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27. Juli 2015

Kosovo: Präsidentin honoriert Engagement von Medica Gjakova

Prominente Visite bei Medica Gjakova: Am 22. Juli 2015 besuchte die kosovarische Präsidentin Atifete Jahjaga gemeinsam mit Baroness Joyce Anelay, Staatsministerin im britischen Außenministerium und Sonderbeauftragte des Premierministers zur Prävention sexualisierter Gewalt in Konflikten, die Mitarbeiterinnen der Frauenrechtsorganisation in Gjakova. Dabei würdigte Präsidentin Jahjaga die herausragende Arbeit von Medica Gjakova für die Überlebenden von Vergewaltigungen im Kosovokrieg

 

Während des Treffens beschrieb Mirlinda Sada, Direktorin von Medica Gjakova, die besonderen Herausforderungen in der Arbeit und forderte von der kosovarischen Regierung langfristige Unterstützung für betroffene Frauen. Eine Begegnung mit sieben Überlebenden bot den BesucherInnen die Möglichkeit, sich dazu direkt und sehr konkret auszutauschen. "Alle Gespräche waren geprägt von Wertschätzung und sehr ergiebig", erklärte Mirlinda Sada. "Präsidentin Atifete Jahjaga und Baroness Joyce Anelay haben uns und den Überlebenden ihre Aufmerksamkeit und finanzielle Hilfe zugesichert." An der zweistündigen Begegnung im Büro von Medica Gjakova nahm außerdem der britische Botschafter im Kosovo Ruairi O' Connell teil sowie Mimoza Kusari Lila, Bürgermeisterin von Gjakova.

 

Gesellschaftliche Anerkennung für Überlebende sexualisierter Kriegsgewalt


Das Engagement der kosovarischen Präsidentin sowie aller an diesem Treffen Beteiligten zeigt, welche Veränderungen möglich sind, wenn die politische Führung eines Landes das Thema sexualisierte (Kriegs-)Gewalt auf ihre Agenda setzt. Dazu gehört, begangenes Unrecht beim Namen zu nennen, Verantwortung zu übernehmen und zivilgesellschaftliches Engagement zu fördern. So erfahren Überlebende Gerechtigkeit, gesellschaftliche Anerkennung und erhalten die fachliche Unterstützung, die sie benötigen. Eine solche Bereitschaft ist bedauerlicherweise bisher die Ausnahme und nicht die Regel.

Weitere Informationen finden Sie auf der Facebook Seite von Medica Gjakova und in der Pressemitteilung der Präsidentin.