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12. Juni 2012

Gastrede von Monika Hauser im Ludwigshafener Rathaus ließ "Feuer und Energie spüren"

Rund 220 Gäste folgten Ende März im Stadtratssaal Ludwigshafen bewegt dem Vortrag der Gründerin von medica mondiale, Monika Hauser. Gastgeberinnen waren die Zonta Clubs der Region Rhein-Neckar. Sie hatten Hauser anlässlich der Fotoausstellung von medica mondiale "Starke Stimmen - Frauen in Afghanistan" im Ludwigshafener Rathaus um einen Einblick in die Arbeit der Frauenrechts- und Hilfsorganisation gebeten. Die Unterstützung kriegstraumatisierter Frauen und Mädchen durch medica mondiale stößt bei den Zonta Clubs auf großes Interesse. Sie setzen sich als internationaler Zusammen­schluss berufstätiger Frauen weltweit für mehr Menschlichkeit, soziale Gerechtigkeit und die Frauenrechtsarbeit ein.

In ihrer kurzen, engagierten Eröffnungsrede ging die Oberbürger­meisterin von Ludwigshafen, Dr. Eva Lohse, bereits auf das Thema sexualisierte Gewalt gegen Frauen ein. Monika Hauser hob im Anschluss unter anderem die weitreichende gesellschaftliche Bedeutung der Unterstützung kriegstraumatisierter Frauen für den nachhaltigen Erfolg von Friedensprozessen und die Wiederherstellung von Stabilität hervor. "Ihr Vortrag ließ die großartigen Erfolge dieser Arbeit sichtbar werden, und auch das Feuer und die enorme Energie spüren, die die Arbeit von medica mondiale antreiben", schwärmt die Präsidentin des Ludwigshafener Zonta Clubs, Dr. von Mengden.

Sicherheitslage für die afghanische Zivilbevölkerung erheblich verschlechtert

Für Monika Hauser bot die Veranstaltung eine gute Möglichkeit, um auf Fragen der Gäste einzugehen: "Das Publikum war sehr an der Frauensituation in Afghanistan interessiert und wollte wissen, wie es um den Schutz der Frauen und Mädchen durch die internationalen Truppen steht. Die Gäste waren offensichtlich überrascht, als ich davon berichtete, dass sich die Sicherheitslage für die Zivilbevölkerung in den letzten Jahren des internationalen Militäreinsatzes erheblich verschlechtert hat." In ihrer Rede hatte Hauser darauf hingewiesen, dass das Militär nicht das leisten kann, was zu nachhaltigem Frieden in der Gesellschaft führen würde: ein kontinuierlicher Aufbau von Staat und Zivilgesellschaft, zum Beispiel durch die Sicherstellung eines funktionie­renden Justizsystems. Auch deshalb liege ein Schwerpunkt der Arbeit von Medica Afghanistan im Bereich Rechtshilfe. Durch Rechtsberatung, strafrechtliche Vertretung und Mediation zwischen Betroffenen und ihren Familien wolle die afghanische Organisation den auf dem Papier existierenden Rechten für Frauen zur Geltung verhelfen. Die erzielten Erfolge seien der mutigen und hartnäckigen Arbeit der afghanischen Kolleginnen zu verdanken. Viele der Fragen an Monika Hauser richteten sich auf die Arbeit von Medica Afghanistan, da die parallel ausgestellten Fotos sich afghanischen Frauen widmeten. "Es ist ein besonderer Aspekt dieser Ausstellung, dass hier die Frauen selbst zu Wort kommen, und sich ungefiltert und frei zu den heutigen Verhältnissen in Afghanistan äußern können", kommentiert die Zonta-Präsidentin das große Interesse an den ausgestellten Bildern und Zitaten.

Die Zonta Clubs der Region Rhein-Neckar ließen medica mondiale eine Spende von 5.000 Euro zukommen. Monika Hauser bedankte sich für die Unterstützung: "Wir freuen uns über das ehrliche Interesse an unserer Arbeit und das Engagement, das mit dieser großzügigen Spende zum Ausdruck kommt." Die Fotoausstellung "Starke Stimmen - Frauen in Afghanistan" von medica mondiale wird zukünftig auch in weiteren Städten präsentiert werden.

Informationen zu allen Fotoausstellungen von medica mondiale finden Sie auf unserer Internetseite.

Erschienen im Newsletter 1-2012