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09. Juni 2017

Flohmarkt für medica mondiale: „Wir haben zu viele Dinge, die wir nicht brauchen!“

Unsere Unterstützerin Monika Preimel-Endlich hatte es nicht leicht: Der Schlaganfall ihres Mannes und seine Pflegebedürftigkeit forderten all ihre Kraft und Aufmerksamkeit. Als sie Monika Hauser bei einem Vortrag in Erlangen live erlebt, springt ein Energiefunke über. Sie mobilisiert ihre Freundinnen zu einem Scheunenflohmarkt zugunsten der Frauen und Mädchen, die von medica mondiale unterstützt werden. Ihre Begeisterung geht schnell auf die FlohmarktbesucherInnen über.

Neugierig auf Monika Hauser

Frau Preimel-Endlich: „Da ich engagierte Frauen sehr schätze, hat mich der Name Monika Hauser bei der Verleihung des alternativen Nobelpreises neugierig gemacht. Ich stieß auf eine Frau und eine Organisation, deren Leistungsspektrum faszinierend ist. Außerdem sind mir einige Regionen, in denen medica mondiale aktiv ist, vertraut. Mein Mann lebte und arbeitete viele Jahre seines Lebens in verschiedenen Ländern Afrikas, zuletzt überwiegend in Ruanda und im Ost-Kongo. Ich habe bei ausgedehnten Besuchen das Leid und Elend vor allem von misshandelten Frauen kennen gelernt. Wir haben persönlich immer wieder versucht zu helfen, indem wir Projekte unterstützten, in denen Frauen und Mädchen mit ihren unehelichen Kindern ein neues Zuhause fanden und lernten, durch handwerkliche Arbeiten für sich selbst zu sorgen. So war es naheliegend, dass mich medica mondiale sofort ansprach.“

Wie kann ich mich engagieren, wenn ich wenig Zeit habe?

Frau Preimel-Endlich: „Mir war klar, wie enorm wichtig gerade auch die psychosoziale Unterstützung dieser traumatisierten Frauen ist. Ich wollte mich eigentlich gerne persönlich stärker dafür engagieren. Dann erlitt mein Mann einen schweren Schlaganfall und wurde pflegebedürftig, andere Aufgaben waren wichtiger. Als ich die Einladung zu einer Veranstaltung mit Monika Hauser in Erlangen las, wurde aber der Gedanke wieder in mir wach, diese Hilfsorganisation stärker zu unterstützen. Wir leben im Überfluss und haben viel zu viele Dinge, die wir nicht brauchen. Und was machen wir damit? Ich organisierte einen Charity-Flohmarkt!“

Die Flohmarkt-Idee ist geboren

Frau Preimel-Endlich: „Bald habe ich den Dachboden unseres Hauses und die Schränke inspiziert und festgestellt, dass es wirklich genügend Material für einen Flohmarkt gibt. Begeistert sprach ich anfangs des Jahres mit Freundinnen über die Idee. Manche war skeptisch, andere sind sofort mit eingestiegen und bis zuletzt dabeigeblieben. Ich packte Karton für Karton. Beim Gedanken an den guten Zweck fiel es mir leicht, mich auch von lieb gewordenen Sachen zu trennen.“

Werbung muss sein – auch für den guten Zweck!

Frau Preimel-Endlich: „Wir gestalteten einen Flyer und dasselbe vergrößert als Plakate und gingen an die Verteilung. 250 Flyer waren schnell unter die Leute gebracht: Bäckerei, Metzgerei, Friseurgeschäft, Fußpflegerin, therapeutische Praxen meines Mannes, Kindergarten der Enkelkinder, Nachbarn und so weiter. Wir mussten sogar 100 Stück nachdrucken! Ebenso wurden die Plakate an stark frequentierten Stellen ausgehängt. Zusätzlich schaltete ich ein paar Tage vor dem Termin ein Inserat in einem regionalen Anzeigenblättchen.“

Der große Tag: Deko, Häppchen und Blumen fördern das Geschäft

Frau Preimel-Endlich: „Die Scheune war gefegt, die Abstellflächen geschaffen, das Material herbeigetragen. Die passende Deko, Kaffee und Kuchen sowie deftige Häppchen machten den Flohmarkt zum Event. Die ersten Interessenten standen bereits eine Stunde vor der Eröffnung vor der Tür. Es gab viele staunende Gesichter und ausgesprochenes Lob für dieses tolle Charity-Projekt. Die Stimmung war großartig! Alle kauften und spendeten, meist ohne groß zu feilschen. Als Dankeschön haben wir jeden Kauf mit einem selbst eingetopften Pflänzchen samt Danke-Fähnchen belohnt. Wir Aktiven waren überglücklich, als wir am Ende Kassensturz machten: 1.100 Euro Spenden sind reingekommen. Zum Schluss ist für uns alle klar: Das wird wiederholt!“