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15. Februar 2017

One Billion Rising in Köln: "Feminismus ist großartig"

„Es ist an der Zeit, eine neue Geschichte zu erzählen. Es muss unsere Geschichte werden.“, schreibt Eve Ensler, die Begründerin von One Billion Rising in ihrem Text „Aufbruch“. Am 14. Februar haben Menschen auf der ganzen Welt ein kleines Kapitel dieser Geschichte mitgestaltet – mit dabei: die Mitarbeiterinnen von medica mondiale.

In unzähligen Städten der Welt tanzten Menschen für Selbstbestimmung und erhoben sich gegen Gewalt an Frauen und Mädchen. Der Tanz-Aktionstag One Billion Rising spülte Tausende bunte, starke Fotos von AktivistInnen in die Sozialen Medien. Die weltweite Frauenbewegung ist sichtbar und vierfältig wie lange nicht.

 

medica mondiale bei One Billion Rising

Auch medica mondiale unterstützte den Aktionstag in Köln: 25 Mitarbeiterinnen schlossen sich mit selbstgestalteten Plakaten der Demo auf dem Kölner Alter Markt, an. „Solidarität gegen die Ausbeutung von Frauen" war die Überschrift von One Billion Rising 2017. Mit „Kriegsbeute bis heute“-Plakaten wollten wir auf sexualisierte Kriegsgewalt aufmerksam machen, die immer noch als Kriegswaffe eingesetzt wird.

Außerdem haben wir uns mit den Sprüchen „Equality first“ (Gleichberechtigung zuerst!) und „Feminism is Great- You'll love it (Feminismus ist großartig, du wirst ihn lieben) mit der internationalen Frauenbewegung und dem Women’s March in den USA solidarisiert.

One Billion Rising – Tanzfläche der Gleichberechtigung

Mit starken, bemerkenswerten Stimmen sangen zwei junge Frauen den Soundtrack von One Billion Rising. Der Kölner Alter Markt wurde zur temporären Tanzfläche der Gleichberechtigung.

„Es geht nicht darum, ob wir jetzt fordern oder noch warten. Es geht um den Aufbruch“ heißt es weiter in Eve Enslers Text. Die Aufbruchsstimmung haben alle Beteiligten in Köln bei Sonnenschein gespürt. Zusammen mit 300 anderen DemonstrantInnen und jeder Menge Zuversicht konnten wir der frauenfeindlichen Stimmung in der Welt etwas entgegensetzten. Denn Gewalt gegen Frauen passiert immer noch, jeden Tag, jede Minute. Knapp 3,7 Milliarden Frauen leben auf der Erde. Jede dritte erlebt im Laufe ihres Lebens körperliche oder sexualisierte Gewalt. Also betrifft diese Gewalt eine Milliarde (one billion) Frauen und Mädchen.

Solidarität zum Anfassen

Doch inmitten einer tanzenden Gruppe aus AktivistInnen zu stehen, belebt die Solidarität mit Frauen, die Gewalt erleben, zu Hause, auf der Straße oder auf der Flucht. One Billion Rising schafft es, die Wut der aktuellen Lage ins Positive zu drehen und Hoffnung und Solidarität daraus zu machen.

Von der Bühne aus riet Mitveranstalterin Barbara Winter dem Publikum, sich umzuschauen und wahrzunehmen, wer neben einem steht, wer Teil dieser Bewegung ist. Sie rief auf, sich an den Händen zu fassen, um die Solidarität spürbar zu machen. Organisiert wurde die Demo unter anderem von „Lila in Köln“ dem Bündnis autonomer Frauenprojekte gegen Gewalt an Frauen und Mädchen. Vielen Dank für euer Engagement.

Text von Eve Ensler, „Aufbruch“ (PDF, Deutsch)