gewalt zu leben, nicht umsetzen können.“

Zum Aktionstag am 25. November fordert die Frauenrechtsorganisation medica mondiale PolitikerInnen weltweit auf, sich konsequent für Geschlechtergerechtigkeit einzusetzen. "Viel zu selten erkennen die Verantwortlichen, wie wichtig es zum Beispiel ist, Frauen gleichberechtigt an Friedensverhandlungen zu beteiligen", betont die Aktivistin Hauser. "Die meisten schrecken davor zurück, sich für Frauenrechte einzusetzen. Das gilt in der Außenpolitik oder auch wenn es um den Schutz geflüchteter Frauen in deutschen Unterkünften geht." 

Frauen und Mädchen sind immer dann in Gefahr, wenn die Möglichkeit besteht, Gewalt auszuüben, so Hauser weiter. Das gelte insbesondere in Kriegen und Konflikten, aber auch in allen Situationen, in denen, wie oft in männlich geprägten Strukturen, einseitige Machtverhältnisse und Abhängigkeiten bestehen. Prominente Beispiele aus dem Filmgeschäft wie Harvey Weinstein oder Jimmy Savile oder Politiker wie Donald Trump, Dominique Strauss-Kahn, Silvio Berlusconi und Moshe Katzav belegten das. Wie verbreitet Alltagsexismus sei, bewiesen zudem Hashtags wie Aufschrei oder metoo.

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