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03. Dezember 2014

medica mondiale fordert: Afghanisches Anti-Gewalt-Gesetz stärken

Am 4. Dezember 2014 findet die Londoner Afghanistan-Konferenz mit VertreterInnen von 50 Ländern und 24 internationalen Organisationen statt. Die neue afghanische Regierung und die internationale Gebergemeinschaft werden über ihre zukünftige Zusammenarbeit im Rahmen des zivilen Wiederaufbaus verhandeln. medica mondiale und Medica Afghanistan fordern: Die Einhaltung von Frauenrechten muss Bedingung für die weitere finanzielle Unterstützung Afghanistans sein!

Im Vorfeld der internationalen Verhandlungen in London hatte Medica Afghanistan am 16. November 2014 in Kabul zu einer einzigartigen Konferenz über die praktische Anwendung des afghanischen Gesetzes zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen (EVAW Law) eingeladen. Rund 150 RegierungsvertreterInnen, PolitikerInnen, Religionsführer, PolizistInnen sowie ExpertInnen der internationalen Gemeinschaft und Zivilgesellschaft diskutierten über Strategien für die verbesserte Umsetzung des Anti-Gewalt-Gesetzes.

Mehr Frauen bei der afghanischen Polizei, mehr Strafverfolgung, mehr Aufklärung

Die Mitarbeiterinnen von Medica Afghanistan empfahlen konkret, den Frauenanteil innerhalb der afghanischen Polizei zu erhöhen, eine landesweite Datenbank für die Registrierung von Gewalttaten gegen Frauen und Mädchen einzurichten und Aufklärungskampagnen durchzuführen. Monika Hauser, Gründerin von medica mondiale, unterstützte diese Forderungen in ihrer Rede bei der Konferenz in Kabul: „Ich rufe alle Beteiligten dazu auf, sich in London konsequent für die Stärkung von Frauenrechten in Afghanistan einzusetzen und die Einhaltung des Anti-Gewalt-Gesetzes zu einem verbindlichen Bestandteil der gegenseitigen Vereinbarungen zu machen.“ 

 

Verwandte Themen:

 

The EVAW Law in Medica Afghanistan's legal aid practice (Englisch)

Medica Afghanistan: Position Paper for the implementation of EVAW Law (Englisch)