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25. Januar 2011

FEPADE in DR Kongo: Fortbildung von psychosozialen Helferinnen

Projektförderung im Osten der Demokratischen Republik Kongo, Süd-Kivu: In Kazimia, einer Gemeinde in der Provinz Süd-Kivu, hat medica mondiale 2009 und 2010 ein Projekt der kongolesischen Frauenorganisation FEPADE (Fédération des Femmes pour la Paix et le Développement) gefördert. FEPADE setzt sich für die Selbstbestimmung und die Rechte kongolesischer Frauen ein, unterstützt lokale Fraueninitiativen und fördert ihre Teilhabe an gesellschaftlichen Entscheidungen. Die Organisation betreut insbesondere Frauen und Mädchen, die sexualisierte Gewalt erlebt haben, dokumentiert die Menschenrechtsverletzungen an den Frauen und klärt in Informationsveranstaltungen die Öffentlichkeit über die Rechte von Frauen und Kindern auf.

Mit Unterstützung von medica mondiale hat FEPADE im Juli 2009 ein fünftägiges Training zum Thema „Kriegstraumatisierung“ durchgeführt. Rund 100 angehende Fachfrauen wurden zu ersten Ansprechpartnerinnen für Überlebende sexualisierter Gewalt ausgebildet, über Ursachen und Folgen von Traumata unterrichtet und im einfühlsamen und kompetenten Umgang mit traumatisierten Frauen geschult. Im Anschluss an das Training führten die neuen psychosozialen Fachkräfte erste Beratungssitzungen in den umliegenden Gemeinden durch, wobei sie von den Trainern durch Betreuung und Supervision begleitet wurden.

Von der Betreuung der durch FEPADE geschulten Beraterinnen profitieren 300 Menschen in verschiedenen Dörfern der Region, insbesondere überlebende Frauen und Mädchen sexualisierter Gewalt.

medica mondiale hat FEPADE 2009/2010 mit 5.000 Euro unterstützt.