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15. Juli 2011

Politische Aktionen 2010 gegen Gewalt an Frauen

Exzessive Gewalt, Straffreiheit und Rechtlosigkeit gehören zur Lebensrealität der Frauen im Kongo. Frauenorganisationen vor Ort kämpfen seit Jahrzehnten gegen die vorherrschende Gewalt. Unter diesen schwierigen Bedingungen ist die Zusammenarbeit zwischen unterschiedlichen Frauenorganisationen sehr wichtig. Das betrifft den Austausch in der DR Kongo, zwischen afrikanischen Ländern und auf internationaler Ebene. Wie eng lokale, nationale und internationale Friedensarbeit verbunden sind, verdeutlicht das von medica mondiale entwickelte Konzept, die Friedens- und Frauenrechtsaktivistinnen innerhalb ihrer Länder, auf dem afrikanischen Kontinent und international stärker zu vernetzen.

Frauen für Frieden und Gerechtigkeit

Jeannine Mukanirwa unterstreicht die große Bedeutung der von medica mondiale ermöglichten Kooperation für ihre Arbeit: Sie könne sich mit Mitstreiterinnen austauschen, die ähnliche Ziele verfolgen und ebenfalls mit lebensgefährlichen Bedrohungen konfrontiert sind. Gemeinsam können sie über ihre Probleme sprechen, über die großen Gefahren bei ihrer Arbeit und die bedrohliche Sicherheitslage der Frauen in ihren Ländern. Vor allem können sie sich gegenseitig ermutigen und stärken. Diese Solidarität sei sehr inspirierend.

Als Leiterin des medica mondiale Friedensprojektes in der DR Kongo betont Mukanirwa, dass die beteiligten Frauenrechtsaktivistinnen voneinander lernen, wie sie ihre politische Lobbyarbeit verbessern können. Ihr Erfahrungsaustausch trage zu Synergien bei. Besonders intensiv diskutierten sie über unterschiedliche Strategien, um politische Prozesse zu verändern.