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15. März 2013

Frauenrechte: medica mondiale begrüßt die britische Initiative gegen sexualisierte Kriegsgewalt

Am 12. Februar 2013 hat sich der britische Außenminister William Hague für ein gemeinsames Vorgehen der G8-Länder bei der Bekämpfung sexualisierter Kriegsgewalt ausgesprochen. Konsequente Strafverfolgung, Unterstützung von Überlebenden und MenschenrechtsverteidigerInnen sowie verbesserte internationale Koordination sollen den Durchbruch bringen. medica mondiale fordert die deutsche Bundesregierung auf, die Initiative auf dem G8-Außenministertreffen im April zu unterstützen.

Neben der Bereitstellung von Geldern für die Unterstützung von Überlebenden fordert der britische Außenminister politisches Engagement seitens der G8-Nationen. Konkret soll ein neues Internationales Protokoll zur Erforschung und Dokumentation von sexualisierter Kriegsgewalt auf den Weg gebracht werden. Die deutsche Bundesregierung hat sich erst kürzlich in ihrem Nationalen Aktionsplan „Frauen, Frieden und Sicherheit" zur Bekämpfung sexualisierter Kriegsgewalt bekannt. Die Kernforderung einiger Nichtregierungsorganisationen – darunter medica mondiale – dem Aktionsplan auch eine verbindliche und überprüfbare Umsetzungsstrategie zugrunde zu legen, wurde allerdings von der Bundesregierung abgelehnt. „Die Unterstützung der britischen Initiative durch die Bundesregierung wäre ein politisches Signal im Kampf um die Anerkennung und den Schutz der Rechte von Frauen und Mädchen in bewaffneten Konflikten", so Jeannette Böhme, Referentin für Politik und Menschenrechte bei medica mondiale.

Foto: © Deutscher Bundestag/Lichtblick/Achim Melde