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15. Februar 2013

Monika Hauser beim Aktionstag One Billion Rising

"Ich wünsche allen Frauen, dass sie die Energie dieses Tages mitnehmen können. Dass sie sich trauen, das Thema Gewalt gegen Frauen immer wieder anzusprechen, dass sie nicht mehr schweigen, dass sie aufstehen." Beim weltweiten Aktionstag One Billion Rising gegen Gewalt an Frauen sprach sich Monika Hauser von medica mondiale dafür aus, Gewalt beim Namen zu nennen und gegen die Straflosigkeit der Täter zu kämpfen. One Billion Rising am 14. Februar 2013 ist Teil des V-Day, einer globalen Bewegung gegen Gewalt an Frauen, gegründet von der amerikanischen Frauenrechtlerin Eve Ensler.

Viele hundert Frauen und Männer waren zum Roncalliplatz in Köln gekommen, um Teil von One Billion Rising zu sein. Die Idee: Eine Billion, also eine Milliarde Menschen gehen weltweit auf die Straße und demonstrieren gegen Gewalt an Frauen. Denn genau so viele Frauen werden laut einer UN-Statistik im Laufe ihres Lebens vergewaltigt oder geschlagen. Die TeilnehmerInnen von One Billion Rising waren aufgerufen zu protestieren, zu tanzen und ein Ende der Gewalt gegen Frauen zu fordern. Und genau das ist passiert. Trotz Kälte, Wind und Schneeregen tanzte die Menge zu den eigens für die Kampagne komponierten Liedern „Amazon Women Rise“ und „Break the Chain.“

In ihrer Rede forderte Hauser körperliche und psychische Unversehrtheit für Frauen, optimale gesundheitliche Versorgung und die Verurteilung der Täter. „Ich wünsche mir auch, dass die Männer endlich Verantwortung übernehmen und mit uns gemeinsam für eine gerechtere Welt kämpfen.“ Außerdem verlas sie Grüße ihrer Kolleginnen von Medica Afghanistan. Sie waren am Morgen des Aktionstages gemeinsam mit Männern durch die Innenstadt von Kabul gezogen. Ihre Forderung lautet: Frauen sind die Hälfte der Menschheit und müssen auf allen politischen, sozialen und wirtschaftlichen Ebenen beteiligt sein, damit eine stabile und sichere Zukunft Afghanistans Wirklichkeit werden kann! Es gibt keinen Fortschritt ohne Fortschritt für Frauen und nirgendwo zeigt sich das dramatischer als in Afghanistan!

Organisiert wurde die Veranstaltung in Köln vom Bündnis autonomer Frauenprojekte „Lila in Köln“ und dem Ehrenfelder Frauen-Fitnessstudio „Ruby-Gym“. Weitere Rednerinnen und Unterstützerinnen: Bürgermeisterin Angela Spizig als Schirmherrin der Veranstaltung, Irmgard Kopetzky vom Verein „Frauen gegen Gewalt“, die Kabarettistin Silvia Doberenz, agisra e.V., „Frauen helfen Frauen“ und die Kopernikus-Hauptschule in Porz mit einer Choreographie von „Break the chain“. Moderiert wurde der Nachmittag von Nina Moghaddam.

Mehr dazu unter: www.onebillionrising.de