Zurück zur Übersicht
17. Februar 2014

Regentanz am Rudolfplatz

300 Menschen beteiligten sich am 14. Februar 2014 im strömenden Regen an der Kampagne One Billion Rising auf dem Rudolfplatz in Köln. Ziel des Aktionstages ist es, gegen Gewalt an Frauen und Mädchen zu demonstrieren. Überall auf der Welt, beispielsweise in Afghanistan, Ägypten, Liberia oder Somalia, versammelten sich Menschen, um Gerechtigkeit für Überlebende sexualisierter Gewalt zu fordern und Solidarität zu zeigen. Auch medica mondiale schloss sich dem Aufruf an.

„Stellt euch vor, heute demonstrieren, begleitet von der Polizei, auch in Kabul Frauen und Männer gegen die massive Gewalt. Sie trotzen damit allen, die ihre Rechte mit Füssen treten", berichtete Monika Hauser, Gründerin von medica mondiale, in ihrer Rede auf dem Rudolfplatz. „Lasst uns unsere Wut und Empörung in Mut umwandeln. Wir alle, Frauen und Männer, Mädchen und Jungen, können unsere Stimme jeden Tag erheben und eintreten für eine Welt, in der alle ohne Gewalt und in Würde leben."

Jede dritte Frau wird im Laufe ihres Lebens vergewaltigt oder geschlagen, so eine Studie der Weltgesundheitsorganisation. Gegen diese Menschenrechtsverletzungen richtet sich One Billion Rising, initiiert 2012 von der amerikanischen Feministin Eve Ensler. „Erhebt euch! Befreit euch! Tanzt!" – so lautete der Aufruf zu One Billion Rising 2014. Und das ist wörtlich zu nehmen: Zentrales Element der Proteste ist ein Tanz der Menge zum Kampagnenlied „Break the Chain".

Kraft und Lebensfreude bilden das Fundament von One Billion Rising. Und dieses Fundament trägt, das belegten all die tanzenden, jubelnden Menschen mit Regenschirmen auf dem Rudolfplatz. Zwischen den Tanzeinlagen sprachen Bürgermeisterin Angela Spizig, Eva Pohl vom Arbeitskreis Kölner Frauenvereinigungen, Frauke Mahr von der LOBBY FÜR MÄDCHEN sowie Monika Hauser zu den DemonstrantInnen. Danke an das Bündnis „Lila in Köln" für die Organisation von One Billion Rising 2014.

http://www.onebillionrisingforjustice.de/

http://www.onebillionrising.org/

Fotos:

© Mechthild Buchholz/medica mondiale