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18. November 2009

Ruandischer Milizführer endlich verhaftet

medica mondiale begrüßt die Verhaftung des Hutu-Milizführers Ignace Murwanashyaka am Dienstag, den 17. November, durch Fahnder des Bundeskriminalamtes in Karlsruhe. Dem Präsidenten der bewaffneten ruandischen Hutu-Exilbewegung FDLR wird vorgeworfen, jahrelang von Baden-Württemberg aus Gewalttaten an Zivilisten im Ostkongo befehligt zu haben – auch Hunderte Frauen und Kinder sind unter diesen Befehlen vergewaltigt und ermordet worden. „Deutschland hat im Grunde über Jahre hinweg Kommandanten und einfachen Soldaten einen Freibrief für Vergewaltigungen und andere Verbrechen ausgestellt und mit der Ignoranz gegenüber Ignace Murwanashyaka die Taten in der Demokratischen Republik Kongo akzeptabel gemacht.“

"Durch seine überfällige Verhaftung ist jetzt endlich ein Signal gegeben, dass Angehörige von Militär und Milizen nicht ungestraft vergewaltigen können. Mit einem Ende der Straflosigkeit kann den Tausenden von Vergewaltigungen vielleicht endlich Einhalt geboten werden,“ erklärte Monika Hauser anlässlich der Festnahme.

medica mondiale kooperiert seit mehreren Jahren mit der kongolesischen Frauenrechtsorganisation PAIF, die vergewaltigte Frauen und Mädchen unterstützt. 

Informationen zum Projekt finden Sie hier