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28. Januar 2013

Literaturhinweis: Bildband “in LiBERIA“ von Rendel Freude

Anfang 2012 reiste die Fotografin Rendel Freude nach Liberia. Zwei Wochen lang begleitete sie auch die Mitarbeiterinnen vom Projekt medica mondiale Liberia bei ihrer Arbeit für traumatisierte Frauen und Mädchen in Kriegs- und Krisengebieten. Das Land zählt rund dreieinhalb Millionen EinwohnerInnen und gehört zu den ärmsten Ländern der Welt. Rendel Freudes Bildband erzählt vom Alltag in einer von Bürgerkriegen gezeichneten Region, von seinen Frauen und ihrem Leben. Ein persönlicher Reisebericht ergänzt die Bilder.

Der Bildband ist 2012 als print-on-demand erschienen und kann bei www.blurb.de oder direkt bei Rendel Freude unter info(at)rendel-freude.de bestellt werden.

Inhalt

Schätzungsweise hunderttausende Frauen und Mädchen waren während des Bürgerkriegs von 1989 bis 2003 sexuellen Übergriffen ausgesetzt – vom Kleinkind bis zur Greisin. Etwa 200.000 Menschen starben während dieses Krieges. Zeitweise waren bis zu einem Drittel der Bevölkerung Liberias auf der Flucht. 

Das Land liegt zwischen der Elfenbeinküste und Sierra Leone, im Norden grenzt es an Guinea. Rendel Freude fotografierte in der Hauptstadt Monrovia, in der Provinzhauptstadt Zwedru des Regierungsdistrikts Grand Gedeh und umliegenden Dörfern. Aus den Grenzgebieten in der Elfenbeinküste waren im November 2010 weit über 200.000 Menschen nach Liberia geflüchtet, um sich vor dem Bürgerkrieg während der Präsidentschaftswahlen in Sicherheit zu bringen. 60.000 davon lebten Anfang 2012 immer noch in Liberia. Das Land ist damit überfordert – Nahrungsmittel sind knapp und die KleinbäuerInnen kämpfen ums Überleben.

Davon erzählen auch die Fotos: ein Marktplatz, der als Versammlungsort dient und wo die Dorfsprecherinnen von den ansässigen Hilfsorganisationen zusätzliche Nahrungsmittellieferungen fordern, Lehmhütten unter Palmen, Straßenimpressionen, Kinder beim Spielen, Frauen und Männer in alltäglichen Situationen, Frauen die auf dem Markt Fisch verkaufen oder durch Nähen ihren Lebensunterhalt verdienen.

Aber auch vom Leben der Frauen nach Gewalterfahrungen wird in Bildern berichtet. Im Dorf Solo Town führte medica mondiale einen Workshop zu „geschlechtsbezogener sexualisierter Gewalt" durch. Rendel Freude zeigt uns das Dorf, seine BewohnerInnen und die Frauengruppen im Workshop.
 

Über die Autorin

Rendel Freude (*1964) ist Fotografin, Grafikerin und Künstlerin. Sie ist seit 1998 Freiberuflerin mit eigenem Büro in Köln und unterwegs in der Welt. Als Fotografin ist ihr Anliegen, mit dem Herzen zu sehen und die abgelichteten Menschen als Persönlichkeiten zu zeigen.
 

Über das Buch

„Mit ihren Fotos hat Rendel Freude den Frauen in Liberia ein Gesicht gegeben. 'in LIBERIA' ist ein ruhiges Buch, das es versteht, mit Bildern Geschichten zu erzählen. Bilder, die nicht den einzigen, unwiederbringlichen Augenblick suchen, sondern deren Menschlichkeit beeindruckt. Das Leben, wie es ist. Und es ist veränderlich. Und so wirkt das Buch hoffnungsvoll – Zukunft ist möglich." Hanne Herlan, Journalistin, Berlin