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19. März 2010

COPERMA in DR Kongo: Berufskurse und psychosoziale Betreuung für Mädchen und Frauen

Projektförderung in Nord-Kivu, Demokratische Republik Kongo: In der Provinz Nord-Kivu hat die Frauenorganisation COPERMA (Communauté des Planteurs et Eleveurs de la Région Maraîchère) Ausbildungszentren aufgebaut. Das Ziel: den Menschen ein besseres Auskommen zu verschaffen. Als die Zahl der Kriegsvergewaltigungen in Nord-Kivu nach 1993 immer weiter anstieg, begann die Organisation, sich verstärkt auch für die Opfer sexualisierter Gewalt einzusetzen. Inzwischen betreibt COPERMA rund zehn Zentren mit insgesamt 193 MitarbeiterInnen, in denen sowohl Überlebende sexualisierter Gewalt als auch Kriegswaisen eine Bleibe finden, psychosozial betreut werden und an Ausbildungskursen teilnehmen können.

medica mondiale förderte 2008 und 2009 die Teilnahme von jungen Frauen an den Berufskursen. Die meisten der Teilnehmerinnen entschieden sich für Seifenherstellung, andere lernten Nähen. Alle Kurse schlossen Alphabetisierung und Grundkenntnisse im Aufbau eines Kleinhandels mit ein. Darüber hinaus haben sich die Frauen in kleinen Gruppen zusammengeschlossen, innerhalb derer sie sich untereinander austauschen können und von den Beraterinnen von COPERMA bei der Verarbeitung ihrer traumatischen Erlebnisse unterstützt werden.

medica mondiale hat COPERMA 2008 und 2009 mit insgesamt 10.000 Euro unterstützt.