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07. Juni 2010

medica mondiale entsetzt über Mord an kongolesischem Menschenrechtsaktivisten

Am 2. Juni wurde der kongolesische Menschenrechtler Floribert Chebeya Bahizire tot und mit gefesselten Händen in einem Auto in der Hauptstadt Kinshasa aufgefunden. Der Leiter der Organisation La Voix des Sans-Voix (Stimme der Stimmlosen) hatte in der Vergangenheit mehrfach mit Immaculée Birhaheka zusammengearbeitet, der Leiterin von PAIF, kongolesische Partnerorganisation von medica mondiale. „Ich bin schockiert über den Mord an Chebeya und hoffe sehr, dass eine unabhängige Untersuchung die Täter ermittelt“, erklärte Birhaheka.

Der 46-jährige zählte zu den konsequentesten Bürgerrechtlern in der Demokratischen Republik Kongo und hatte immer wieder die Menschenrechtsverletzungen in dem Land angeprangert. medica mondiale bedauert zutiefst den Tod des engagierten Aktivisten und weist erneut auf die Notwendigkeit des verstärkten Schutzes von MenschenrechtlerInnen in dem Land hin: „Die Bundesregierung und die deutschen Botschaften vor Ort müssen mutigen Frauen und Männern finanziell und organisatorisch helfen und sich mit ihrem gesamten politischen Gewicht dafür einsetzen, dass der Fall aufgeklärt wird und die Täter verurteilt werden“, so Monika Hauser.

Informationen zur kongolesischen Partnerorganisation PAIF finden Sie hier.