Zurück zur Übersicht
21. September 2012

DR Kongo: Partnerorganisation FACIV verbreitet Hoffnung – mitten im Krieg

Sommer 2012: Der Krieg in der Demokratischen Republik Kongo hat sich erneut verschärft. Die kongolesische Armee kämpft gegen die Rebellen um die Vorherrschaft in den rohstoffreichen Kivu-Provinzen im Nordosten. Etwas abseits des Krisenherdes, in der südöstlich gelegenen Region Fizi, unterstützt die lokale Frauenorganisation FACIV ("Frauen im Einsatz gegen Ignoranz und Gewalt") von Kriegsgewalt betroffene Frauen mit Einkommen schaffenden Maßnahmen. Seit diesem Jahr ist sie Partnerorganisation von medica mondiale.

Die Mitarbeiterinnen von FACIV helfen kriegstraumatisierten Frauen mit Schulungen und ökonomische Starthilfen, einen neuen Einstieg ins Leben zu finden. Dabei geht es ihnen vor allem darum, Zuversicht zu vermitteln. In Selbsthilfegruppen erhalten die Frauen Grundlagenwissen über Sparwirtschaft und den Umgang mit Kleinkrediten. FACIV vergibt aber auch selbst Kredite an Kleingruppen. Dort stimmen die Frauen ab, für welches Geschäft sie genug Vorwissen haben, um erfolgreich wirtschaften zu können. Manche arbeiten beispielsweise im Fischhandel, andere produzieren und verkaufen Brot, Gebäck oder Palmöl.

Mit neuer Zuversicht auf eigenen Beinen stehen

Ziel der Frauen ist es, nach einem Jahr vier Prozent der erhaltenen Mikrokredite in den Kleingruppen gespart zu haben, um das Geld in neue Anschaffungen zu investieren. So sichern die Frauen selbst die Nachhaltigkeit ihrer Aktivitäten. Durch den Zusammenschluss in Selbsthilfe-Wirtschaftsgruppen können sie sich gemeinsam eine Existenzgrundlage aufbauen. Zudem werden soziale Bindungen gefördert und das Vertrauen untereinander gestärkt. Gefühle freundschaftlicher Verbundenheit und Zuversicht sind nach den langen Jahren der Kämpfe und des Krieges häufig verblasst. Die Unterstützungsangebote von FACIV ermutigen die Frauen, mit neuer Hoffnung in die Zukunft zu blicken.

medica mondiale unterstützt dieses Projekt 2012 zum ersten Mal mit 10.000 Euro.
Mit Ihrer Spende (Spendenzweck: "Projektefonds") können Sie sich an dieser Unterstützung beteiligen.

Erschienen im Newsletter 2-2012